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  1. #1
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    Grundeinkommen


    Grundeinkommen

    Wenn der Staat sich da vergreift,
    Versagen manche jede Arbeit,
    Denn wo nur Begehren greift,
    Hat Fleiß mit sich selbst Mitleid.

    Wo Menschen alimentiert,
    Verlernen sie das Forschen, Denken,
    Sind nur noch magengeführt,
    Wählen jene, die viel schenken.

    Ist das gut für unser Land,
    Das auf Leistung angewiesen,
    Demokratie noch unser Pfand,
    Wenn wir nur noch Wünsche hissen?

    Wo der Staat das übernimmt,
    Gehen Vorbilder verloren,
    Arbeitsethik dann verrinnt,
    Verpflichtungen so abgeschworen.

    Wieso soll jemand noch aufsteh'n,
    Wo sein Konto schon gefüllt,
    Überhaupt noch Rasen mähen,
    Wenn die Staatsamme ihn stillt?


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
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    Einen eigenen Rasen zum Mähen werden sich die meisten Leute allein vom Grundeinkommen auch nicht leisten können... Ich sehe das Grundeinkommen ja ebenfalls etwas kritisch, aber wenn ich in die Zukunft sehe, weiß ich nicht, wo die ganzen Jobs herkommen sollen, damit jeder (Vollzeit)Arbeit hat. Ich denke auch, dass ein Grundeinkommen viele Leute eher motivieren würde, weil es ein unheimlich befreiendes Gefühl sein kann, nicht täglich an sein finanzielles Überleben denken zu müssen... (Mini-Jobs, Zeitverträge…) Die Leute könnten sich z.B. ungezwungen weiterbilden, bis sie den Job machen können, der ihnen wirklich Spaß macht.

    Aber Sie waren jahrzehntelang verbeamtet, stimmt´s?

    LG
    k

  3. #3
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    Ich fordere noch mehr: Lottogewinne nur noch für Grossgrundbesitzer. Und Risikoabfederung für Konzerne durch den Staat. Damit hier keiner sich schlecht fühlen muss wenn er aus politischen Gründen nicht mehr früh aufstehen darf. Von der zugrundeliegnden Logik komme ich den Zeilen doch sehr nahe, oder?
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Es ist ja keine Frage, dass die Besteuerung, so wie sie aktuell vorhanden ist, tatsächlich ungerecht ist. Es geht auch nicht um Verbeamtung oder nicht, sondern um de Frage, ob ein Grundeinkommen tatsächlich hilfreich für die Entwicklung unserer Gesellschaft sein kann.

  5. #5
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    Hallo Hans Hartmut,

    Du stellst in Deinem Gedicht einige Behauptungen auf, die den bisherigen Erfahrungen widersprechen und kaum zutreffend sind. Die Besteuerung der Wohlhabenden und Einkommensstarken sollte doch so hoch sein, dass jedem ein den Grundbedarf abdeckende Versorgung die in die sonstigen Einkommen eingerechnet wird gegeben werden kann und sollte. Kaum einem wird dies auf Dauer genügen und es bleibt noch genügend Anreiz für mehr Verdienst. Arbeit muss dann nicht mehr zwangsweise angenommen werden. Die Wenigen, die mit dem geringen Einkommen auf Dauer zufrieden sind, kann sich unsere Gesellschaft leisten. Auf Dauer mit einem Mindesteinkommen zu leben ist sehr belastend und führt fast immer zu körperlichen oder psychischen Erkrankungen.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Das soll doch davon ablenken dass wir alle einen verbrieften Anteil an den Produktionssmitteln haben sollten. Leistung misst sich auch nicht nur in Zahlen da ist auch viel intellektuelle Komponente und soziales Engagement drin zu finden. Wenn nicht alles durch Sklavenvertrag geregelt wird.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  7. #7
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    Nichts gegen ein Grundeinkommen, doch im Gedicht/Titel fehlt offenbar die Eigenschaft bedingungslos.
    In Hinblick auf angenommen weiteres Wirtschaftswachstum und techn. Fortschritt ein unausweichlich durchzuführendes Sozialmodell. Allerdings können wir bei den sich derzeit offenbarenden ökologischen Folgen nicht mehr auf Wirtschaftswachstum setzen. Insofern würde es erst einmal genügen, sanktionsfreie und bedarfsorientierte Grundsicherung zu ermöglichen. Da braucht man sich nichts vorzumachen; Das BGE ist ein hohes Roß, und das trampelt auch nur auf der Natur herum.

    LG
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  8. #8
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    Es gibt viele Begründungen für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Z.B. auch eine gerechte Teilhabe an Bodenschätzen oder gerechte Teilhabe an technischem Fortschritt. Die Höhe sollte auch ein Überleben ohne Arbeit sichern und den Zwang zu jeglicher abhängiger Arbeit beseitigen.

    LG Hans
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  9. #9
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    Lieber Hans Plonka,
    das wären natürlich neue Gesichtspunkte, die noch kaum politisch diskutiert werden.
    LG H. H. Karg

  10. #10
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    Lb. Hans Hartmut,

    ich denke schon dass diese Argumente auch mit diskutiert werden, doch letztlich geht es dabei um andere Probleme. Durch das Grundeinkommen würde die größte Armut beseitigt. Dies würde zusätzliche Kosten verursachen, die von Reichen getragen werden müssten. Die Kosten könnten auch durch Einsparungen getragen werden, doch der Reichtum möchte auch die Einsparungen für sich. Es geht im Kapitalismus immer um Gewinnmaximierung mit allen legalen Mitteln. Notfalls werden die Mittel legalisiert.

    LG Hans
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  11. #11
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    Lieber Hans Plonka,
    würde man endlich die Steueroasen austrocknen und krumme Finanzgeschäfte ahnden, wäre genug Geld vorhanden, um auch ärmeren Menschen bei uns mit den vorhandenen Gesetzen zu helfen. Da geht aber niemand ran...
    LG H. H. Karg

  12. #12
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    Lb. Hans Hartmut,

    Unsere Justiz entscheidet und handelt fast immer nach den geltenden Gesetzen, doch es gibt Ausnahmen (Justizirrtümer ???), bei denen Ermittlungen und Verfolgungen unterlassen werden und das Recht wegen Interessen gebeugt wird. Es liegt daran, dass wir entgegen der öffentlichen Kenntnis und Meinung keinen Rechtsstaat haben. Unsere Justiz ist weisungsgebunden und abhängig von der Politik. Ein Beispiel ist. Die vom europäischen Gerichtshof als kriminell eingestuften Entscheidungen von Angela Merkel, die trotz ca. 1000 Strafanzeigen nicht verfolgt werden.

    LG Hans
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  13. #13
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    Lieber Hans Plonka,
    ja, das Desasterbesteht darin, dass die Gewaltenteilung nach Montesquieu leider nicht immer funktioniert....
    LG H. H. Karg

  14. #14
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    lb. Hans Hartmut,

    wenn die Gewaltenteilung nicht immer funktioniert, ist es das Gleiche wie, sie besteht nicht. Wir können nicht sagen, sie besteht wenn und sie besteht wenn, dann nicht. Wer soll entscheiden wann sie besteht und wann nicht. Entweder sie besteht oder sie besteht nicht. Ein dazwischen gibt es nicht.

    LG Hans
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  15. #15
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    Naja, lieber Hans Plonka,
    es gibt schon Graubereiche, wo man nichts sicher sein kann. Aber ich möchte da keine Beispiele geben, die ungewollt Nachahmer finden würden...
    LG H. H. Karg

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