1. #1
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    Frau Holles Gespür für Schnee

    Ein Schneeflock, der vom Himmel fiel,
    vorbei an vielen Flöckchen,
    erschlug am Nil ein Krokodil,
    im Maul des Herrchens Stöckchen.

    Ihr glaubt das nicht? Ach, einerlei –
    ich kann's ja nicht beweisen.
    Es schmolz der Flock und nahm dabei
    das Stöckchen mit auf Reisen.
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  2. #2
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    Hallo Stefan,

    Deine sinnfreie Dichtkunst
    (wie soll ein bereits geschmolzener Schneeflock ein Stöckchen mitnehmen, und was hat das Ganze mit FRAU HOLLE zu tun?)
    hat eine gewisse Leichtigkeit und macht - trotz gelegentlichem "HÄH?" - doch immer wieder gute Laune!

    Viele Grüße von Georg
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    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
    Heitere Historische Heldenepen (Georg C. Peter/ Infoverlag)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Georg C. Peter Beitrag anzeigen
    (wie soll ein bereits geschmolzener Schneeflock ein Stöckchen mitnehmen
    äää weil es ein Flock und kein Flöckchen war, reicht dessen Schmelzwasser allemal, um ein Stöckchen flussbettabwärts zu tragen.
    Mir gefällt das zahme, stöckchenapportierende Nilkrokodil. Wer braucht da noch Beweise?. LG gugol

  4. #4
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    Ich stelle mir einen Schneepflock vor.
    Vllt soll die Wortähnlichkeit das intendieren - und selbst wenn nicht, dann hat es mir das Bild ins Köpfchen gesetzt. Erscheint mir sehr logisch.

    Es schmolz der Flock und nahm dabei
    lG
    k1
    Geändert von k1nd3Rr13g3L (28.10.2019 um 17:17 Uhr) Grund: mir und mich verwechsel ich nich
    meine bescheidene Meinung

    Hüpfburg

  5. #5
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    DU findest es nicht lustig, DU willst keine Fantasien, die aus einem Flöckchen einen Flock machen, der bis zum Nil fliegt. Bist doch sonst so sprachgewandt, wie wärs also mit einer Ich-Botschaft anstelle von man- Pauschalisierung deiner Meinung? Ausserdem fällt ein(e) riesige(r) Flock(e) deutlich schneller als leichte Flöckchen, denn sie befinden sich ja nicht im luftleeren Raum, also fliegt er/sie an ihnen vorbei.

  6. #6
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    Servus Georg,
    in meiner Vorstellung war der Flock etwa schneemannkugelgroß und hat dann beim schnellen Schmelzen in der Wüste das Stöckchen mit weggeschwemmt, was aber nicht heißen soll, dass ich das für realistisch halte. Man muss zur Erklärung vielleicht dazusagen, dass das Gedicht nach der Lektüre eines Ringelnatz Bandes entstand und dessen skurrile Gedicht bei mir die Pferde durchgehen ließen

    Servus Gugol,
    danke, so hatte ich mir das vorgestellt.

    Servus k1,
    der Flock ist auch Ringelnatz geschuldet und von seinem Briefmark inspiriert. Und natürlich sollte der Name transportieren, dass es sich nicht um ein kleines Flöckchen handelt.

    Servus Tinca,
    nee, apportiert hat das Krokodil, nicht der Flock. Na, wenn das nicht realistischer klingt...
    Sei froh, dass Du meinen Fantasien nicht hast...

    Danke Euch allen und liebe Grüße!
    Stefan
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  7. #7
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    Liebe Gugol, lieber Stefan,

    jetzt, wo ich mir einen etwa schneemannballgroßen Flock vorstelle, macht das Gedicht wirklich Sinn:
    Daher ist er SCHNELLER als die anderen, ERSCHLÄGT das Krokodil und die anschließende Schneeschmelze schwemmt das Stöckchen weg.
    Ich muss mir einfach mehr Zeit nehmen für die Gedichte von Stefan, es lohnt sich wirklich...

    Liebe Grüße,
    Georg
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  8. #8
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    Also, ich finde das schon richtig witzig, gerade das Sinnfreie und ja, ich möchte deine Fantasie auch nicht haben, da würde ich mich ja beim ersten Schneefall gar nicht mehr hinaus wagen, obwohl ich ja kein Krokodil bin, und ein Stöckchen ... ach, ich lass es besser!


    Lieben Gruß
    albaa

  9. #9
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    Ja, lieber plotzn,
    habe mich von deinen Bildern und dem Flock gerne zum Nil mitnehmen lassen.
    Obwohl, beim genauen Faktencheck kanns ja wirklich nicht so ganz hinhauen. Hast du dir das nur ausgedacht und dabei die Naturgesetze außer Acht gelassen ? Soll das etwa LiFo sein?
    Überall mögen dieselben Gesetze der Naturwissenschaft gelten, aber nicht überall ist dieselbe Grammatik zuhause. Solche Schneeflocken gibt es z.B. gar nicht. Auch nicht am Ende der Welt, wo Phantasie und Humor längst aufgehört haben zu sein. Dort, wo die Vorstellungskraft auch keine Vorstellung mehr gibt, da weisch der wahre Kunschtsachverschtand mit solchen Schtökerln und G'schichterln nur noch einen weißen Pflock in solche Gedichte zu rammen, dort fällt die Weischheit vom Himmel und sonscht nix. Und drunten wird sie von Krokodilen mit goldenen Löffeln gefressen ...
    Lass trotzdem für uns weiter Flocken und Hirn fallen, lieber plotzn, solch Geschichterl zeigt zumindest ein gutes Gepürle unser kindlich, naives Herzerl,
    gerne gelesen,
    A.
    Geändert von Anjulaenga (29.10.2019 um 15:46 Uhr)

  10. #10
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    Servus albaa,
    danke! Gerade das Abstruse und Absurde eignet sich prima für komische Lyrik. Wie schon oben geschrieben - da kann man viel von Ringelnatz lernen.

    Lieber Anjulaenga,
    bitte verzeih mir meine Nachlässigkeiten bei der Faktenrecherche. Inzwischen weiß ich, dass das größte je gemessene Hagelkorn nur einen Durchmesser von 20 cm und ein Gewicht von unter 1 kg hatte. Über solch einen Schlagerl auf den Dez kann eine Panzerechse nur müde lächeln.
    Außerdem habe ich mir sagen lassen, dass die Dressurversuche von Korokos mittels Stöckchen meist tödlich zwischen deren beachtlichen Reißzähnen enden.
    Ob das was mit "Lizensierter Forschungsarbeit" zu tun hat? Ich weiß es nicht! - befürchte aber, dass mein Gehirn weiterhin ab und zu ausflocken könnte.

    Liebe Grüße,
    Stefan
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