1. #1
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    Das Stuhlgefühl

    Ein Stuhl ist weich, ein andrer hart.
    Wer darauf sitzt, der wird genarrt!
    Ist er verklebt, ist er stabil?
    Wer darauf sitzt, der spürt oft viel
    von weich und hartem Stuhlgefühl,
    das unter ihm sich drückt und presst,
    auf jeden Fall, wenn er zu fest,
    in seiner Härte kaum sich regt,
    nach keiner Richtung sich bewegt,
    wird mit dem Stuhl dann keiner froh,
    denn wenn er hart, dann ist das so.
    Man sitzt darauf ja meistens lang,
    denn auf dem Stuhl ist was im Gang,
    das oftmals ganz entsetzlich stinkt,
    jedoch nur dann, wenn es gelingt.
    Geändert von Hans Plonka (24.10.2019 um 16:06 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans, darf ich dir zwei Kommas ausräumen? Ein paar andere Vorschläge erlaube ich mir auch. LG gugol

    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Ein Stuhl ist weich, ein andrer hart.
    Wer darauf sitzt, der wird genarrt!
    Ist er verklebt, ist er stabil?
    Wer sich drauf setzt (darauf sitzt - 2x dasselbe ist langweilig), der spürt oft viel(,)
    von weich und hartem Stuhlgefühl,
    das unter ihm sich drückt und presst,
    auf jeden Fall, wenn er zu fest, (hier fehlt das Hifsverb, weil man nicht weiss, ob du "sich zu fest regt" sagen willst)
    in seiner Härte kaum sich regt,
    nach keiner Richtung sich bewegt,
    wird mit dem Stuhl(,) dann keiner froh,
    denn ist (wenn) er hart, dann ist das so.
    Man sitzt darauf ja meistens lang,/ja oft sehr lang, (meist oft sehr lang - was denn nun, meist oder oft?)
    denn auf dem Stuhl ist was im Gang,
    das oftmals ganz entsetzlich stinkt,
    jedoch nur dann, wenn es gelingt. (unreiner Reim, nicht mal ihr Deutschen sagt "stingt", oder?)
    Geändert von Gugol (24.10.2019 um 10:18 Uhr)

  3. #3
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    Lb. Gugol,

    Wer sich drauf setzt (darauf sitzt - 2x dasselbe ist langweilig), der spürt oft viel(,)
    Ja, das hat mir auch nicht gefallen, doch es passt so ins Gedicht. Das Komma habe ich gelöscht. Das andere auch.
    auf jeden Fall, wenn er zu fest, (hier fehlt das Hifsverb, weil man nicht weiss, ob du "sich zu fest regt" sagen willst)
    hier braucht es kein Hilfsverb. Ich wollte es nicht anders sagen.
    denn ist (wenn) er hart, dann ist das so.
    Hier möchte ich bei dem „wenn“ bleiben, um ein zweites „ist“ zu vermeiden.
    Man sitzt darauf ja meistens lang,/ja oft sehr lang, (meist oft sehr lang - was denn nun, meist oder oft?)
    Hier übernehme ich gerne Deinen Vorschlag.
    denn auf dem Stuhl ist was im Gang,
    das oftmals ganz entsetzlich stinkt,
    jedoch nur dann, wenn es gelingt. (unreiner Reim, nicht mal ihr Deutschen sagt "stingt", oder?)
    Zwischen k und g gibt es bei nachfolgendem t kaum einen Sprachunterschied. Den Sprachunterschied gibt es bei stinken/gelingen. Der unreine Reim stört mich nicht.
    Danke für Deine Mühe und Hilfe.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (24.10.2019 um 16:10 Uhr)
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  4. #4
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    Hallo Hans,

    es gibt Gedichte, die braucht kein Mensch. Ich glaube ein solches ist dir da gelungen.

    Zum Reim (sinkt/gelingt)

    mich stört er nicht...aber die "optimale" Lösung liegt doch auf der Hand:

    das oftmals ganz entsetzlich stinkt,
    jedoch nur dann, wenns niedersinkt.



    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    Lb. A.D.,

    die meisten Gedichte braucht kein Mensch und doch denken viele Schreiber ihre Gedichte könnten da eine Ausnahme sein.
    Gut wenn es mir gelungen ist und mit 2 Kommentaren und mehr als 40 Hits ist es eines meiner erfolgreichsten.
    Die Aussage mit stinkt/gelingt gefällt mir besser und den unreinen Reim hört man kaum.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Hallo Hans,

    wenn Du die Anzahl an Hits und Kommentaren zum Qualitätsmerkmal machts, dann ist das (für dich) so....
    Sehr selbstbewusst klingt das allerdings nicht. Jedoch...in der heutigen Zeit stehst Du damit nicht alleine - Masse statt Klasse scheint auch in anderen Bereichen das Motto vieler zu sein. Ich versichere Dir: auch wenn dieser Text hunderttausend Hits und Kommentare vorweisen kann...er ist und bleibt ein in jeder Hinsicht schlechter....

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    Lb. A.D.,

    Erfolg ist nicht mit Qualität und Klasse gleichzusetzen. Dieses Gedicht ist sicher auch nicht Qualität und Klasse zuzuordnen, es erfährt jedoch mehr Aufmerksamkeit was auch ein Erfolg ist, über den ich mich freue. Noch mehr würde ich mich freuen wenn meine besseren Gedichte erfolgreicher wären, doch dies wird von Mehrheiten nicht erkannt, was auch für andere Autoren genauso zutrifft.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  8. #8
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    Hi Hans, ich weiss jeweils vorher, was im Klo auf mich zukommen wird, und ja, das Scheissen ist wieder und wieder ein aufregendes Erlebnis. Ich mag, wie du diesmal kackisch schlecht uebers Kacken schreibst, LG L.A.F., es geht in selbige Richtung wie provokativ schreiben und die hoffentlich nicht enttaeuschte Vorfreude auf hereinkommende Kommentare und Reaktionen
    PS, Tipp: Manchmal, wenn ich nicht weiss, wo ein Komma hingehoert, lass ich einfach alle weg, denn das kannst du verkaufen

  9. #9
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    Hallo Hans,

    so ist das nun mal, auch in anderen Bereichen des Lebens; man bekommt nicht immer die Aufmerksamkeit geschenkt...die man gerne hätte. Aber was sagt das schon aus? Du solltest deine eigene Zufriedenheit nicht vom Zuspruch anderer Menschen abhängig machen. Klicks und Kommentare...das sagt rein gar nichts aus - sie sind nicht selten nur das Ergebnis endloser offtopic Diskussionen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  10. #10
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    Lb. Hi,i,

    die Kommasetzung mache ich nach Gefühl und Betonung. Dazu benutze ich auch noch eine Rechtschreibprüfung. Wenn es dann jemand noch besser weiß, nehme ich es gerne an und berichtige. Ansonsten habe ich kein Interesse daran mich ohne noch hohen Lernkonzentrationen hinzugeben. Habe schon Probleme genug, das mich Interessierende zu behalten. Wichtiger als Wissen ist das freie, offene Denken unabhängig von indoktrinierten Denkmustern, ideologischen Abhängigkeiten und Egoismen. Wenn Du einen Rat suchst, frage nicht einen Wissenden, sondern einen Weisen.

    LG Hans

    Lb. A.D.,

    die Meinung der Mehrheit ist selten richtig, denn sie wird von Bindungen gelenkt und muss deshalb von frei Denkenden als ein Kriterium für wahrscheinliche Fehlerhaftigkeit einer Prüfung unterzogen werden. Trotz allem kann sich kaum einer davon freisprechen, dass er auch die Aufmerksamkeit und das Interesse von Mehrheiten sucht.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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