Wir sind eine gescheiterte Generation, verlorene Wesen dieser zerbrochenen Welt;
das Trugbild einer Idylle, die sich gerade noch mit Müh' und Not so zusammenhält.

Unaufhaltsam auf der Suche nach mehr, während das Kartenhaus zusammenfällt;
merkt kaum einer, wie jedes ihrer einstigen Ideale langsam zu Scherben zerschellt.

Neben Existenzängsten täglich die Frage, wenn heute gut war, was kommt morgen?
Doch hinter falschen Masken voll geheucheltem Glück spiegeln sich düstere Sorgen;

ihre getrübte Selbstbilder überdecken nicht, was viele von innen nach außen zerfrisst;
jeder hofft jemand zu sein; Hauptsache, dass das was er tut, auch für alle gut genug ist.

Zwischen verlorener Individualität und gespielter Vielseitigkeit sind am Ende alle gleich;
jeder sammelt wertlose Anerkennung, für Klicks degradiert zum meinungslosen Fleisch;

für Anerkennung fremder Wesen scheinen sie den Respekt vor sich selbst aufzugeben;
und inmitten des Sog der digitalen Medien reden alle davon, sie stehen mitten im Leben.

Ich kann es nicht ertragen, wie alle scheinen diese Zustände widerstandslos zu ertragen;
wie kam es zum Stillstand, denkt niemand mehr frei? Will keiner etwas dagegen sagen?