1. #1
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    Falsche Richter

    Falsche Richter

    Sie beugen Recht in schwarzer Robe
    und schreiten wichtig über Flure.
    Gestrenge Männer für das Grobe
    verknacken Mörder, Dieb und Hure.

    Seit kurzem sind sie adäquater
    in ihren dunklen Rechtsgeschäften:
    Beim Imam heuern als Berater,
    agieren mit vereinten Kräften.

    Man biegt hin, was strafbar war.
    Per Handschlag grüßt man Pädophile,
    gern auch polygame Haremsschar,
    alles straffrei mit dem Ziele:-

    mit falschen Fratzen dieses Land verschandeln
    und St. Martin in nen Dorfdepp zu verwandeln.
    Geändert von beislschmidt (26.11.2019 um 20:07 Uhr) Grund: ....
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  2. #2
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    Das wäre gewiss unter Freisler nicht durchgegangen. Den Bogen zum Martin kriege ich i-wie nicht hin.
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  3. #3
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    Bei Freisler wäre ich wohl längst tot. Denkanstoß war die Suspendierung des St. Martin in Neukassel bzw. die Umbenennung in Lichterumzug. Siehe auch "Die Welt" die Angst vor Diskriminierung durch St. Martin.
    Der Rest ist die 2018 posthum legalisierte Kinderehe und die daraus resultierende Rechtsbeugung.
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  4. #4
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    Wer ist St. Martin, der Name ist mir zwar geläufig, aber ich dachte der gute Mann ist tot und läßt sich schwerlich posthum in einen Dorfdeppen verwaldeln.

    Nun zu Ihrem saustarkem Gedicht, Herr beislschmidt:

    Falsche Richter

    Sie beugen Recht in schwarzer Robe
    und schreiten wichtig über Flure.
    Gestrenge Männer für das Grobe
    verknacken Mörder, Dieb und Hure.

    Seit kurzem sind sie adäquater
    in ihren dunklen Rechtsgeschäften:
    Beim Imam heuern als Berater,
    agieren mit vereinten Kräften.

    Man biegt hin, was strafbar war.
    Per Handschlag grüßt man Pädophile,
    gern auch polygame Haremsschar,
    alles straffrei mit dem Ziele:-

    mit falschen Fratzen dieses Land verschandeln
    und St. Martin in nen Dorfdepp zu verwandeln.




    Die zweite S. baute ich etwas um der besseren Lesbarkeit wegen.

    Daß in der EU Rechtsbeugung gang und gäbe ist, ist für mich eine Trivialität, das aber, was Sie beschreiben, Herr beislschmidt, stinkt nach Hochverrat. Ich bin geschockt und brauche dringend einen kräftigen Kampfschluck, sonst falle ich um und bleibe liegen.
    Geändert von Akibarubin (26.11.2019 um 08:16 Uhr)
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  5. #5
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    Aki, siehs einfach verkryptet mit dem ollen St. Martin. Der hat schon im Gänsestall seine Selbstverantwortung abgeben wollen und ein guter Kampftrunk gilt von je her als probates Mittel der restriktiven Umgebung Paroli zu bieten.

    Zu deinem Vorschlag ...

    Dein V2 würde ich gerne übernehmen.

    Es ist dir gelungen die von mir ungeliebten Enjambements zu glätten, den Text lesbarer zu machen und nichts von der Aussagekraft zu verwässern. Chapeau.
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  6. #6
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    Was sind
    Enjambements
    bitte
    Ich verstehe das Wort nicht, zudem liefere ich einen neuen Titel für diese Perle der dichterischen Kunst:

    DIE RICHTER VON ST MARTIN

    Der alte ist mir zu parteiisch
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  7. #7
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    Ein müdes Lächeln fehlt mir noch. Wie sonst soll man denn als Richter sein Salär bestreiten? Mit den mickrigen Bezügen? alles strebt im Kapitalismus zum Verbrechen, weil damit am effektivsten gewirtschaftet wird. Ausser bei manchen die sich noch zu äussern belieben, ohne klare Vorgaben zu machen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  8. #8
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    @ Aki/Uwe, du Schalk ... ok ich hab's gewikit ... und schon wieder was aus der Froschfresserkiste ...

    Ein*Enjambement*von französisch enjamber ‚überschreiten', ‚überspringen'), ein Zeilensprung oder Verssprung, tritt in einer Folge von Versen dann auf, wenn eine Satz- oder Sinneinheit über das Ende eines Verses hinaus auf den folgenden Vers übergreift.
    Am Beispiel V2

    Seit kurzem sind sie auch Berater,
    ganz nebenbei in Rechtsgeschäften.
    Beim Imam in adäquater
    Stellung und mit vereinten Kräften

    Biegt man hin

    Seit kurzem sind sie adäquater
    in ihren dunklen Rechtsgeschäften:
    Beim Imam heuern als Berater,
    agieren mit vereinten Kräften.

    Man biegt hin, was strafbar war.

    Die Verbesserung besteht darin dass das prägnante Reimwort am Ende der Zeile steht ... in dem Fall adäquater mit abschließender Sinngebung.
    In meiner Version hieß es in adäquater und dann in der nächsten Zeile erst Stellung. Auch gefiel mir der Tausch der Reimwörter Z1 und Z3 besser.
    Deshalb hab ich deine Version übernommen.

    Und klar, dein Titel hätte die Absurdität auch besser dargestellt.

    @ Terrorist, das Land, das Geld und die Macht ....
    Man mag gar nicht glauben welch Urteile schon gesprochen wurden. Unterschiedlich von Richter zu Richter und sogar von Bundesland zu Bundesland. Erst unlängst war ich Zeuge bei einer Verhandlung, bei der es um Beleidigung und Geschäftsschädigung zum Nachteil eines Kabarettistenkollegen ging. Natürlich hat der kotzende Blogger Recht bekommen aber das sind nur "Kleinigkeiten".
    Gruß vom Hans
    Geändert von beislschmidt (03.12.2019 um 18:43 Uhr) Grund: ....
    nicht getrocknet und gebügelt
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  9. #9
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    Aber es ist gut zum aufdecken und Trittbrettfahren berufen zu sein und das strahlt aus jedem Buchstaben mustergültig hervor, um eine Wachrüttelung bis zur einsetzenden Schlafstörung herbeizuführen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  10. #10
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    @ Terrorist, mit dem Wachrütteln ist das so ne Sache. Augenblicklich wird zwar hie und da gerüttelt aber die maßgeblichen Entscheider von Justiz und Politik sitzen fest im Sattel, da sehe ich kaum Hoffnung. Ein Gedicht zu schreiben ist die sanfte Form von zivilen Ungehorsam ... mehr bleibt dem Reimer nicht.
    nicht getrocknet und gebügelt
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  11. #11
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    Diese Bescheidenheit ist eine wahre Zier!
    Der Roman: "Verballistik"
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