Im Alter wird immer deutlicher, dass der Körper nur eine Hülle ist. Er klammert sich an den Geist wie ein überreifer Apfel, der nicht zu Fallobst werden will. Doch auch der Geist ist geschrumpft und verdorrt. Er kugelt hilflos im Körper herum. Die Gedanken verwirren sich, wenn zum Beispiel der Geist in der Hüfte weilt. Oder sich im linken Fuß befindet, dessen krallenförmige Zehen es nicht abwegig erscheinen lassen, dass aus den Schulterblättern bald Flügel wachsen.
Während ich die Stufen zum Keller hinabsteige, folgt mir das Seelengeklapper. Spinnweben bleiben wie verloren geglaubte Erinnerungen an mir kleben. Ich stelle die Kerze in die Ecke und entkleide mich komplett. Dann lege ich mich in die Kohlen und lasse mir ihr schwüles, dreihundert Millionen Jahre altes Sumpfwälderepos auf die Haut stenografieren.