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  1. #1
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    Aron Manfeld: 1,99

    Bin immer noch der Typ
    Der bei Aldi Netto Lidl Penny

    Könnte mir mehr leisten
    Doch wozu

    Eine tigernde Frau in der Wohnung
    Die die Diktatur meiner Eltern
    Fortsetzt

    Wäre mein Ende

    Manchmal wenn ich Keith Richards
    Laut aufdrehe
    Kommt die Frau unter mir
    Nach oben

    Dann laufen wir über Wiesen
    Sprechen das heilig
    Was wir damals hassten

    Ich komme immer zu früh in ihr
    Und wundere mich
    Warum sie immer wieder

    Kommt
    Geändert von Aron Manfeld (19.09.2019 um 16:25 Uhr)
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  2. #2
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    Das gefällt mir ausnahmsweise mal ausnahmslos gut, Aron. Weil nicht nur die Geschichte, sondern auch (fast) jedes Wort passt. Fast...weil was wir hassten das wir hassten heißen müsste. Diesen kleinen Fauxpas steckt dein Text aber locker weg,
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Das gefällt mir ausnahmsweise mal ausnahmslos gut, Aron. Weil nicht nur die Geschichte, sondern auch (fast) jedes Wort passt. Fast...weil was wir hassten das wir hassten heißen müsste. Diesen kleinen Fauxpas steckt dein Text aber locker weg,
    Cher ami,

    a.) Was gefällt Dir genau am Gedicht?
    b.) Begründe das bitte grammatikalisch mit dem vermeintlichen Fehler!

    Aron
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  4. #4
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    Mach ich doch gerne, Amigo

    Eine tigernde Frau in der Wohnung
    Die die Diktatur meiner Eltern
    Fortsetzt
    Solche "Bilder"...die über das visuelle Erlebnis hinaus auch noch eine ganz eigene (Dikatur der Eltern) Geschichte erzählen, die sprechen mich an.


    "das"...wenn eindeutig klar(konkret) ist...was geliebt werden muss...

    Sprechen das heilig
    Was wir damals hassten
    Mit dem Hass wirddie Vergangenheit angesprochen - und die ist bekannt.

    was wäre zB hier möglich

    Sprechen das heilig
    Was uns (in Zukunft) glücklich macht

    es ist also heute noch nicht klar was dich in Zukunft glücklich machen wird.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    Mit dem Hass wirddie Vergangenheit angesprochen - und die ist bekannt.

    was wäre zB hier möglich

    Sprechen das heilig
    Was uns (in Zukunft) glücklich macht

    es ist also heute noch nicht klar was dich in Zukunft glücklich machen wird.

    Gruß, A.D.
    Ich lebe heute das
    Was ich an meinen Eltern hasste

    Ich esse heute das
    Was ich früher hasste

    Ich lese heute das
    Was ich früher verbrannte

    Así van las cosas, amigo, y no hay nada que hacer para cambiar el puto mundo.
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  6. #6
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    "das"...wenn eindeutig klar(konkret) ist...was geliebt werden muss..
    Ich lebe heute das
    Was ich an meinen Eltern hasste
    Umkehr (zur Gegenprüfung)

    Was ich an meinen Eltern hasste,
    das lebe ich heute (gedanklich selbst)

    also richtig...denn "was" steht für die Dinge, die Eigenschaften, die Charakterzüge - nebulös, unkonkret

    Ich esse heute das
    Was ich früher hasste
    Umkehr

    Was ich früher hasste,
    das esse ich heute

    Da Du es heute ißt und nicht nur zu essen versuchst

    also falsch

    Zeilenumbau - zur Verdeutlichung:

    Heute esse ich das,
    das ich früher hasste

    hinter "ich" steht gedanklich "ausnahmslos"

    Ausnahme vorbehaltliche...bzw eingeschränkte oder spekulative Aussage

    Beispiele

    Heute esse ich so ziemlich alles,
    was ich früher hasste

    Heute esse ich wohl alles,
    was ich früher hasste

    wobei "fast" wiederum konkret ist, denn wer fast sagt, der weiß was er "verpasst" hat.

    Beispiel

    Ich kam nur fast ans Ziel,
    das ich so gerne erreicht hätte

    Ich kenne also das Ziel


    Heute esse ich fast alles,
    das ich früher hasste


    Ich lese heute das
    Was ich früher verbrannte
    Was ich früher verbrannte,
    das lese ich heute

    hinter "früher" steht bei beiden Version gedanklich "noch"

    Ich lese heute das,
    das ich früher (noch) verbrannte

    Was ich früher (noch) verbrannte,
    das lese ich heute


    In diesem Sinne

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    Lieber Adi,

    ich denke, wir haben hier beide Recht - vielleicht kann ein(e) Grammatikexpert(in) das finale Urteil fällen.

    Aron
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  8. #8
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    So sehe ich das auch, Aron - ums Recht im eigentlichen Sinne geht es hier ohnehin nicht...sollte es auch nicht gehen...die Lyrik lebt geradezu von freien Geistern, die sich ihre Freiheit auch nehmen, gefüttert zu werden. Die Grammatik dient keinem Selbstzweck...sie ruft wohl hier und da zur Ordnung...aber wenn man sich auch fernab ihrer Regeln gegenseitig versteht...dann kann man auch gerne mal auf sie verzichten.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  9. #9
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    So sehe ich das auch, Aron - ums Recht im eigentlichen Sinne geht es hier ohnehin nicht...sollte es auch nicht gehen...die Lyrik lebt geradezu von freien Geistern, die sich ihre Freiheit auch nehmen, gefüttert zu werden. Die Grammatik dient keinem Selbstzweck...sie ruft wohl hier und da zur Ordnung...aber wenn man sich auch fernab ihrer Regeln gegenseitig versteht...dann kann man auch gerne mal auf sie verzichten.
    Im Prinzip muss ich mich als Dichter an keinerlei Regeln halten - Einschränkungen erfahre ich nur durch das Gesetz und Nachteule.
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  10. #10
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    Im Prinzip muss ich mich als Dichter an keinerlei Regeln halten - Einschränkungen erfahre ich nur durch das Gesetz und Nachteule.
    Müssen tust Du gar nichts- wer sich aber an keinerlei Regeln hält...der wird sich irgendwann in seiner Grenzenlosigkeit verlieren und frei im Raum schweben.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #11
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    Hallo Aron Manfeld,
    ich finde das interessant und deine Kommentare mit Andere Dimension anregend. Jeder Mensch liest nun mal -+ ganz unterschiedlich. Verständlich/verstehend/und begreifend.
    Einer liest, auch kann man hören ( auf verschiedene Art&Weise. ("Gleiches"klingt" dann gleich" -...wie "setz' mich
    auf's Pferd, reiten kann ich allein."
    Beste Grüße
    lautmaler

  12. #12
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    Hallo Aron Manfeld,
    ich finde das interessant und deine Kommentare mit Andere Dimension anregend. Jeder Mensch liest nun mal -+ ganz unterschiedlich. Verständlich/verstehend/und begreifend.
    Einer liest, auch kann man hören ( auf verschiedene Art&Weise. ("Gleiches"klingt" dann gleich" -...wie "setz' mich
    auf's Pferd, reiten kann ich allein."
    Beste Grüße
    lautmaler
    Lieber lautmaler,

    aber das bleibt bitte unser Geheimnis: Adi ist mein Alter Ego, das mein Schaffen stets begleitet ... keinem verraten, bitte ...
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  13. #13
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    Hallo Aron Manfeld,
    na klar, ist doch "Ehrensache" als " gestandener/ehemaliger Torwart". Die Welt ist so klein, gleicht fast einem Fussball.
    Beste Grüße
    lautmaler

  14. #14
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    Findest Du das Gedicht hervorragend oder ausgezeichnet?
    Die Angst vorm Sterben ist die Angst vorm Leben. Ich bin der Nachfahre Eichendorffs, der Geld und Romantik versöhnt. Aron Manfeld

  15. #15
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    Als Ego sehe ich mich dazu verpflichtet...meinem Ich zu Ruhm und Ehre zu verhelfen, damit es seinem Über-Ich endlich auf Augenhöhe begegnen kann. Und so ist es nicht nur meine Aufgabe...sondern auch meine Leidenschaft...ihn jeden Tag ein wenig besser zu machen. Nicht immer gelingt mir das, aber es bleibt ja auch noch ein wenig Zeit...
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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