in 9 jahren beim gleichen arzt, jahr für jahr, jedes quartal,
mit gültiger versichertenkarte, nur ein einziges mal
ohne überweisungsschein, weil der andere facharzt im urlaub war,

deswegen das erforderliche rezept nicht ausgehändigt bekommen,
stattdessen leihweise 10 spritzen erhalten mit rückgabepflicht-auflage.

nach meiner frage: " wieso? "
kam die geduldige aufklärende antwort der verständnisvollen ms-schwester:
" wenn wir ihnen heute das rezept geben, sie es heute einlösen, in einer apotheke ihrer wahl,
und danach mit infarkt versterben oder einen tötlichen verkehrsunfall erleiden,
dann bleibt unser arzt auf den kosten von 4500 euro sitzen.
wenn es nur ein aspirin-rezept wäre, würden wir diese vorsicht nicht walten lassen."


jetzt überlege ich,
ob ich " heureka " rufen soll oder muss,
auch wenn ein undiplomatisch anerkannter maler
seine verdaute lebenskost darstellt als bio-kunst,
die auf mich wirkt wie eine lange braune wurst

oder ob ich still vergleichen darf,
mit blick auf den zählerstand der bilder
im preislich gleichen segment wäre " nackt, in einer reihe"
farblich geeigneter für mein wohnzimmer

und das werk " immer wieder gerne - eloge auf deinen schwanz"
bleibt extrem unerschwinglich, hilft jedoch, im positiven gefühl entwickeln,
dass mein an der armutsgrenze leben, in sachen kunstfragen, dafür manchmal echte vorteile hat.