Thema: Endspiel

  1. #1
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    Endspiel


    Endspiel



    Jenseits der Ozeane
    verglühen gigantische Wälder,
    hinterlassen Regionen voll Asche.
    Qualm und Rauch verdunkeln
    tagsüber Dörfer wie Städte,
    zwingen Einwohner zur Flucht.
    Ständig dreht der Wind,
    treibt Heimatlose vor sich her.

    Längst verfügen Despoten,
    gierig nach Beute und Allmacht,
    über gigantische Waffenarsenale,
    ihre Lakaien und Medienknechte
    füttern die Untertanen
    mit hassentflammenden Parolen.
    Ein übler Geist in vielen Gemütern,
    verschmutzt, zerstört, was Natur
    allen Menschen geschenkt:
    Erdreich, Wasserquellen und Luft zum Atmen..

    Nach der Flammenhölle
    werden Weltbewohner
    mit Kind und Kegel,
    mit Sack und Pack
    weiterziehen zum Endspiel
    um ein globales Überleben.

    Der Countdown läuft.
    Geändert von Carolus (26.08.2019 um 10:05 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Carolus,
    nach der Lektüre deines Gedichtes 'Morgengebet' habe ich mich für deine weiteren Sachen interessiert und bin dabei auf einen Schatz gestoßen.
    Deine topaktuellen Zeilen können auch Lethargische aufschrecken. Der Countdown läuft.
    LG Alfredo

  3. #3
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    Hallo Alfredo,
    herzlichen Dank für deine anerkennenden Zeilen; sie freuen mich sehr. Mit deiner Bemerkung "bin dabei auf einen Schatz gestoßen" hast du mir das Stichwort für das Gedicht von heute "Der Schatzgräber" gegeben.

    Dass "der Countdown läuft", ahnte ich schon vor drei Jahrzehnten, als ich mit einem Buschpiloten im Orinoko- und Amazonasgebiet die verheerenden Auswirkungen der Gold- und Diamantensuche, der rigorosen Brandrodung, der brutalen Vertreibung der indigenen Bevölkerung u.a.m. beobachten konnte. Kaum jemand interessierte sich damals für die ökologischen Folgen. Die massenhaften Brände derzeit gehen hauptsächlich auf das Konto der Agrarindustrie und ihrer Lobbyisten, letztlich auch auf den überzogenen Fleischkonsum in den Industriestaaten.
    Die ganze Fehlentwicklung schmerzt in der Seele. Ob wir diesmal noch mit einem blauen Auge davonkommen werden, wer weiß das schon.
    Ob die "topaktuellen Zeilen...auch Lethargische aufschrecken" können - gut und schön wär´s.
    Jedenfalls nochmals Dankeschön für dein Interesse.

    Freundlich gemeinten Gruß
    Carolus

  4. #4
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    Irgendeinen Grund muss unser politischer Zynismus ja haben. Glaubst du etwa wir würden ohne Grund den Hass verbreiten? Jeder Tote bringt uns dem näher was ich nicht näher bezeichnen möchte. Aus Respekt vor wichtigeren als uns.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Hallo Schulz und Sühne,

    "unser politischer Zynismus" ist nicht monokausal, wenn auch einige Gründe schwerer wiegen als andere, Und Gründe gibt es viele!
    Die Opfer von System und Politik sind von größeren und/oder kleineren Teufeln zu Strecke gebracht worden, denn die Hölle sind wir, nicht die anderen, auch wenn die Traumfabriken uns etwas Anderes vormachen wollen.

    Freundlichen Gruß
    Carolus

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