Vergänglichkeit

Stehst lang schon allein auf weiter Flur
nichts Besonderes - ein Baum eben nur.

Dein Stamm, er ist nicht allzu dick,
die Zweige krackelig, gar nicht schick!

Gezweig so dürre, kein Blatt mehr am Ast,
die Hoffnung fiel mit des Herbstwindes Hast.

Durchfurcht deine Rinde vom Wind der Zeit,
moosbedeckte Narben der Vergangenheit.

In den Ästen hängt traurig und schwer
spinnwebenfaseriges Gedankenmeer.

Der Sturm des Lebens trifft mit voller Kraft
im Zweigwerk schon Lücke um Lücke klafft.

Verankert mit Wurzeln, die längst schon zu kurz,
stehst halbwegs - doch absehbar dein Sturz -
.... nur noch eine Frage der Zeit,
bist bald ein Teil Vergänglichkeit.



KN 4/12/2012