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    Fließbandarbeit

    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Ein Arbeiter macht sich bereit.
    Und holt sein Werkzeug.
    Es ist Arbeitszeit!

    Er schraubt mal hier
    Er schraubt mal da
    Betrachtet die Reifen:
    Es sind schon vier.
    Oh ja!

    Fertig geschraubt geht es schon weiter
    Oh Mann, ist das heiter!
    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Er schraubt weiter, wie sonst keiner.

    Er schraubt mal hier
    Er schraubt mal da
    Betrachtet die Reifen:
    Es sind schon vier.
    Oh ja!

    Fertig geschraubt geht es schon weiter.
    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Wieder schraubt er.
    Und schraubt weiter.

    Immer wieder,
    Immer weiter,
    Nichts macht ihn nieder,
    Bleibt stets heiter.
    Schon sind die nächsten Reifen da.

    Er schraubt mal hier
    Er schraubt mal da
    Betrachtet die Reifen:
    Es sind schon vier.
    Oh ja!

    Fertig geschraubt geht es schon weiter.
    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Wieder schraubt er.
    Und schraubt weiter.

    Und so weiter,
    Und so weiter.
    Hier ein Reifen,
    Da ein zweiter,
    Weiter schraubt er immer heiter.

    Er schraubt mal hier
    Er schraubt mal da
    Betrachtet die Reifen:
    Es sind schon vier.
    Oh ja!

    Fertig geschraubt geht es schon weiter.
    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Immer noch schraubt er.
    Und schraubt weiter.

    Er will kurz pausieren
    Kurz verschnaufen,
    Kurz was trinken,
    Einen Reifen auslassen.
    Was gibt’s schon zu verlieren?

    Doch er kann es nicht riskieren
    Steht der Chef nur allzu nah
    Guckt genau: Wer arbeitet hier, wer pausiert da?
    Also heißt es weiter schrauben,
    Eine Pause, die kann er sich nicht erlauben.

    Und schon geht es wieder weiter,
    Ein Reifen kommt.
    Dann noch einer.
    Wieder schraubt er
    Und schraubt weiter.

    Seine Heiterkeit ist längst vorüber,
    Langweilig ist es geworden,
    Langweilig und monoton.
    Doch muss er schrauben immer weiter,
    Auch wenn er längst ist nicht mehr heiter.

    Schon ist der nächste Reifen da,
    Er schraubt an ihm,
    Schraubt am Nächsten
    Mühselig, ohne jedes »Hurra«
    Macht er’s sich am bequemsten.

    Sitzend schraubt er nun die Reifen
    Ob’s schön wird, ist ihm längst egal,
    Jede Lust hat ihn verlassen,
    Muss sein Übel wohl begreifen
    Seine Jobwohl mit Missgunst fassen.

    Doch zum Denken bleibt ihm keine Zeit mehr,
    Er muss weiter Reifen schrauben,
    Schon kommen die Nächsten her.
    Und so schraubt er immer weiter
    Bis zum Abend, dann wird er wieder heiter.

    Morgen gehts dann wieder los
    Macht er sich erneut bereit
    Muss wieder zum Werkzeug greifen
    Es kommen wieder neue Reifen
    Und weiter gehts, denn es ist Arbeitszeit.



    Edit.: Ich würde mich über Rückmeldungen freuen
    Geändert von Jowe (24.09.2019 um 14:42 Uhr)

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