1. #1
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    Das Kleid von dir

    Ach, Schöne, hätte ich ein Kleid von dir
    es würde weder klopstocken noch schillern
    denn in dem bunten Top da fehlte mir
    ein Herz, ein Vögelchen, ein süsses Trillern

    ein Flattchen, das im Schilf spazieren fliegt
    die Melodie von Amrums wilder Brandung
    der Puls, der Ewigkeit und Tod besiegt
    die Rettung nach des Raumschiffs harter Landung

    das Blut, das blubbert und das feine Haar
    das deinen Bizeps ungefragt vergoldet
    Dein Kleid wär leer, und nichts wär wunderbar
    nichts da, dem ich mit Leib und Seel verschuldet

  2. #2
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    Ach, Kaspar, du verdirbst den Qualitätsdurchschnitt des Forums mit deinem schönen Gedicht. - Ich erwähne gern, dass mich die Bizeps etwas irritieren, um mit geringstem Aufwand zu verhindern, dass diese Kritik als Spam bewertet wird.
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

  3. #3
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    Nun, auch kein Spam, ich las hier und die letzten paar Gedichte von dir, und da kommt tatsaechlich Liebe bei mir an, was ein Kompliment ist, ich mir aber eigentlich nur so erklaeren kann, wenn sie, sorry, sollte man ja nicht, der Autor selber zurzeit erfaehrt, war das Deutsch? LG, du kalter Frosch, denn koenntest du so schreiben, wenn da nichts, Moment, klopstocken (mmmhhhh) wuerde, trotz S2? Mein kluges Schlusswort: Liebe bringt den Tod zum Tod

  4. #4
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    Hallo Kaspar,

    befürchte, die vorgeführte Schöne wird weiterhin auf ihr Kleid mit den fehlenden lebendigen Accessoires stolz sein und dem Verfasser kaum verzeihen, dass er es "leer" und keinesfalls "wunderbar" findet.

    Gruß
    Carolus

  5. #5
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    Hallo kaspar praetorius,

    was ich mir vorstellen kann, ist etwas Wunderschönes, was deiner Idee zuvorkam und auch in ihr ist, und durch sie vermittelt wird. Also... hinter den Zeilen.

    Es gibt im Gedicht selbst ein paar Stellen, die mich verwirrten, als ich beim Lesen war. Z.B. wird da aus dem "Kleid"(Zeile1) plötzlich ein "buntes Top"(Zeile3) ?
    Und dann das Blut das "blubbert"?...ich finde das eher schräg. Blubbern ruft mir etwas kochendes wach. Nun, vielleicht tut es das ja, im übertragenen Sinne.

    Irgendwie überzeugt mich das Gedicht nicht. Es wirkt auf mich locker und etwas humorös,, durch Wörter wie blubbern, klopstocken und Flattchen.
    Und obwohl sich darin so intensive, große "Liebes-geständnisse" finden lassen,
    sind diese wie nebensächlich nur in dem zu finden, was nicht vorhanden ist.

    All das lebende, das fehlt in ihrem Kleid, das du (LI) ja gar nicht hast.
    So indirekt.
    Das kann etwas schönes haben, mit dem Geständnis nicht zu erschlagen.
    Wird aber finde ich dadurch abgetan,
    dass das Kleid,
    das doch immerhin ihres wäre,
    als leer beschrieben wird.
    Und das hat doch etwas liebloses finde ich.


    Mit liebem Gruß, FellUndKnochen

    p.s.: ich sehe grade, ich mag mich irren, aber mir scheint Carolus hatte einen ähnlichen Gedanken, was das -ihr- nicht gewürdigtes Kleid betrifft.
    Geändert von FellUndKnochen (02.09.2019 um 17:06 Uhr)

  6. #6
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    Hallo kaspar,

    Also ich kann mich ja irren, aber kann es sein, dass das etwas mit meinen neueren Kommentaren bei "Dichter Sein" von Onegin zu tun hat?

    Die Wirkung des seraphischen Tons ist doch erstaunlich, oder!?

    Das "Wunderschöne"/die aufgezählten "lebendige Accessoires" / zieht uns Leser an, selbst wenn es knallrotgepunktete Kleid eines Fliegenpilzes ist

    Sehr originell und formsicher .

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (02.09.2019 um 17:46 Uhr)

  7. #7
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    @albaa und kaspar praetorius,

    ja... würde es zum Beispiel von einer Möwe handeln,
    wie hätte es plötzlich Sinn.
    Und nicht nur das.
    Es hätte ungefragt nichts wunderbares, hättest 'du ihr Kleid' !

    Etwas verrätselt bleibt es.

    Gruß FellUndKnochen

  8. #8
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    hallo ihr lieben
    da kann man verschiedene lebenslter und lebens-stränge finden in euren kommentaren.
    ganz gewiss aber finde ich hinweise darauf, was ein richtig gutes gedicht denn ausmachen würde.
    also vielen dank euch!!
    kp
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    (StadtHaiku)

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