1. #1
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    Was wäre denn


    Was wäre denn

    W
    as wäre denn, wenn du und ich ...

    Ich meine: Ist es vorstellbar, dass wir
    nicht mehr sind? Du – Gott, bist du schön – mit mir?
    Denk nur daran, wie wäre das für dich?

    Reib' deine Augen und schon siehst du mich.
    Oh, wäre es doch nur so leicht mit dir.
    Sonst rieb' ich meine Lippen blutig hier.
    Treib deinen Kuss in meine Haut und stich!

    Und Schmerz verrät, wie wertvoll all das wär'.
    Nimm dir mein Herz, trag's in den Händen.
    Denk nur daran, wie sehr dies Herz dich liebt.

    Was wäre denn, wenn es dich wirklich gibt?
    Ich glaube noch, dass wir uns fänden,
    reib' meine Augen wund, mein Herz schlägt schwer.


    _________________
    Mein Beitrag zum Wettbewerb September/Oktober 2019
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  2. #2
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    Lieber Chris,

    Du bist so ein guter Beschreiber - aber als Schreiber möchte man Dich am liebsten in die Tinte dunken. Windrostundwir reicht kaum, aus meiner Sicht ...

    Die Mädels tragen unser Herz nicht im Herzen, bestenfalls als Tatoo auf der Haut ...

    Aron Manfeld
    Aron Manfeld 2020

  3. #3
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    Moin Aron Mansfeld,

    haha, ja, etwas Tinte aufm Füller schadet sicher nicht!
    Ich lass mich hier gern dunken^^

    Danke für deine Einschätzung. Ich glaub, du kannst da durchaus recht haben.
    Dem Akrostichon und auch dem Text fehlen möglicherweise der Bezug zum Bild des letzten Wettbewerbs hier im Forum.
    Und wenn das Bild den Text vielleicht auch nicht besser macht, so erklärt es vielleicht zumindest einen Teil^^

    Mein Text ist ja nicht grundlos nicht auf dem Treppchen gelandet
    LG AC
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  4. #4
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    Hallo Anti Chris


    Was wäre denn, wenn es dich wirklich gibt?
    da es sich um eine hypothetische....in die Zukunft gedachte Frage handelt, sollte auch nach dem Komma der Konjunktiv stehen.

    wäre denn= was würde dann (mit uns) geschehen..? Die Existenz wird sozusagen nur durch das Fragezeichen...jedoch nicht wirklich in Zweifel gezogen.

    anders...wenn ich diese Frage nicht direkt dem Ly-I stelle...sondern mir selbst...oder einem Dritten

    "was (wäre denn),wenn es ihn wirklich gibt?


    also "gäbe"


    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    hallo chris,

    ich will schon seit tagen was zu deinem gedicht sagen. heute schaffe ich es endlich mal.

    den wettbewerb habe ich mal wieder verpasst, aber dein gedicht wirkt auch ohne foto. naja, vielleicht ist das akrostichon dann etwas schwerer zuzuordnen, aber ich finde, dass es durchaus auch zu der thematik des gedichtes passt - die unbestimmte sehnsucht nach einem menschen, mit dem man sein schicksal teilen kann, die traumgestalt im hinterkopf, der man so sehr bedarf, dass es weh tut, wenn man sie nicht findet. und auch die verblasste liebe einer gewohnheitspartnerschaft, deren leidenschaften eingerostet und deren gefühle verweht sind.

    all das lässt mich dein text finden, wenn ich mich darauf einlasse. besonders gelungen finde ich vers 3 in strophe 1 - dieser einschub wirkt so echt und überzeugend. außerdem vers 4 in strophe 2, da ist dir ein wunderschönes intensives bild gelungen!

    daneben wirkt der rest des textes leider etwas konstruiert, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass du unbedingt das akrostichon basteln wolltest. manchmal kann man nicht alles haben.

    gern gelesen.

    liebe grüße
    lilisarah

  6. #6
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    Moin ihr Lieben,

    entschuldigt die späte Rückmeldung, viel Arbeit und Krankheit lassen wenig Zeit und Muße^^


    @AndereDimension:

    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    Hallo Anti Chris


    da es sich um eine hypothetische....in die Zukunft gedachte Frage handelt, sollte auch nach dem Komma der Konjunktiv stehen.

    wäre denn= was würde dann (mit uns) geschehen..? Die Existenz wird sozusagen nur durch das Fragezeichen...jedoch nicht wirklich in Zweifel gezogen.

    anders...wenn ich diese Frage nicht direkt dem Ly-I stelle...sondern mir selbst...oder einem Dritten

    "was (wäre denn),wenn es ihn wirklich gibt?


    also "gäbe"


    Gruß, A.D.
    Ja, das könnte ein Konjunktiv sein, es könnte ein Blick in die Zukunft sein.
    In meiner Vorstellung (und in der des lyrischen Ichs) ist aber die Wunschvorstellung bereits existent.
    Es denkt eben an diese Wunschvorstellung, die es doch irgendwo in dieser Welt geben muss.
    Die bloße Existenz steht also nicht zur Frage, eigentlich nur, wann sich die Wege denn auch kreuzen.
    Ein voll durchgezogener Konjunktiv würde komplette Unsicherheit ausdrücken, die aber nicht der Realität entspräche^^
    Vielleicht ist das grammatikalisch nicht korrekt aber für mich inhaltlich wichtig

    @lilisarah:

    Zitat Zitat von lilisarah Beitrag anzeigen
    hallo chris,

    ich will schon seit tagen was zu deinem gedicht sagen. heute schaffe ich es endlich mal.

    den wettbewerb habe ich mal wieder verpasst, aber dein gedicht wirkt auch ohne foto. naja, vielleicht ist das akrostichon dann etwas schwerer zuzuordnen, aber ich finde, dass es durchaus auch zu der thematik des gedichtes passt - die unbestimmte sehnsucht nach einem menschen, mit dem man sein schicksal teilen kann, die traumgestalt im hinterkopf, der man so sehr bedarf, dass es weh tut, wenn man sie nicht findet. und auch die verblasste liebe einer gewohnheitspartnerschaft, deren leidenschaften eingerostet und deren gefühle verweht sind.

    all das lässt mich dein text finden, wenn ich mich darauf einlasse. besonders gelungen finde ich vers 3 in strophe 1 - dieser einschub wirkt so echt und überzeugend. außerdem vers 4 in strophe 2, da ist dir ein wunderschönes intensives bild gelungen!

    daneben wirkt der rest des textes leider etwas konstruiert, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass du unbedingt das akrostichon basteln wolltest. manchmal kann man nicht alles haben.

    gern gelesen.

    liebe grüße
    lilisarah
    Danke für deine inhaltliche Ausführung. Freut mich, dass das für dich mit dem Akrostichon auch ohne Bild passt.
    Natürlich hatte ich auch versucht, da die Brücken zu schlagen und so sollte "Wind" eben auf das Ungreifbare dieser Wunschvorstellung anspielen. "Rost" hingegen als etwas konkret Physisches, der Verfall, bzw. der Schmerz, den ich ja auch im Text genannt habe. Das "Wir" zuletzt als Quintessenz des Ganzen, wobei die gar nicht zur Erfüllung kommt.
    Inhaltlich schließe ich mich jedenfalls deiner ersten Interpretation an. Die eingerostete Partnerschaft hatte zumindest ich beim Schreiben nicht vor Augen^^

    Deinem Schlussplädoyer stimme ich zu. Bisher ist mir noch kein Akrostichon gelungen, das sich gänzlich unbemerkt und unbeschwert in einen Text fügen konnte. Ein bisschen ist es immer der Holzhammer, der die Verse so zurechtzimmert und manchmal eben ein zwei mal zu oft zugeschlagen hat. Vielleicht ist es nicht die beste Idee, das mit einem Sonett zu verbinden, da gerade dieses als Klanggedicht ja dann eigentlich nur leiden kann. Mir hats hier aber so gut gefallen, dass das These-Antithese-Synthese-Konzept so schön zum Akrostichon passt.

    Danke aber für dein dann doch wohlwollendes Fazit

    LG AC
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