Thema: Mehr als nur

  1. #1
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    Mehr als nur

    Ich sitze die Furcht aus
    mir wächst eine Brücke
    über die Zeit
    die nichts mehr wollende
    Stille, als ob ich
    die Welt regierte
    mit dem Zepter des Schweigens
    im Sitzen am längeren Hebel.
    Geändert von Hoya (03.01.2020 um 04:10 Uhr) Grund: Vorschlag Ferdi
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

  2. #2
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    Warum dünkt es dich nur. weil die Furcht realer ist als sie darstellbar sein möchte? Oder ist das wieder mal die Angel ins Selbst gehalten und schauen welcher Fisch diesmal anbeißt, um der Zubereitung mal was abzugewinnen?
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Ja, kann sein. Das ist der Punkt an dem sich die Seele kurz im Niemandsland befindet, bevor sie sich angstfrei wahrnimmt. Aber, eine gute Idee: Ich könnte das "dünkt" ganz weglassen; andererseits, so bin ich nicht!

    Deinen zweiten Satz versuche ich noch zu verstehen. Du meinst also, in sich hineinhorchen und was(?) jenseits von Angst und Nicht-Angst, um die es hier geht, herausfischen? Ich weiß, dass ich in diesem Fall mit Schweigen am längeren Hebel sitze, doch damit regiere ich noch nicht die Welt - vielleicht kurz die meinige/seinige/unsrige (bezogen auf das Gedicht), und das ist ein Hochgefühl, verglichen mit der vorangegangenen Angst.

    Vielleicht willst du damit aber auch nur eine eventuelle Abneigung gegen Gefühlsduselei ausdrücken; es hört sich etwas abwertend an (so gut kenne ich dich noch nicht und kann es nur vermuten).

    Und warum "wieder mal"? Tut man das allgemein oder meinst du explizit mich (in anderen Gedichten)?

    Danke für das Kommentieren und Anregen!
    Geändert von Hoya (01.01.2020 um 10:57 Uhr) Grund: Ergänzung
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

  4. #4
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    Die Furcht davor dass kein Fisch anbeißt, weil das erfolglose Angeln ja noch nicht ganz ausgestorben ist.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Mensch, Terrorist, warum muss ich auch so an der Angel ziehen, damit ich eine verständliche Antwort von dir bekomme?!

    Du meinst also, ich halte die Angel in mein Selbst (d.h. ich versuche ein Gedicht zu schreiben, ob nun über mein Inneres, die Natur oder sonst was) in Erwartung eines Fisches, der anbeißt - was meistens erfolglos ist? Tut das nicht jeder hier - dich eingeschlossen? Natürlich stürzen sich die "Fische" auf die außergewöhnlich guten Gedichte oder auf die ganz schlechten. Im Grunde genommen beschreibst du mir nur das Selbstverständliche hier in diesem Forum. Da bin ich etwas enttäuscht! Vor allem aber sollte man - auch wenn das Gedicht nicht so deutlich ausspricht, welcher Art die Furcht ist - zumindest soviel entnehmen können, dass es nicht die Angst ist, keinen hier anzusprechen. Auch schreibe ich von "nichts mehr wollender Stille" -das schließt Anerkennung ("Anbeißen") ein.

    Es ist eine Furcht auf der Beziehungsebene, und es geht um einen Reifungsprozess und eine Erkenntnis. Ich würde mich, Terrorist, um ein konstruktives Feedback freuen!

    ***
    Danke, Ferdi, freut mich! Ich werde was Passenderes suchen. Aber mir wird allmählich klar, dass ich oft und auch gerne Eckiges und Querstehendes (sogar Misstönendes und Stumpfes) in meine Gedichte einbringe, was natürlich (oder nicht natürlich??) nicht förderlich ist, und nur wiedergibt, wie sich das LI in dem Moment fühlt. Aber hier kann das "dünkt" auf alle Fälle weg, es stört!

    Liebe Grüße!

    PS: Oder:
    "Stille, ich fühle
    ich regiere die Welt ..."
    Geändert von Hoya (03.01.2020 um 04:20 Uhr)
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

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