1. #1
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    Was ist Mehrheit

    Nach "Die Mehrheit" von HP

    1
    Die Mehrheit ist die träge Masse
    Die für die Macht oft ein Balast
    Sie wird gebetet dann zur Kasse
    Und jede Schuld wird ihr zur Last
    2
    Die Mehrheit ist wie Arbeitsvieh
    Das sich bewegt im Arbeitskreis
    Das schafft und spurt und weiß nicht wie
    Beendet man den Teufelskreis
    3
    Die Mehrheit wird stets ausgenommen
    Wie eine Gans zur Weihnachtszeit
    Es wird ein Netz um sie gesponnen
    Und ausgesaugt zu jeder Zeit
    4
    Die Mehrheit stellt sich selbst ins Aus
    Weil sie ihr Recht verstreichen lasse
    Die Macht ergeht vom Volke aus
    Gehört an aber nicht der Straße
    5
    Die Mehrheit war noch nie an Macht
    Das muß auch weiterhin so bleiben
    Die Macht zu habn ist Teufelspacht
    Die Reichen werden da verbleiben.
    Geändert von Akibarubin (15.12.2019 um 03:45 Uhr) Grund: kleine Rochade
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  2. #2
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    Sehr gut AkiUwe, liest sich flüssig, ist verständlich. Beim Balast hab ich kurz gezuckt und musste mir die Äuglein reiben.

    Die Mehrheit ist die träge Masse
    Die für die Macht oft ein Balast
    Sie wird gebetet dann zur Kasse
    Und jede Schuld wird ihr zur Last
    Wenn die Masse dazu da ist ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsganz, kann sie doch kein Balast sein, im Gegenteil.
    Mag der Autor den Kontext lüften?
    Gruß vom Hans
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  3. #3
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    Wie lange ist das schon her, Hans, als in Deiner Grundschule die Grundbegriffe der gehobenen Sprache, Metapher und Allegorie durchgenommen wurden? Hast Du schon damals die Schule geschwänzt? Was Hänschen nicht lernt, wird der Hans nicht wissen; eine alte Volksweisheit läßt grüßen.

    Dein Tadel war mir Grund genug, die betroffene Strophe in die vorderste Front zu bringen und mit Nr. 1 versehen, ohne auch die kleinste Änderung an ihr vorzunehmen.

    Zitat beilschmidt:
    "Sehr gut AkiUwe, liest sich flüssig, ist auch verständlich"

    Vielen Dank für die Blumen. Auch die Schlagzeilen der Bild Z. lassen sich flüssig lesen und sind verständlich (sonst hätte die Volksverdummung nicht funktionieren können).

    Aber gehen wir weiter. Es wird noch lustiger werden.


    Zitat beilschmidt:
    " Beim Balast hab ich kurz gezuckt und musste mir die Äuglein reiben."

    ??? Nanu! Es hilft auch das schärfste Auge nicht, auch mit einer reinrassigen Leselupe bewaffnet, wenn das Hirn das Gesehene bzw Gelesene nicht verarbeiten kann.
    Ein schneller Nachschlag bei dem Duden wäre vielmehr hilfreicher, als das Zucken und Reiben: "Balast" mit einem "l" geschrieben und an der zweiten Silbe betont ist ein fester Bestandteil der Hochdeutschen Sprache. Zugegebenermaßen berücksichtigt das Kompendium nicht die sprachliche Anomalien die in der ST MARTIN Gemeinde bis heute noch anzutreffen sind. Neben Wank und Töpfe fegen, ist das schon das dritte Mal, wo Du völlig daneben liegst. Das heißt im Klartext: Der Geist des korsikanischen Zwerges* prägt noch immer Eure Gedanken in der Gemeinde. Auch die Besatzung Eurer Gemeinde die bis in das Jahr 1957 hinein andauerte, mag bei Eurer Misere eine Rolle spielen.

    Zitat beilschmidt:
    "Wenn die Masse dazu da ist ausgenommen zu werden wie eine Weihnachtsganz, kann sie doch kein Balast sein, im Gegenteil.
    Mag der Autor den Kontext lüften? "

    Aber sicher mein lieber Verseschmied und ReimesArzt HansUwe. Der Autor wird das gleich tun, zunächst aber ein hypothetischer Fall aus Deiner lebendigen Umgebung: Ein falscher Richter der ST MARTIN Gemeinde schickt Dich aus welchen Gründen auch immer, hinter die Schwedischen Gardinen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, mein Lieber, daß Du auf Grund dieses Urteils nach Schweden gefahren wirst, um das Urteil zu vollstrecken ?

    Mit dem Hinweis auf das schon vorher Gesagte: Metapher, Allegorie und die Regeln der gehobenen Sprache ist der Kontext gelüftet worden, oder ?
    **************************************************************************************************** *****************


    PS: Es ist wohl das erste Mal, daß ich mein Kommentar zu einem Kommentar mit einem "oder" beendete. Das Thema ist aber sehr komplex und es ist vielleicht angebracht das Brett weiter zu bohren.


    * Keine Lüge ist so groß, daß man sie den Deutschen nicht erzählen könnte. N.B. - Wäre der Gartenzwerg in die preußische und nicht englische Gefangenschaft geraten, wären die "Hundert Tage" der Grande Nation erspart geblieben, und ihm eine standesgemäße Quartier im Keller des Königsberger Schloßes gemacht worden.
    Geändert von Akibarubin (15.12.2019 um 04:10 Uhr)
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  4. #4
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    Klasse Kommentar AkiUwe, im Ansatz genau pariert und geklärt. Mit deiner Hilfe hab ich den Balast auch im polnischen Wörterbuch gefunden. Der Sonntag ist gerettet. Gruß vom Hans
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  5. #5
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    Zitat von beilschmidt
    Klasse Kommentar AkiUwe, im Ansatz genau pariert und geklärt. Mit deiner Hilfe hab ich den Balast auch im polnischen Wörterbuch gefunden. Der Sonntag ist gerettet. Gruß vom Hans

    Dort aber ist das Wort auf der ersten Silbe betont, für mich also unbrauchbar. Es hilft das schärfste Auge nicht, wenn das Gehirn.. Du weißt schon weiter Hans
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

  6. #6
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    Oh ha, was dem einen die Weihnachtsganz (halbe Sachen gibts da nicht), ist dem anderen Balast (sächsicher Prachtbau).


    LG
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  7. #7
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    Arkadier,
    Dein Kommentar ist an Vortrefflichkeit nicht zu überbieten !
    Es steht jedem frei mir zu widersprechen.

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