1. #1
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    ...unter freiem Himmel

    Unter freiem Himmel
    möchte ich mit dir liegen,
    wachen,
    schlafen
    und die Sterne lieben.

    Einander näher rücken,
    wenn einmal zu oft
    uns Wind umspülte
    und die Wärme kühlte,
    die wir schufen
    in der Schmiede unserer Welt.

  2. #2
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    Hallo FellundKnochen!

    Gefällt mir ganz gut, es könnte noch ein wenig Feinschliff vertragen. Vor allem die zweite Strophe

    Zitat Zitat von FellUndKnochen Beitrag anzeigen
    Unter freiem Himmel
    möchte ich mit dir liegen,
    wachen,
    schlafen
    und die Sterne lieben

    Einander näher rücken,
    wenn einmal zu oft
    uns Wind umspülte - Wasser umspült, aber nicht Wind, der tut alles mögliche sonst; ein Reim ist hier sicher verzichtar.
    und die Wärme kühlte,
    die wir schufen - In einer Schmiede wird glühendes Eisen mit schweren Hämmern bearbeitet, da scheint mir "Wärme kühlte, die wir schufen" wie die leidenschaftslose Untertreibung schlechthin.
    in der Schmiede unserer Welt.
    Lieben Gruß
    albaa

  3. #3
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    Hallo FellUndKnochen

    sehe ich anders. Ich mag Poesie...und ganz besonders in der Lyrik. Von 100 Gedichten, die man in der virtuellen Welt so findet, kann man mit viel Wohlwollen vielleicht fünft als Poesie bezeichnen. Umso schöner, dass es dir gelungen ist einen wahrhaft poetischen Text aufs Papier zu bringen. Und da bin ich auch schon im Text: "vom Wind umspült" ist zu 100% passend- aber eben nur dann, wenn man auch als Leser Poesie im Blut hat.
    Ebenso passend ist das Bild der Schmiede...eine ausgezeichnete Metapher! Was albaa da meint, das sollte sie vielleicht erst mal mit sich selbst aushandeln...denn uns wärmt ja auch die Sonne...obwohl dieser ein paar Millionen Grad heiß ist.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #4
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    Hallo FellUndKnochen

    ich teile die Bedenken von albaa gegen diesen Text. Ich finde überdies schon "die Sterne lieben" in der ersten Strophe ein wenig unfreiwillig komisch. Da wollen also zwei auf freiem Felde beieinander liegen und erschöpfen sich im Adorieren der Sterne. Älteres Astronomen-Ehepaar? Die Sterne lieben ist nur ein poetisches Versatzstück aus derAltkleiderkiste der Romantik, das im Text nicht eigentlich integriert wird und nur dazu dienen soll, ihn aufzuhübschen.

    Die meiner Meinung nach die generelle Schwäche des Textes liegt darin, dass er über eine vage stimmungshafte Poetizität nicht hinauskommt. Mehr Kontur wäre meiner Meinung nach dazu das Gegengift.

    Beste Grüße

    Onegin
    Geändert von Onegin (04.09.2019 um 13:17 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

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