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  1. #1
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    Lilith (Hexameter)

    (überarbeitete Version)

    Gott hat den Garten Eden gespalten. Am Halub des Geistes
    Kisikil Lila, entrissene Erste und Grundstein des Glaubens,
    einst war sie Rippe, dem Adamsapfel zu Wider nur folgsam,
    floh sie dem Garten ihr eigenes Eden im Schlafe zu finden.
    Stamm und auch Wurzel zerbarsten im Zorne der schöpfenden Hand nun
    wach und erbost, entblößt und verstoßen und sinnend auf Rache.
    Tochter und Dämon des Kindtods. Verbannte der Lust und Begierde
    fort gesagte Rippe des Adam. - Verborgen im Schoß des
    Baumes. Als Schlange in Neuen Wurzeln versprachst du verführend
    Früchte des Wissens und botest in Süße ihr züngelnd Erkenntnis.
    Scham begriffene! - Seiest du nun an verstoßene, Lilith.
    Schöpfung deines Gottes, dem Phallus gegeben im Traume.
    Zyklisch sei Eva des Mondes, die mahnende Quelle des Blutes.
    Lilith, sinnend auf Rache, entführt Adams Saaten der Sünde.









    (alte Version)
    Gott hat das Paradies gespalten. Im Namen Inannas.
    Yggdrasils Stamm und Wurzel der Welt ward ins Fleische getrieben.
    Tochter des Lilu; Dämonin des Kindtods. Verbannte der Lust und
    fort gesagte Rippe des Adam. Geboren im Schoß des
    Baumes, dessen Schlange du warst und verführende Früchte
    botest, die süße Lippen bespielte zu neuer Erkenntnis.
    Scham begriffene! Seiest du fortan verstoßene, Lilith.
    Schöpfung deines Gottes, dem Phallus sei nunmehr nur Diener.
    Zyklisch der Mutter des Mondes, sei mahnende Quelle des Blutes.
    Lilith verzehrend nach Rache, verschlingt jeher Saaten der Sünde.
    Geändert von Mythenfreund (17.12.2019 um 14:00 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Mythenfreund,

    wie ich sehe, bist Du richtig motiviert! Das freut mich! Leider bin ich noch nicht mal dazu gekommen, nochmal in Deinem Sprechzimmerfaden zu antworten, weil ich momentan viel um die Ohren habe. Formal hast Du hier alles richtig gemacht, allerdings betone ich einige Wörter anders, und dann stimmt das Metrum nicht mehr so ganz.

    Hm, sprachlich finde ich die Verse schwierig zu lesen. Auch kenne ich mich in der Mythologie nicht besonders aus und musste mir einige Namen ergoogeln. Irgendwie scheinen mir da nordische und sumerische Protagonisten miteinander verwoben zu sein? Auch der Satzbau macht es mir nicht leicht, da durchzublicken. Vielleicht kannst Du mal kurz erläutern, was Du sagen willst?

    Ich mach mal alle Wörter blau, die ich anders betone. Dann sind wir schon mal ein kleines Stück weiter:


    Gott hat das Paradies gespalten. Im Namen Inannas.
    Yggdrasils Stamm und Wurzel der Welt ward ins Fleische getrieben. - vom Fleische (Dativ) könnte man sagen, im Akkusativ kann es nur Fleisch heißen
    Tochter des Lilu; Dämonin des Kindstods. Verbannte der Lust und
    fort gesagte Rippe des Adam. Geboren im Schoß des
    Baumes, dessen Schlange du warst und verführende Früchte
    botest, die süße Lippen bespielte zu neuer Erkenntnis.
    Scham begriffene! Seiest du fortan verstoßene, Lilith. - von Scham ergriffene?
    Schöpfung deines Gottes, dem Phallus sei nunmehr nur Diener.
    Zyklisch der Mutter des Mondes, sei mahnende Quelle des Blutes!
    Lilith, verzehrend nach Rache, verschlingt jeher Saaten der Sünde. - von jeher oder seit jeher


    Paradies lässt sich zwar im regelmäßigen Trochäus auch Paradies betonen, wie es die toten Hosen vormachen, aber im Hexa würde ich den schönen Anapäst nehmen. Mindestens die Hälfte der Punkte würde ich durch Kommas ersetzen, das hebe ich mal für später auf, denn ich vermute mal, dass sich der Text noch ändert.

    Das Thema finde ich sehr passend. Es wäre aber schön, wenn Du die Geschichte detailreicher auserzählen würdest. Der Hexa eignet sich hervorragend zum Ausbreiten sämtlicher Kleinigkeiten. Dann würde der Text wahrscheinlich auch verständlicher. Als Anregung zeige ich Dir mal, wie Mörike Das Märchen vom sichern Mann erzählt.

    LG Claudi
    Geändert von Claudi. (17.12.2019 um 04:55 Uhr)
    com zeit - com .com

  3. #3
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    hallo Claudi, Hallo Gugol

    ich hätte schon früher geantwortet bin aber leider über einem sehr langweiligen Thema hier im Forum spontan in Narkolepsie verfallen

    darum kommt meine antwort leider heute früh etwas verspätet

    wie ich sehe, bist Du richtig motiviert! Das freut mich! Leider bin ich noch nicht mal dazu gekommen, nochmal in Deinem Sprechzimmerfaden zu antworten, weil ich momentan viel um die Ohren habe. Formal hast Du hier alles richtig gemacht, allerdings betone ich einige Wörter anders, und dann stimmt das Metrum nicht mehr so ganz.
    alles ok, ich habe entschieden mich einfach ins kalte wasser zu stürzen, irgendwann muss ich ja mal anfangen

    Hm, sprachlich finde ich die Verse schwierig zu lesen. Auch kenne ich mich in der Mythologie nicht besonders aus und musste mir einige Namen ergoogeln. Irgendwie scheinen mir da nordische und sumerische Protagonisten miteinander verwoben zu sein? Auch der Satzbau macht es mir nicht leicht, da durchzublicken. Vielleicht kannst Du mal kurz erläutern, was Du sagen willst?
    ansich sollte es sowas wie die Entstehungsgeschichte der Lilith werden, der ersten frau im Paradies Garten Eden, vor Eva, die von Gott verbannt wurde
    eure Aufführungen zeigen mir dass das so aber leider nicht funktioniert, da ich die Kulturen wohl gemischt habe
    ich hätte nordische und sumerische begriffe nicht im selben text verwenden sollen
    einiges über Lilith weiß ich aber anderes habe ich mir auch ergoogelt und habe es fälschlicherweise als richtig angesehen ohne es zu hinterfragen. das war ein fehler mir deine und auch gugols Interpretation am text aufzeigen
    ich hätte mir da mehr mühe geben dürfen

    Scham begriffene! Seiest du fortan verstoßene, Lilith. - von Scham ergriffene?
    es geht nicht darum dass sie von der scham ergriffen ist, ich wollte aufzeigen dass sie (Lilith) die Bedeutung scham begriffen hat und eva an dieser scham teil haben ließ, in gestalt einer schlange an einem Apfelbaum verführte sie Eva den Apfel (Frucht der Erkenntnis) zu kosten und auch diese wurde darauf ihrer scham bewusst
    ich sehe den begriff "scham begriffen" eher etwas biologischer
    die scham ist der punkt am Körper wo lust und auch leben entstehen
    zudem habe ich nie verstanden, warum nur Eva bestraft wurde, sie aß zwar den Apfel, war aber daher, dass sie nur ein Teil des Mannes war, vermutlich das kleinere übel, ein Bruchteil aller männlichen Bedürfnisse
    im allgemeinen ist mir Lilith ohnehin lieber als Eva, an beiden wurde ein Exempel statuiert und Adam kam wie immer ohne jegliche mitschuld davon
    lilith hat der Menschheit aus meiner sicht einen großen gefallen getan, denn ohne Evas Erkenntnis über ihre eigene Schamregion würde die Frau als solches heute an jeder strassenecke nach lust und laune und aus reinem trieb heraus überall vom Mann begattet werden, da man sich ja lieben und mehren sollte wie die Paviane

    ich werde die aufgeführten punkte überarbeiten und als neu Version über die alte Version posten, eventuell seht ihr es wenn ich fertig bin und mögt dann darauf zurück kommen
    vielen dank für die Kritik Claudi und auch den text von Mörike, er zeigt mir dass ich auch gerne ausschweifender erzählen darf, um gewisse dinge auszubauen


    Hey Mythenfteund, darf ich versuchen, die Geschichte in Prosa und ohne Namen zu erzählen?
    ich bitte darum

    Gott hat das Paradies gespalten. Er trieb Stamm und Wurzel der heiligen Eiche ins Fleisch (in wessen Fleisch? Lilus/der Erde/der Ersten Menschen?)
    ins fleisch des Baumes indem er ihn gespalten hat, ich sehe an deiner frage dass das so von mir erdachte nicht funktioniert, danke für die Gegenüberstellung


    Die aus einer zweiten Rippe Adams geformte aber Totgeborene wird zur reinen Lust verbannt.
    ich weiß nicht ob ich fehlinformiert bin, soweit ich weiß war Eva die zweite rippe Adams, ihr zuvor kam Lilith die erste Rippe, die aber verbannt wurde da sie sich nicht dem Mann unterwerfen lassen wollte, trotz angeblicher Gleichberechtigung und Gott verwies sie des Paradieses
    Lilith aber hatte Eva noch ein Geschenk zu geben um Gottes plan etwas mehr würze zu geben
    in allen fällen hat Gott vermutlich seine helle Freude dran gehabt, denn ohne ghrund erstellt man keinen Baum der Früchte der Erkenntnis trägt und pflanzt diesen in unmittelbare nähe von hungrigen Primaten die zum fressen und ficken erschaffen wurden, salopp ausgedrückt, sorry


    Sie lebt als Schlange in besagter Eiche. Sie lockt mit den süssen Früchten des Baums (Eichen haben keine süssen Früchte!).
    ja da kann ich nichts hinzufügen, mir war nicht bewusst das Yggdrasil eine Eiche ist, ich sah ihn nur als Baum des Lebens und habe somit die nordische Mythologie hinein gelegt was totaler Humbug ist bei näherer Betrachtung, du hast recht, oder ich hätte mittendrin zumindest näher erläutern sollen dass es nicht der selbe baum ist denn an zerschlagenen Bäumen kann keine Frucht wachsen, und da ich Liliths Geburtsstätte und Apfelbaum sogar im Kontext und in einem satz als den selben genannt habe, ist das sehr klar dass das nicht funktioniert, vielen dank dass du mir das aufgezeigt hast


    Insbesondere versucht sie Adams Gattin zu verführen, damit diese von Gott verstossen wird und zur Strafe fortan nurmehr dem Sex dient.
    nein, nicht die Gattin (Eva) wurde verstossen, Lilith ist die verstossene, sie war es schon als sie im Baum des Lebens lebte, sie ist es auch die der Lust dienen soll, allerdings ist das etwas dass ich zum glück nicht auch noch mit eingemischt habe, denn Lilith und Lilu werden oft auch als Succubus und Incubus aufgeführt, Dämonen die im schlaf über menschen herfallen und sie zu ihrem vergnügen benutzen

    Sie soll zum Mahnmal werden. (Quelle des Blutes = Leid?)
    ich sehe warum du verwirrt bist, ich springe sehr in den Protagonisten hin und her
    eigentlich hatte ich im sinn die strafe gottes an eva darzustellen, der ihr neben der Erkenntnis, die Monatsblutung die vom Mond beeinflusst ist als immerwährende Mahnung ihrer Tat gab, bluten schliesst leiden nicht aus, viele Frauen haben auch körperliche Beschwerden wenn sie ihre regel haben

    Sie wird daraufhin total rachsüchtig und ???? "jeher Saaten der Sünde" ist mMn kein Satz, fehlt ein von oder seit, ohh merkt Claudi schon an.
    ???? verschlingt die Saat der sünde, steht für die Kinder die aus Evas und Adams Liebe hervorgehen.
    sie sind in Liliths Betrachtung mittel zur rache an Gott und die eigentliche Frucht der liebe, die Gott selbst aber Lilith und auch Eva als Ergebnis der Sünde unterjubelt, denn ohne zyklusblutung der Frau gäbe es vermutlich keine Kinder, demnach war es von vornherein Gottes plan dass der Apfel gegessen wird
    wo keine blutung ist, da gibt es auch keine Vermehrung in der Liebet euch Floskel der Bibel

    Ich finde es sprachlich wohlkingend aber bei genauem Hinsehen zu verschwurbelt und es hat (von Claudi bereits aufgezeigte) sprachliche Fehler drin. Die Eiche der nordischen Sage zum Baum der Verführung zu machen, geht für mich nicht auf, weder aufgrund der oben in Klammer erwähnten Fakten, noch aufgrund ihrer Bedeutung als heiliger Baum des Lebens. Gross-/Kleinschreibung alles paletti... geht doch!
    Zum Metrum mische ich mich nicht ein. LG gugol
    ich sehe deine und auch Claudis einwände ein und danke euch beiden für eure konkrete Kritik, ich werde versuchen anhand dieser kritiken den text zu überarbeiten und ihn logischer zu gestalten, was jetzt nicht mehr das Problem darstellen sollte hoffe ich, es wird nur etwas dauern vermute ich, da ich umdenken muss
    ich ging nämlich in falscher annahme davon aus das ein Hexameter nicht mehr als nur Bruchteile einer Erzählung beinhaltet und dass er kurz gehalten werden soll. Claudis Mörike Beispiel zeigte mir dass ich auch ausschweifender im Hexameter sein darf, ich muss nur logischer sein damit man es nachverfolgen kann

    vielen dank euch beiden, ich nehme mir eure Kritik zu herzen und hoffe dass ich ihr in meiner Überarbeitung gerecht werden kann
    lg mythenfreund
    Geändert von Mythenfreund (17.12.2019 um 09:12 Uhr)

  4. #4
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    Hallo Mythenfreund,

    ich bin nicht sonderlich gut wenn es darum geht Kritiken zu schreiben. Man weiß nie, wie der Autor so tickt...
    Auch tue ich mich schwer, weil ich durch meine eigenen Gedanken nicht das geistige Gut des anderen verunreinigen will. Jeder besitzt seinen Stil und ich versuche meine Gedanken immer dahingehend zu äußern, dass es dem anderen evtl. dienen könnte.

    Das Hexameter ist dir recht gut gelungen... Damit will ich sagen, dass ich es nicht besser könnte.
    Den Einwand von Claudi stimme ich zu. Paradies betone ich auch eher trochäisch, für mich zählt aber immer die natürliche Betonung und nur selten schaue ich mal in den Duden. Ich schreib halt nach Gefühl.

    Inhaltlich kann ich nicht viel dazu sagen, es umfasst nicht mein Interessengebiet. Trotzdem lassen sich die Zeilen für mich sehr gut lesen und auch empfinde ich die Satzkonstruktionen für sehr angenehm und gelungen.
    Das Problem beim Hexameter sind ja auch die Silben und die strenge Form und viele Schreiber sind damit überfordert: Adjektive, Partizipialkonstruktionen und eine Menge Füllwörter, dazu kommt noch die komplizierte metrische Vorgabe.
    Bei deinem Werk hingegen wirkt es leichtfällig, das zeugt von Talent und einem sehr guten Gefühl für Sprache.

    Habs gern gelesen! Respekt für die Leistung!

    vlg

    EV

  5. #5
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    Hallo Mythenfreund,

    Yggdrasil ist keine Eiche, wie Gugol das geschrieben hat, sondern eine Esche. Deine Hexas hab ich gelesen, fand sie aber auch relativ schwergängig. Ich hab allerdings keine Probleme mit der Mythenvermengung gehabt, die Begriffe sind mir bekannt. Bin gespannt auf deine neue Version.

    lG

    mp
    Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun Nächte lang, mit dem Ger verwundet, geweiht dem Odin. In mir selbst, an jenem Baum, da jedem fremd, aus welcher Wurzel er wächst. Sie spendeten mir nicht Speis noch Trank; Nieder neigte ich mich, nahm die Runen , nahm sie rufend auf; wieder dann neigte ich mich, neun Hauptlieder lernte ich vom hehren Bruder der Bestla, dem Bölthornsohn; vom Odrörir, dem edelsten Met, tat ich einen Trunk..."
    ........
    whiskey's getting deeper
    and I use it like a moat
    there's a blues man in the distance
    and he's lost inside his note
    ........
    (Savatage)

  6. #6
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    ja richtig, Esche nicht Eiche... da hatte ich das falsch in Erinnerung und wähnte mich zu sicher, um es zu checken. Das Problem mit den Früchten machts aber nicht besser. Sorry trotzdem für die falsche Behauptung. LG gugol

  7. #7
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    ich bin nicht sonderlich gut wenn es darum geht Kritiken zu schreiben. Man weiß nie, wie der Autor so tickt...
    Auch tue ich mich schwer, weil ich durch meine eigenen Gedanken nicht das geistige Gut des anderen verunreinigen will. Jeder besitzt seinen Stil und ich versuche meine Gedanken immer dahingehend zu äußern, dass es dem anderen evtl. dienen könnte.
    alles was Kritik ist hilft mir
    außerdem kann ich mich bei Denkfehlern nicht wirklich verunreinigen lassen, da man mich ja im Endeffekt nur auf sinnfreies hinweist, das ja anhand des textes sogar nachvollziehbar ist
    im schlimmsten fall gibt man mir neue Denkanstöße, wie es sogar der fall gewesen ist
    ich schreibe nicht weil ich sagen will ich habe recht mit dem was ich schreibe, sondern um austausch zu erhalten und meine eigene aufassung eventuell zu erweitern, oder um fragen aufzuwerfen ^^

    Das Hexameter ist dir recht gut gelungen... Damit will ich sagen, dass ich es nicht besser könnte.
    Den Einwand von Claudi stimme ich zu. Paradies betone ich auch eher trochäisch, für mich zählt aber immer die natürliche Betonung und nur selten schaue ich mal in den Duden. Ich schreib halt nach Gefühl.
    ja ich habe den vermeintlichen Kretikus entfernt, da er nicht klar ersichtlich war und sich sehr erzwungen anhörte, ich hatte zu kryptisch und bedeutungsschwanger gedacht vermute ich
    ich kann dein "nach gefühl" schreiben gut nachempfinden und ich tu es auch, allerdings ist davon in einer Überarbeitung nicht mehr viel übrig wenn ich erstmal damit fertig bin, ich will ja auch nicht mein gefühl zum tragen bringen, denn mein gefühl sehe ich als irrelevant, die worte sollen transportieren ich bin nur mittel

    Inhaltlich kann ich nicht viel dazu sagen, es umfasst nicht mein Interessengebiet. Trotzdem lassen sich die Zeilen für mich sehr gut lesen und auch empfinde ich die Satzkonstruktionen für sehr angenehm und gelungen.
    das ist vollkommen in Ordnung, ich danke dir dennoch für deinen kritischen einwurf und deine objektive Betrachtung, vielen dank


    Das Problem beim Hexameter sind ja auch die Silben und die strenge Form und viele Schreiber sind damit überfordert: Adjektive, Partizipialkonstruktionen und eine Menge Füllwörter, dazu kommt noch die komplizierte metrische Vorgabe.
    Bei deinem Werk hingegen wirkt es leichtfällig, das zeugt von Talent und einem sehr guten Gefühl für Sprache.

    Habs gern gelesen! Respekt für die Leistung!
    erneut danke schön


    hallo MimusPolyglotos

    Yggdrasil ist keine Eiche, wie Gugol das geschrieben hat, sondern eine Esche. Deine Hexas hab ich gelesen, fand sie aber auch relativ schwergängig. Ich hab allerdings keine Probleme mit der Mythenvermengung gehabt, die Begriffe sind mir bekannt. Bin gespannt auf deine neue Version.
    ich mag es eigentlich auch Mythen zu vermengen, aber vermutlich kann es auch Zuviel des guten sein, ich möchte ja schon dass man mir im Ansatz etwas folgen kann

    Yggdrasil ist der weltenbaum und gehört eher zur nordischen Sagenwelt, mit dem Symbol der schlange die ihren eigenen schwanz frisst um Unendlichkeit zu symbolisieren
    dahingehend mag ich dein zitat, der den Yggdrasil wohl zur Grundlage hat?
    neun nächte, neun hauptlieder, wieviele götter gibt es eigentlich genau neben Odin, Thor, Hel etc? sind es neun? dann sehe ich die Verbindung der neun lieder zu den besungenen taten der neun götter, ist aber nur eine Vermutung
    dein schreibstil ist sehr interessant und wirkt sehr stilsicher, da er sich in Sprachgebrauch und Bebilderung sehr im Thema wieder gibt, es wirkt authentisch
    eventuell widme ich dem Yggdrasil oder der nibelschlange? weltenschlange mal separat ein eigenes gedicht, oder sogar Hexameter, wenn ich sicherer bin...
    ob eiche oder esche, eigentlich hatte ich das nicht einmal im sinn, ich wollte tatsächlich einen Apfelbaum konstruieren und habe es versemmelt aber zum glück gibt es aufmerksame Leser und Kritiker die mir fehler aufzeigen und helfen mich eventuell gedanklich um zu orientieren und mir einen guten grund geben mich aufs neue mit meinem text auseinander zu setzen
    der Halub ist jetzt Allgemein gültiger da er keinen bestimmten Baum darstellt, er steht für jede art baum, ich finde das ist eine gute lösung ^^
    vielen dank für dein Interesse an meinem Hexameter


    ja richtig, Esche nicht Eiche... da hatte ich das falsch in Erinnerung und wähnte mich zu sicher, um es zu checken. Das Problem mit den Früchten machts aber nicht besser. Sorry trotzdem für die falsche Behauptung. LG gugol
    kein Problem, der Hauptfehler lag ja bei mir...ich sollte eingängiger recherche betreiben bevor ich mich an ein Thema setze das mir nur flüchtig bekannt ist. mich fasziniert nur im grunde alles was mythologische hintergründe oder ansätze hat

    vielen dank für eure antworten
    lg mythenfreund

  8. #8
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    Hallo Mythenfreund,

    sorry, wenn ich den Eindruck erweckt habe, das Zitat sei von mir. Zuviel der Ehre etc. Es ist aus der Edda (Odins Runenlied) nach Karl Simrock. Die neun bezieht sich auf die neun Welten. Götter gabs mehr.

    Ich hab mal irgendwo gelesen, dass der biblische Apfelbaum ein Granatapfelbaum gewesen sein soll. Aber weil man mit dem Gewächs in unseren Breiten zu Zeiten der Christianisierung nix anfangen konnte, habe man einen Apfelbaum auf die Sage gepfropft

    lg

    mp

    mit dem Symbol der schlange die ihren eigenen schwanz frisst um Unendlichkeit zu symbolisieren
    Das ist aber kein spezifisch nordisches Symbol, den Ouroboros kannten schon die alten Ägypter
    Geändert von MimusPolyglotos (17.12.2019 um 14:41 Uhr)
    ........
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  9. #9
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    Hallo Mythenfreund,
    ich habe überhaupt nichts gegen die Vermischung von Mythen, wenn dahinter die Absicht steht, einen neuen Mythos zu schaffen.
    Aber jetzt zu zwei Kleinigkeiten: Da ich selbst nachweislich am Rande des Paradieses geboren wurde (Du glaubst es nicht, aber in Jena, meiner Heimatstadt, gibt es nachweislich an den Ufern der Saale ein Paradies), muss ich Claudis Sprechweise unterstützen:
    Da ich geboren wurde inmitten von Rosen, die blühend
    unser Jenenser Paradies zum Garten Edens erkoren,
    gebe ich kund und zu wissen, dass Lilith nimmer aus biegsamer
    Rippe geformt, schon gar nicht aus meiner, das Leben erlangte.
    XxxXxXxxXxxXxxXx
    XxxXxxxXxXxXxxXx
    XxxXxxXxxXxXxxXxx
    XxxXxXxxXxxXxxXx
    Das mag, streng betrachtet, die Vollkommenheit Deiner Hexameter unterbieten, aber eines ist gewiss: Paradies ist kein Paradies, , sondern anapästisch ein Paradies und Lilith (da musst Du mal in die jüdischen Quellen schauen) wurde nicht aus einer Rippe Adams gebastelt, denn es heißt (ich zitiere aus meiner Erinnerung): Und Gott schuf den Menschen, als Mann und Frau schuf er sie nach seinem Ebenbilde. Das Ding mit der Eva - die schuf er, nachdem Lilith auf und davon war und Adam eine Gehilfin brauchte.
    Gruß,
    Festival

    PS.
    Freund der Mythen, sag wohin bist Du entschwunden? (XxXxXxXxXxXx - kein Hexameter, nur sechs Trochäen)
    Geändert von Festival (19.01.2020 um 08:08 Uhr)

  10. #10
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    hallo Festival

    mir ist der biblische Konsens schon bewusst, nur wollte ich die Entstehungsgeschichte etwas verrücken bzw bewusst auseinander zerren, auch wenn der Vater von Lilith der Dämon Lilu gewesen ist, war doch Gott im Vorfeld der Schöpfer auch dieser beiden Kreaturen, wenn man der Bibel "Glauben" schenken darf
    ich stelle einfach dreist die Vermutung auf, das Lilu so etwas wie der erste Adam gewesen sein könnte und Lilith seine Tochter.
    die Frage ist viel mehr, woher kommen beide Männer, wenn nicht im Vorfeld eine Geburt zustande kam? und wer gebar Lilith, wenn nicht eine Rippe von Adam dafür herhalten durfte?
    und wieso kam Gott die Idee der Fruchtbarkeit erst nach Evas fehltritt? Waren für Gott kleine Kinder ein Mittel zur Bestrafung?
    Lilith war zudem schon vorab in der Lage Kinder zu gebären und war vor Eva bereits weiblich.

    das erschaffen aus einer Rippe Adams darf man hier nicht zu wörtlich nehmen, das Augenmerk liegt eher auf der Tatsache dass sich Gott den lieben Adam als Ebenbild geschaffen hat, die Eva aus einer Rippe von Adam schuf und den Stempel des Eigentums des Mannes den er Eva aufdrückte auch Lilith aufdrücken will, doch sie beugt sich nicht und versucht Eva die Augen zu öffnen, woraufhin Gott beide bestraft.
    Liebet und "Mehret" euch war demnach aus meiner Auffassung von Anfang an nicht geplant.

    Das Ding mit der Eva - die schuf er, nachdem Lilith auf und davon war und Adam eine Gehilfin brauchte.
    Gehilfin hast du nett gesagt
    wozu sollte eine Frau dem lieben Adam helfen, wenn sie zeugungsunfähig geschaffen wurde und erst mit dem verzehren des Apfels zur Regelblutung "bestraft" wurde?
    und wo ist es eine Bestrafung leben erschaffen zu können ohne Adams Rippe oder aus Erde geformt zu werden wie es Adam angeblich wurde?
    der Mann wurde in dem Moment von Evas Erkenntnis nur noch zur Zeugung nützlich, einen anderen nutzen gab es ab dem Apfel nicht mehr.
    das Leben wurde danach nur noch in der Frau gebildet und sie war damit gewissermaßen Gottgleich

    Gott und Inanna sind im Glauben vielleicht die selben Götter? Ich glaube nicht daran dass es dutzende verschiedene Götter gibt, ich gehe davon aus dass es nur einen Gott gibt, dieser aber in jeder Kultur anders benannt wird weil er aus Menschlichem Egoismus zur Vertretung des eigenen Sinnbildes herhalten darf und sein Name in jeder Kultur anders zur Manipulation des schwachen Menschen nutzbar gemacht werden kann, von Menschen in Machtpositionen
    jede Religion erfindet sich seinen eigenen Gott welcher dem Menschen unter Strafandrohung irgendwas irrwitziges verspricht

    zudem hat apfel im bezug auf "Adamsapfel" oder "Mensch-malus" nicht nur den baum sondern auch das böse in sich, ein Mensch (Adam) mit Apfel (malus) ziert den Mann als bösen Menschen
    ich weiß dass das weit hergeholt klingt aber es ist die einzige stelle in der im gedicht ein Apfel im bezug zum Menschen überhaupt auftaucht, die Frucht der Erkenntnis wird nicht als Apfel genannt.

    Freund der Mythen, sag wohin bist Du entschwunden? (XxXxXxXxXxXx - kein Hexameter, nur sechs Trochäen)
    ich lese und schreibe hin und wieder, mir wurde der spaß lustigerweise irgendwie genommen, war wohl Zuviel des guten
    mal sehen, eventuell ändert sich das wieder, aber ich halte mich lieber einfach etwas zurück und mache mir Gedanken über meine Art des kommentierens/kritisierens und diskutierens

    lg mythenfreund

    ps: es wäre schön wenn du dich auf die überarbeitete Version einlassen könntest
    die original Version steht nur darunter um zu zeigen was bereits geändert wurde
    mir ist die Betonung von "Paradies" im Hexameter als zu ungenau bewusst geworden

    Das mag, streng betrachtet, die Vollkommenheit Deiner Hexameter unterbieten
    das Lob rahme ich mir ein und hänge es mir an die Wand
    Geändert von Mythenfreund (19.01.2020 um 18:31 Uhr)

  11. #11
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    Hallo Mythenfreund,
    ich nehme den z.Zt. gültigen Bibeltext, und da heißt es zur Erschaffung der Menschen:

    Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen. Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.
    an späterer Stelle.
    "Da formte Gott, der HERR, den Menschen, Staub vom Erdboden, und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen."
    und weiter:
    "Dann pflanzte Gott, der HERR, in Eden, im Osten, einen Garten und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. 9 Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und köstlich zu essen, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
    Kommen wir zu "meiner" hübschen Benennung Evas als "Gehilfin":
    "Dann sprach Gott, der HERR: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm ebenbürtig ist.
    und weiter:
    "Da ließ Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. 22 Gott, der HERR, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. 23 Und der Mensch sprach:
    Das endlich ist Bein von meinem Bein / und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie genannt werden; / denn vom Mann ist sie genommen.
    noch später, nach dem Sündenfall:
    "Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva"
    Bis dahin ist übrigens von "Apfel" oder "Granatapfel" keine Rede. Ich beziehe mich auf die revidierte Einheitsübersetzung 2016, der offiziellen Bibelübersetzung der Katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum.
    Von Lilith, der ersten Frau Adams wirst Du in der Bibel (auch der Lutherbibel) nichts finden. Da musst Du schon tiefer graben. Sicher ist, dass Lilith nicht aus einer Rippe geformt wurde.
    Diese Unstimmigkeit (u.a.) hatte ich bemängelt.
    Gruß,
    Festival

  12. #12
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    334
    Im hebräischen Alten Testament und einigen modernen christlichen Übersetzungen findet sich Liliths Name. Wo Martin Luther überhaupt keine Lilith gekannt hatte, wird sie in der Einheitsübersetzung in der Textstelle Jesaja 34,14 erwähnt: „Wüstentiere treffen auf Hyänen, Bocksgeister begegnen einander. Ja, Lilit macht dort Rast und findet für sich einen Ruheplatz“

    Über Lilith selbst wird hier weiter nichts ausgesagt, als dass ihre Heimat die Wüste sei. Übersetzt wird diese Textstelle mannigfaltig, so kennt die Septuaginta das Wort Lilith nicht und schreibt stattdessen Hexapla und Vulgata bzw. Lamia. In anderen Übersetzungstraditionen werden die übrigen Wüstentiere der Aufzählung durch Geister- und Dämonennamen wiedergegeben. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Liliths in der großen Jesaja-Schriftrolle vom Toten Meer, abweichend zu den masoretischen Texten, und auch im Targum Jonathan jeweils im Plural stehen.
    das steht in Wikipedia
    und Vulgata ist eine Form der Nennung Evas oder Heva

    Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich!
    in deinem Zitat spricht Gott von "Uns", also im Plural
    das heißt es war auch in deiner Fassung nicht nur ein Gott an der Mensch werdung beteiligt, aber Gott leugnet dies später indem er vom Menschen verlangt nur an ihn zu glauben und an keinen Gott neben ihm


    Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.
    an späterer Stelle.
    "Da formte Gott, der HERR, den Menschen, Staub vom Erdboden, und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen."
    der text spricht von zwei schaffensphasen aus meiner sicht heraus
    die Zeitspanne dieser schaffensphasen wird überhaupt nicht deutlich, was auch Experimente nicht ausschliesst, denn was ist einem Gottwesen ähnlicher als ein Mischwesen? und was hindert Gott daran den menschen nicht aufgrund von einem oder mehreren vorangehenden fehlversuch/en beschneiden zu wollen und ihn somit gehorsamer zu machen?

    bei dir erschuf er sie beide bereits, formte ihn dann aber nochmals aus erde und gab ihm leben
    wenn es sich nicht um zwei schaffensphasen handelt, wozu dann die erneute Wiederholung des erschaffens?
    im ersten versuch ist die rede von mann und frau, im zweiten versuch ist die rede von nur einem Menschen und Mensch heißt übersetzt auch Adam
    aber Adam alleine war langweilig

    wusstest du das Adam (Mensch) 930 jahre alt war bevor er wieder zur Erde wurde aus der man ihn formte?
    von Evas alter ist da keine Erwähnung, allerdings wird klar dargestellt das Adam sich als erster Mensch ausschliesslich mit seinen eigenen Töchtern weiter paarte und alle unsere vorfahren somit den selben Ur-vater (Adam) hatten
    ich finde die Vorstellung reichlich krank und der daraus resultierende Behinderungsgrad müsste uns eigentlich alle zu fleischigen gen-klumpen deformiert haben
    oder gab es vielleicht mehrere Paradiese und somit auch andere Gen-pole in der Entstehungsgeschichte des Menschen?

    das Lilith nicht aus einer Rippe geformt wurde weiß ich, aber ich fand die Annahme dahingehend den Leser das glauben zu machen sehr spannend, außerdem passte es, alleine um Verbindung herzustellen zwischen Adam (Mensch) und Lilith (Frau, Geisterwesen und Succubus- Dämon, oder Lamia = schlangen/menschhybride)
    wenn Adam sich innerhalb der eigenen Nachkommen weiter vermehrt hat, wird ihm auch eine Dämonin kein Hindernis gewesen sein, eher eine willkommene Abwechslung bei seinem 930 jährigen Langeweile Duktus
    was hätte Adam gemacht wenn er keine Frau als Zeitvertreib bekommen hätte? sich 930 jahre lang nur am Pimmel gespielt oder sich mit den Tieren gepaart bis ihn die erde zurück holt?

    in meinem text sucht man die Logik, aber die Bibel wird als wahrheitsnorm rezitiert, dabei ist diese sogar unlogischer als mein text
    aber vielleicht findet in ein paar Millionen jahren jemand dieses gedicht und dichtet ihm mehr Bedeutung zu und spricht dann von nachüberlieferung und dem Buch Mythenfreund in Psalmen und Versen und glaubt was er glauben will

    lg mythenfreund

  13. #13
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    Die Bibel ist nicht unlogisch, jedenfalls nicht aus den von dir genannten Gründen (ausserdem geht es nicht darum, sie als naturwissenschaftlichen Bericht zu lesen oder um die Frage, was geglaubt wird, was dir als Freund der Mythen keine Probleme machen sollte), sondern mit deinen Behauptungen zeigst du einmal mehr, dass du über Themen laberst, von denen du keine Ahnung hast. Weder geht es um mehrere Schöpfungsversuche, noch um mehrere Götter, sondern um ZWEI historisch weit auseinanderliegende SchöpfungsBERICHTE, jenen des sog. Jahwisten (Entstehungszeit umstritten, mglw 9. J.h. v. Chr.) und um den Anfang der Priesterschriften (6. J.h. v. Chr.). Die beiden Texte sind in den heute verwendeten Bibelübersetzungen vermischt und unterscheiden sich logischerweise inhaltlich, allein aufgrund der kulturellen Entwicklung der Menschen, die sie aufschrieben. LG gugol

  14. #14
    Registriert seit
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    hallo gugol
    wenn du eine religions Diskussion möchtest, mach das bitte in einem extra faden auf meinem rücken, danke

    die Schöpfungsgeschichte ist interpretationssache
    wie bei allem was auf Papier von Menschenhand geschrieben wurde und manipulativen Hintergrund hat
    für mich ist die Bibel unlogisch aus vielen gründen
    und mein gedicht ist ebenso wenig naturwissenschaftlicher nachweis oder bericht, es ist ein Hexameter
    und in einem gedicht darf ich Begebenheiten vermischen um einen Effekt zu erzielen

    das ich vom Thema keine Ahnung haben soll und nur laber ist eine haltlose Behauptung
    und ein Gegenbeweis beruht auf deiner eigenen Auslegung biblischer Schriften
    was deine Auslegung nicht wahrhaftiger macht als mein gelaber

    diese weit auseinander liegenden Entstehungsgeschichten haben dennoch den Menschen im Mittelpunkt und einen Gott der sich und seine mannigfaltigen Erscheinungen (gemeinhin auch als geistige Schizophrenie bekannt) als Elohim (Hoheiten) benennt
    mich wundert viel mehr das menschen für alles immer beweise brauchen, aber an etwas glauben können ohne es gesehen zu haben und sogar darauf schwüre leisten können und im zweifel sogar in seinem namen töten und das schon seit Urzeiten

    Überlieferungen können sich nicht unterscheiden, jede Veränderung einer originalschrift wäre vom verfasser geleitet oder fehlinterpretiert, oder manipuliert, das hat aber immer einen tieferen zweck der auf die masse abzielt

    ich brauche auch kein kirchhaus um beten zu gehen und Kirchensteuern weil Gott es so will, oder einen Ehebund eingehen weil ich dadurch steuerliche Vorteile erhalte, noch muss ich den Namen meines Partners annehmen um mich ihm/ihr in liebe verbunden zu fühlen
    Gott ist in mir und um mich herum wenn ich ihm glauben darf, dazu benötige ich keine ethnische Zuweisung auf papier die mich als glaubend ausweist, nur weil ich glauben soll wie jeder andere

    aber alles in allem ging es nicht darum die Bibel richtig zu stellen, sondern darum ein gedicht zu schreiben
    das gedicht scheint nebensächlich geworden zu sein, egal wie gut es handwerklich umgesetzt wurde
    meine sogenannte Dummheit steht mal wieder im Vordergrund
    vielen dank dass du mich aufgrund deines Unverständnisses hin reduzierst
    lg mythenfreund

  15. #15
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    Mit dir lässt sich nicht diskutieren. Wenn du die in der Theologie (ich spreche dabei von der wissenschaftlichen Disziplin) unbestrittene Entstehungsgeschichte der Schöpfungsberichte als "meine Interpretation" bezeichnest, bin ich rat- und sprachlos. Auch machst du gleich zig Fässer auf mit Ehebund und Kirchensteuer und Glaube blabla, wo ich nur zwei Punkte aus deinem(!!) vorangehenden Beitrag aufnehme. Es war ein Fehler, mich nochmal auf etwas von dir einzulassen. Ende Schluss Punkt...
    Geändert von Gugol (20.01.2020 um 06:47 Uhr)

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