Mahlzeit! (Ein Gürtelgedicht)

Vor niemand weiss wie vielen Tagen
hat Folgendes sich zugetragen:

Er wollte nichts dem Zufall überlassen,
sich intensiv mit jener Kim befassen,
denn diese war sein Ticket aus den Massen
- ihr Vater hatte dreizehn teure Wagen -,
so würde Fritz nach ihren Hobbys fragen.

Er hörte, dass sie Sport und Bücher mochte
und über alles gern Spaghetti kochte,
auch dass ihr Herz für einen Hannes pochte,
ein Koch, belesen, sportlich kaum zu schlagen,
und Fritz begriff: “Dem muss ich an den Kragen.

Ich werde meinen Körper hart trainieren,
mich in der Bücherei fix einquartieren
und lernen, Braten richtig zu bridieren.”
Nach sieben Wochen wollte er es wagen
und Hannes sportlich fair zum Teufel jagen.

Mit Hantel, Wälzer und Rouladenklammer
bewaffnet schlich der Fritz in dessen Kammer.
Alsbald ertönte lautes Wehgejammer,
ein Zetern, Brüllen … schliesslich leises Klagen,
dann konnte der Bridierte nichts mehr sagen.

Der Braten würde Kim bestimmt behagen,
man sagt ja, Liebe gehe durch den Magen.


gugol / L.A.F.