1. #1
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    Wer wirklich liebt


    Wer wirklich liebt

    Wer wirklich liebt, führt keine Kriege,
    Jagt nicht gierend nach Standesehren,
    Braucht keine Macht und keine Siege
    Und lebt nicht in des Geistes Leere.

    Sein Herzschlag ist stetig beseelt
    Vom Bild der allerschönsten Frau,
    Die er für sich hat auserwählt:
    Damit bleibt er auch lebensschlau!

    Der Glückliche braucht keinen Feind,
    Denn er ist turtelnd dort beschäftigt,
    Wo Liebe adelt', Nähe eint –
    Und er damit sein Dasein kräftigt.

    Wer einen Menschen wirklich liebt,
    Dem ist viel Frohsinn ja beschieden,
    Der ihm dann alle Sehnsucht gibt
    Für dieses Paradies auf Erden.


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
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    Lieber Dr. Karg,
    aus meiner Sicht: Wer wirklich liebt, lebt im stillen Geist (was nicht heißt, dass es nicht auch laut werden kann.). Ich und du Trennung löst sich auf und auch die Sehnsucht nach dem Paradies auf Erden, löst sich auf, bzw ein, weil es das hier ist.
    Unvorstellbar. Wer wirklich liebt, erkennt Liebe selbst zu sein.

    Grüße, Skirke
    .
    Diesen Tod
    sterben
    einzig
    in das Leben
    .

  3. #3
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    "Wer wirklich liebt"...das gibt es so gar nicht - denn dann würden jene, die nicht wirklich lieben, unwirklich lieben. Kann man also getrost aus seinem Wortschatz streichen.

    Was Du meinst, Dr.Karg, das ist die "wahrhaftige Liebe"...denn dieser Begriff sagt aus: "wahr", "gegenwärtig", "adressiert" und "erwidert". Also erst in ihrer Erfüllung wird sie wahrhaftig. In allen anderen Fällen reden wir von der einseitigen, von der unerfüllten, von der krankenhaften...usw Liebe. Dann gibt es noch die Möglichkeit das...das man fühlt...als zB "tiefe Liebe" zu bezeichnen...was offen lässt...ob diese empfangen und erwidert...nur zur Kenntnis genommen wird..oder ob sie ungehört bleibt.

    Gruß, A.D.








    Nachdem wir das geklärt haben...ein weiterer Hinweis: niemand kann sich selbst attestieren wahrhaftig zu lieben
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #4
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    Danke, dass dieses Mysterium endlich mal aufgeklärt wurde. Ich dachte schon so etwas gibt es gar nicht. Aber durch die eindringliche Beschreibung entfaltet sich in mir so ein Druck, dass es Gewissheit wurde, was du meinst.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Die Allgemeingültigkeit deiner Formel ist schon verloren, da Frauen demnach nur als Lesbe wirklich lieben können. Anderseits: Die Frau als reines Objekt, Werkzeug oder Passiva der wirklichen Liebe lässt auch tief blicken.

    LG
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  6. #6
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    "Wer wirklich liebt"...das gibt es so gar nicht - denn dann würden jene, die nicht wirklich lieben, unwirklich lieben. Kann man also getrost aus seinem Wortschatz streichen.
    Ja, aus meiner Sicht: (Es bleibt nur) Liebe, kein wer, kein wirklich.

    Es gibt so viele Verirrungen die für wahr gehalten werden. Es wird stehengeblieben an einem Punkt, wo eigentlich doch gespürt werden müsste, dass da irgendwie was nicht stimmen kann. Jetzt gar nicht mal auf dieses Gedicht bezogen, allgemein und das dann glaubend auch noch in Textform auszudrücken ist schon, naja.. irgendwie nicht schön.

    Also, erst richtig hinschauen und dann schreiben, oder gleich schreiben, es aber nicht so adressieren als wäre es allgemeingültig!
    Geändert von Skirke (19.09.2019 um 09:16 Uhr)
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  7. #7
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    Liebe Dichterfreunde, liebe Mitdichterinnen und Mitdichter,
    der echten und wahren Liebe kann man sich immer nur zu nähern versuchen. Vieles wird nicht gelingen, manches deshalb einsame Sehnsucht bleiben.
    Ich habe in meinem kleinen Gedicht einige wenige Elemente genannt, welche dies dokumentieren können. Da jedoch die Liebe und die Suche nach ihr ein individuelles Unterfangen bleibt, ist nicht auszuschließen, dass es da auch andere Erfahrungen gibt...
    LG H. H. Karg

  8. #8
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    Lieber Dr. Karg,

    dass ist Deine Sicht. Aus meiner Sicht: die "wahre Liebe" ist ganz, ganz, ganz einfach.
    Sofort da, wenn die Suche aufhört. Warum? Weil wir das sind und... das sind nur Worte.

    Herzlichst, Skirke
    .
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  9. #9
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    Liebe Skirke,
    ja, manchmal gelingt es auch so - ohne Suche...
    Herzlichst
    H. H. Karg

  10. #10
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    Zitat Zitat von Skirke Beitrag anzeigen
    Ja, aus meiner Sicht: (Es bleibt nur) Liebe, kein wer, kein wirklich.

    Es gibt so viele Verirrungen die für wahr gehalten werden. Es wird stehengeblieben an einem Punkt, wo eigentlich doch gespürt werden müsste, dass da irgendwie was nicht stimmen kann. Jetzt gar nicht mal auf dieses Gedicht bezogen, allgemein und das dann glaubend auch noch in Textform auszudrücken ist schon, naja.. irgendwie nicht schön.

    Also, erst richtig hinschauen und dann schreiben, oder gleich schreiben, es aber nicht so adressieren als wäre es allgemeingültig!
    Kein Mensch sagt doch "das ist ein Frosch", wenn es sich um eine Ente handelt. Ein "aus meiner Sicht" der Ente voraus zu schicken macht doch überhaupt keinen Sinn. Das zeugt eher von mangelndem Selbstbewusstsein.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #11
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    Liebe Skirke,
    nur weil es Verirrungen und Verwirrungen in der Liebe gibt, ist die Liebe doch nicht falsch! Das Falsche im wahren Leben wird es immer geben. Deshalb mein Appell: Nur Mut auf der Suche nach der wahren Liebe und nicht nach der "Verlorenen Zeit"!
    LG H. H. Karg

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