1. #1
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    Der letzte Traum

    Ein Lüftchen weht durch den Zitronenhain,
    und mich, mich alten Träumer, lullt es ein.
    Erinnerungen weckt,
    daran wie sie mich neckt,
    es tief in mir, ganz deutlich aber fein.

    Erst hier und jetzt wird klar, womit sie mich
    betörte. Zitrusdüfte tupft sie sich
    auf ihren zarten Hals!
    Das wirkt viel besser als
    der vielgepriesne Rosenparfumstrich.

    Noch einmal schwebe ich auf Wolke vier,
    nicht sieben, nicht im Rosendunstrevier,
    nein da, wo alles prickelt
    und Frische sich entwickelt.
    In meiner letzten Nacht gehör ich ihr.

    Mit liebem Dank an L.A.F

  2. #2
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    Lb. Gugol,

    es ist eine Erinnerung die auch ein wenig Trauer und Wehmut hervorruft. Der Abschluss mit der letzten Nacht ruft nach dem Glück der vergangenen Gemeinsamkeit, was dem Gedicht dann auch eine Geheimnisvolle Note gibt, die einen nachdenklich macht.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hey Hans, sehr feinfühlig hast du in deinem Kommentar die Nuancen aufgespürt. Danke dafür. LG gugol

  4. #4
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    Ich finde gar nichts dergleichen weil es einfach so gewollt rüberkommt, dass man sich letztendlich fügt. aus welchem Grund sei mal dahingestellt. Meiner Meinung nach ist das Schreiben erst was wert wenn dadurch immer mehr ungewisser wird, so das ein lebendigeres Leben daraus resultiert. Und das lässt sich meistens nicht so olfaktorisch ausdrücken als ob keiner richtig mal was derbes bräuchte.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Manchmal ist für einen Menschen nun aber kein lebendigeres Leben - ja überhaupt kein Weiterleben - vorgesehen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass dies nicht Lyrik nach deinem Geschmack ist, wenn ich mir so ansehe, was du letzthin über Liebe geschrieben hast. Leben und leben lassen, nicht?

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