1. #1
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    Grünes und rotes Laub!

    Jetzt ist das
    Laub blau,

    weswegen
    der Titel

    auch nicht
    stimmt.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  2. #2
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    Lb. Terrorist,

    das grüne und das rote Laub lässt sich doch nicht verleugnen, auch wenn es jetzt blau sein sollte und was ist mit dem gelben Laub.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Ich brauche die Natur nur so wie ich sie mir vorstellen kann und Farben sind ja auch nur Lichtspielerei unseres Geistes.
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  4. #4
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    So schell ändern sich heutzutage die Verhältnisse...
    Witziges Teil!

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    Früher waren die Stühle schöne, blütenfressende Tiere. Doch sie ließen sich zu leicht zähmen...
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  5. #5
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    Hi T., blau ist mir zu erklaerend, wenn schon denn schon orange, ansonsten koennte ich denken, Laub steht hier fuer die ganze wahrgenommene Welt, also einen Vollsuff, und das Auto bleibt zu Hause, trotzdem sind ja deine Farben richtig gewaehlt, ich vermute also mal, es geht um das Vorher und Danach und dass die Veraenderung nicht nachvollzogen werden kann. Wie gesagt, orange (der Moment zwischen rot und gruen!) gefiele mir besser, weniger verwirrlich fuer mein Verstaendnis, LG L., wieder mal sehr spannend , also komm, gib mir auf den Sack

  6. #6
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    Ja es bleibt zwar alles Laub aber die Veränderung macht uns zur Metapher der Wahrnehmung. Man versucht ja mittlerweile auch natürliche Vorgänge technisch zu erklären und Gefühle zu beweisen.
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  7. #7
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    Hallo, Terrorist,

    die Blaubeere ist rot, weil sie noch grün ist.

    Wenn der Titel schon feststand, bevor das Gedicht entstand, ist dieses obsolet, andersrum auch.

    Was ist die Aussage? Dass da ein Gedicht steht, das sich selbst für null und nichtig erklärt? Trotzdem bzw. gerade deswegen wirkt das Ende erheiternd und entlockt mir ein Schmunzeln, was ich nicht erwartet hatte.

    Jetzt ist das
    Laub blau
    Wenn ich an den Anfang zurückgehe, werde ich wieder ernst: Das blaue Laub im Dezember - die Blätter sind gefroren, von Reif bedeckt, der in der Sonne bläulich schimmert? Oder handelt es sich um eine Blutbuche, deren Blätter je nach Jahreszeit von rot über gelb bis schließlich blau-schwarz im Herbst schimmern? Wie dem auch sei, dass das Laub im Dezember (davon gehe ich aus) blau ist, empfinde ich anfänglich undefiniert schmerzlich, bis es ins Bewusstsein sickert und mir sagt, warum.

    LG, Hoya
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

  8. #8
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    Farbensteigerung hast du gut angesprochen. als Metapher der Wahrnehmung ist der Bezug worauf es wohl gründen könnte das was wir als emotionalen Fakt wahrnehmen da unsere Erinnerung ja nicht wie ein Computer funktioniert. Was dann im Farbenbereich die Zwischentöne ergäbe, welche von Cocolorenz erwähnt wurden.

    Vielen Dank und allen das Neueste vom Frohen Jahr!
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  9. #9
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    Du hast den Kokolores personifiziert? Quatsch mit Soße, ist nicht ganz klar, wen du meinst!

    Ich versuche das Pferd von hinten aufzuzäumen: Die Blätter sind nicht wirklich blau, sondern es ist ein emotionaler Fakt. Gibt es den Begriff überhaupt? Oder ist er eine Metapher für Wahrnehmung? Es dämmert mir allmählich: Farbensteigerung über Zwischentöne. Und am Ende kommt das Heitere dazu. Heiter wird einem aber schon bei der Betrachtung all der verwirrenden ausgesprochenen und unausgesprochenen Farben, nicht nur bei der Aussage, dass der Titel letztendlich falsch ist.

    Alles in allem ist das Bild, das du oben schufst (nur unter Einbeziehung des Titels) ein schwer-fröhliches, luftig-lockeres Lichtspiel des Geistes. Alles löst sich in Wohlgefallen auf!

    Danke für die verdrehten Wünsche! Hoffentlich wird es ein frohes Jahr, und nicht alles darin ist neu!
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  10. #10
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    Die Kunst ist wie eine samtschwarze Pfauenfeder, ein seltenes und verwunschenes Stück Natur.
    Geändert von Terrorist (15.01.2020 um 20:00 Uhr)
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  11. #11
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    Die Herangehensweise ist es. Wenn ich bewußt den Titel in der Chronologie begünstige, ist alles, was danach folgt anders. Umgekehrt funktioniert das nicht. Das bedeutet, dass die Intuition schon fluktuiert bevor sie sich überhaupt manifestiert. Das führt zur Divergenz des Faktums Zeit. Es kann ein SEIN nur innerhalb einer bestimmten Zeit funktionieren, ist die Zeit nur eine Sekunde eine andere, dann kann das Sein nicht mehr dasselbe Sein sein oder wie in diesem Fall blau.
    nicht getrocknet und gebügelt
    aber schweinisch ungezügelt

  12. #12
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    Was genau divergiert denn bei Jetzt? Das vorausgeschobene Erinnerungsbild als Seinskriterium eines die Farbexistenz als unbestimmt darstellende? So als käme in einem Prozess der Intuitionsfluktuation zu gleichzeitiger Allfarbigkeit die durch meine Bezugsnegierung am Schluss nun auch uns zur Divergenz zwingt? Wenn wir nicht das allumfassende aus den augen verlieren möchten.
    Der Roman: "Verballistik"
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  13. #13
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    Das vorausgeschobene Erinnerungsbild als Seinskriterium eines die Farbexistenz als unbestimmt darstellende?
    Genau, das erscheint mir schlüssig. Die Allfarbigkeit wird davon nicht berührt und deshalb verlieren wir sie nicht aus den Augen. Wir brauchen keine Bezugsnegierung, denn sie ist und bleibt gegenwärtig.
    nicht getrocknet und gebügelt
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  14. #14
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    Vielen Dank + MFG!
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