1. #1
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    Ahab, Sonnenjäger

    O, du mein flammendes Verhängnis!
    Das Schicksal hat uns unglücklich vereint
    Am Himmel ziehst du deine Bahn, so feige in sichrer Höh
    Spottest Hitze auf mich, ich nehm´s persönlich dir
    Wie oft hast du mich fast, zum verdursten gebracht...
    Wie lange mir schon die Haut verbrannt...
    Zum Hohne noch, mich tättowiert mit braunen Flecken!
    Den Knochenspeer trag ich bei mir
    Meine rechte Faust sei mit ihm verwachsen
    Auf das der Griff kein Bar an Kraft verliere
    Pfählen werd ich dein Haupt
    Das Licht aus dir ausbluten lassen
    Die Sande um mich, sollen schmelzen
    Bis ich dich lösche
    Mit allen salzigen Wassern der Welt ertränke
    Nicht länger mehr steh ich unter dir
    Und erdulde deine feuerige Macht
    Schwere Ketten sollen dich umfassen
    Stramm dich an mich binden
    Lebendig ziehe ich dich ins Grab hinab
    Bis dein Feuer erstickt ist im Sande
    Eine kalte Steinkugel unter den Sohlen
    So will ich dich wissen
    Und tausend Sterne triumphierend
    Über mir am Himmel leuchten

    -Horus spricht zu Ahab-

    Ach, alter Mann! Was plagst du dich?
    O, du törrichter Narr! Eines Menschen vollen Wesens!
    Ist dein Leben nicht so schon schwer genug?
    Bist du nicht schon längst erblindet...
    Vom vielen in die Sonne starren?
    Und müde ständig deinen Worten gehör zu schenken?
    Hast du sie erst getötet, sag mir was dann noch bleibt...
    Zufriedenheit... Glückseligkeit... nein, nur Dunkelheit
    Lose ist der sandige Boden auf dem du gehst
    Bleib stehn, lass mich dir helfen
    Loszulassen, von der Krone deines Hasses
    Den Stöpsel hab ich dir gezogen
    So der Sand zerfließt im Boden
    Wehr dich nicht, der Sog behält sein Recht
    Dort zieht er dich, in den Höllenpfuhl hinein
    Bei den anderen Verdammten
    Sollst du dort im Bunde sein
    Für eine ganze Ewigkeit

  2. #2
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    87
    Hallo Lucy!

    Da ist manches starke dabei, das aber nicht wirklich wirken kann, weil so vieles andere, das schwach ist, den Blick verstellt. Auch der Tonfall wirkt eher parodistisch durch das völlige "Überdrehen". Hier wäre wirklich weniger mehr, und ich fände es spannend, eine deutlich kürzere, aufs Wesentliche beschränkte Fassung zu vergleichen.

    Gruß,

    Ferdi

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