1. #1
    Registriert seit
    Dec 2019
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    20

    Sehnsuchtsvoll

    Was ist ein Traum, der Traum nur bleibt,
    ist Sehnsucht er, die nie vergeht?
    Voll Wehmut, eisigkalter Hauch,
    des Nachts durch meine Seele weht.
    Oh kehr zurück, verlass mich nicht,
    zerreiß mich, quäl mich, doch bleib hier.
    Nichts schlimm'res ist, wenn nebelgleich,
    im Morgen geht das Bild von dir.
    Ich schleppe mich durch Tag und Zeit,
    ein Rauschen, trüb, nur Illusion,
    das Tagwerk geht, das Leben hat,
    für mich nicht mehr, als Spott und Hohn.
    Der erste Stern, die Hoffnung wächst,
    welch Bitterkeit, des Glaube Macht,
    doch ist es das, dem ich vertrau
    und dieser Sehnsucht nach der Nacht.

  2. #2
    Registriert seit
    Apr 2017
    Beiträge
    92
    Hallo Laura Marie,

    du hast für meinen Geschmack ein Händchen für schöne Texte.

    "des Glaube Macht" ist nicht korrekt, hier solltest du den Fall überprüfen, wegen der zusammengehörigen Wortgruppe.
    Wenn der eisigkalte Hauch nachts durch deine Seele weht, der Nachts ... und nicht des Nachts...
    Der Hauch weht ja Nachts... Was anderes macht nur wenig Sinn.

    Sehr sehr schön finde ich das folgendes Bild:


    "Nichts schlimmeres ist (gibt) es, wenn nebelgleich, im Morgen geht das Bild von Dir".
    Wobei nebelgleich mir etwas nebulös erscheint.

    Es gibt nichts Schlimmeres, wenn im Nebel des Morgens das Bild von Dir geht.
    Hier könnte man noch über die Wortwahl nachdenken und die Metapher tiefer verbauen.

    Nichts Schlimmeres gibt es, wenn du im Nebel des Morgens vergehst.
    Also
    "nichts schlimmres gibts, wenn nebelgleich, im Bild des Morgens du vergehst..."
    vlg

    EV
    Geändert von Eisenvorhang (14.12.2019 um 13:10 Uhr)

  3. #3
    Registriert seit
    Feb 2017
    Beiträge
    1.606
    Hallo Laura Marie
    Auch ein 10-Minutenwerk? Falls ja, hätte es sich gelohnt, noch ein halbes Stündchen zu investieren, denn als Entwurf finde ich den Text gut, aber eben nicht ausgereift. Du greifst auf Satzverdrehungen und Wortamputationen zurück, weil dir spontan nichts passendes einfällt, so zumindest mein Eindruck. Schade. Schreiben ist eben nebst Intuition auch Handwerk und harte Arbeit. LG gugol


    Zitat Zitat von Laura Marie Beitrag anzeigen
    Was ist ein Traum, der Traum nur bleibt, der nur Traum bleibt, aber ja rhythmisch ginge das nicht
    ist Sehnsucht er, die nie vergeht? dito
    Voll Wehmut, eisigkalter Hauch,
    des Nachts durch meine Seele weht. der nachts
    Oh kehr zurück, verlass mich nicht,
    zerreiß mich, quäl mich, doch bleib hier.
    Nichts schlimm'res ist, wenn nebelgleich, Nichts Schlimmeres, wenn... ist braucht es nicht, wenn dann ein "als"
    im Morgen geht das Bild von dir. Satzverdreher
    Ich schleppe mich durch Tag und Zeit,
    ein Rauschen, trüb, nur Illusion,
    das Tagwerk geht, das Leben hat, kein Komma nach hat
    für mich nicht mehr, als Spott und Hohn. kein Komma vor als
    Der erste Stern, die Hoffnung wächst,
    welch Bitterkeit, des Glaube Macht, des Glaube?? des Glaubens?
    doch ist es das, dem ich vertrau was das? das Glaube?
    und dieser Sehnsucht nach der Nacht. im letzten Satz weiss ich nicht, was du sagen willst, aber irgend etwas klingt quer

  4. #4
    Registriert seit
    Apr 2017
    Beiträge
    92
    Das Komma vor dem "als" ist nicht falsch.
    Ansonsten kann man die Dinge schon verstehen, wenn man will.
    Die Inversionen wirken nicht so destruktiv, wie ich erst annahm.

    Satzverdreher?

    Im Morgen geht das Bild von Dir?

    Was anderes:

    Am Abend weht der Wind von hier.

    So schlimm ist das nun wahrlich nicht.

    Etwas am Text feilen sollte sie, aber sie besitzt das Gefühl für Poesie.
    Jedenfalls wohnt das Gefühl im Gedicht. Wie ich finde...
    Mein Rat ist, wenn auch provokant, aber wohlwollend gemeint: Übernimm für deinen Stil keine Vorschläge von anderen, aber feile mehr am Text.
    Lass ihn mehrere Tage liegen und reifen und frage dich, ob das ein oder andere besser geht.
    (Arbeite an den Fällen)

    vlg

    EV

  5. #5
    Registriert seit
    Oct 2018
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    225
    Hallo Laura Marie,

    Du hast hier ein wunderbares Thema angefasst und ein gutes Gedicht geschrieben. Vieleicht hast du nicht bis zum Ende geduldig durchgearbeitet aber gerade der erste Vers ist sogar besonders gelungen, denn er beschreibt schon den Inhalt bzw. die gesamte Aussage.

    "Was ist ein Traum, der Traum nur bleibt,
    ist Sehnsucht er, die nie vergeht?"

    Ich halte mir immer vor Augen, dass ein Gedicht kein Aufsatz ist. Man sollte keine Rechtschreibfehler machen aber eine ungewöhnliche Satzstellung dient meißt dem Reim oder sogar die Aussage lieblicher erscheinen zu lassen. Das Gleiche gilt für Wortkürzungen, vor allem auch dann wenn sie im allgemeinen Sprachgebrauch auch genutzt werden.

    Gruß Heinz
    silbern ist mein Haar nicht grau

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden