Die Fenster sind weit geöffnet, damit der Herbst hinein kann. Erst kommt in Böen der Wind, er bringt Regen mit und Laub. Dann folgen Bonbonpapier, Zeitungsseiten, Äste, ein schlammbespritzter Schuh und zwei Hüte. An- und abschwellendes Rauschen begleitet mich den ganzen Tag. Durch die Feuchtigkeit quellen die Möbel auf. Selbst Teller sehen jetzt aus wie schlecht aufgegangene Brote. Niemand spricht, nur manchmal dringt durch die Wand ein leises Schluchzen oder Fluchen. Die Kartoffeln haben sich in eine dunkle Ecke zurückgezogen, wo sie sich mit ihren Keimen aneinander klammern.
In Goms, so lese ich in einer der hineingewehten Zeitungen, hat ein Mann, der vor Jahren sein gesamtes Erspartes für teure Malutensilien ausgegeben hatte, nie auch nur einen einzigen Strich auf die Leinwand gesetzt. Als Grund gab er an, seine Frau habe jedes mal, sobald er die Hand mit dem Pinsel erhob, die Augenbrauen in die Höhe gezogen und hörbar eingeatmet.