1. #1
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    Auf meinem Schreibtisch (ein noch viel einfacheres Gedicht)

    So viele Bücher auf
    meinem Schreibtisch

    Carson McCullers
    Das Herz ist ein einsamer Jäger
    die Negative Dialektik
    von Theodor W. Adorno
    der Wanderführer
    Taunus und Mittelrhein
    Ein Kochbuch
    Ein dickes Berlin-Buch
    drei Sparbücher

    Und noch im blauen Schutzumschlag
    ein schmaler erst kürzlich
    antiquarisch erworbener Band
    mit Gedichten
    (Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!
    Wie gut, dass sie am Sterben teilhaben
    )
    von Günter Eich
    die Botschaften des Regens

    Doch wie ich die Verse
    zu lesen beginne
    steht unversehens
    im Fenster die Sonne.
    Geändert von Onegin (16.01.2020 um 12:49 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  2. #2
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    Hallo Onegin, das mag ich sehr, um nicht zu sagen, dieses liebe ich, die schlichten sind magisch, sie machen die Wirklichkeit wahr,
    merci für dieses,
    sf

  3. #3
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    Hallo saegefisch,

    vielen Dank für deinen freundlichen und liebenswürdigen Kommentar. Vielleicht sollte ich ihn ausdrucken und neben meine Tastatur legen in die Nähe des Bandes mit den Eich-Gedichten .

    Das Wort "magisch" hat mir natürlich sehr gefallen, aber es steckt in beiden Einfach-Gedichten dasselbe Kalkül. Alltagsgegenstände aus der Welt des LI werden aufgerufen und so neu zusammengestellt, dass sie interessant werden. Indirekt ergibt sich damit eine Aussage über das LI selbst. Da wäre noch viel möglich. Warum nicht etwa ein Gedicht über einen Zahnputzbecher schreiben oder das Schmink-Set der Partnerin?

    sie machen die Wirklichkeit wahr
    . Auch diese Äußerung gefällt mir gut. Weder nehmen wir, verblendet von der Bewandtnis, die sie für uns haben, diese Alltagsgegenstände wirklich wahr noch realisieren wir das Universum von Bedeutungen, in das sie eingebettet sind. Das Gedicht kann solchen Bann brechen.

    So dacht ich
    Gruß Onegin .-)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  4. #4
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    ja

    beste Grüße,
    sf

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