"Aber jetzt erst mal wieder hier raus, ich hab vorhin den Priem ins Schließloch geklebt, so dass das Türschloß nicht einschnappen kann" worauf Bertram am Türgriff zog, ihn dann drehte und wieder zog, ... "die Tür geht nicht auf, wir sind hier eingesperrt" . " Ich dachte ich hätte das Schloß mit dem Priem blockiert, hat wohl nicht geklappt". "Was jetzt Heinrich ?"
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"Heinrich heißt du also, bärtiger alter Mann. Extrem interessante Geschichte die du da erzählst. Jedoch bin ich mir sehr unsicher ob das Erzählte alles war ist. "
" Hab ich doch gesagt, ... keiner glaubt mir. Es ist sinnlos weiter zu erzählen."
Weil ich ihm gerne weiter zuhören wollte musste ich wohl besser meine Zweifel außen vor lassen.
Ich lud ihn ein mit mir zu kommen um sich aufzuwärmen und andere wichtige Tätigkeiten zu verrichten.
Der Bärtige, also Heinrich, klappte sein Zeug ein und schob es hinter einen Brückenpfeiler. Nur ein kleines Bündel nahm er mit.
"Ich nehme deine Einladung an" sagte er und wir gingen die kurze Strecke zu mir nach hause.
Während er badete kochte ich Tee und schmierte für uns einige Brote. "Kann ich deinen Rasierer benutzen ?" rief er durch die geöffnete Badtür und eine dicke Dampfwolke strömte in den Flur.
"logisch, kein Problem, Kamm und Schere sind in dem Schubfach unterm Spiegel"
Ich deckte also den Tisch und wartete bis der Tee fast kalt war im Wohnzimmer.

Da stand er nun vor mir, noch fremder als schon zuvor, nur mit einem Handtuch vor seiner Intimität. ...Richtig, er konnte ja frisch gebadet nicht wieder in seine , sagen wir mal getragene, Wäsche steigen.
"Warte kurz, ich bring dir was. Wenn du willst kannst du dein Zeug in die Waschmaschine stecken oder erst mal in der Wanne einweichen".
Als wir beim Abendessen saßen schaute ich mir den Kerl erst mal richtig an. Er hatte von seinem Bart nur ein schmales , langes Bärtchen am Kinn übrig gelassen. mit seinen buschigen Augenbrauen und dem Schulterlangen Haar sah er aus wie ein wohl situierter Herr aus einer früheren Zeit. Vor allem sah er jetzt nicht mehr wie ein alter Mann aus. Ich schätzte ihn auf Mitte 40ig.

"Bist du eigentlich müde Heinrich ? Ich weiß es ist schon Mitternacht aber ich würde dir gerne weiter zu hören". " Glaubst du mir denn inzwischen ?" " Ja, tatsächlich glaube ich dir deine Geschichte. Aber um sie zu verstehen müsste ich mehr hören". "OK, mein Freund."
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Wir standen also wie perplex vor der Kammertür und kamen nicht heraus. " Jetzt müssen wir hier eine ganze Woche warten bis der Vormund wieder reinkommt. Ich hab jetzt schon Hunger Heinrich".
" Na ja, verhungern müssten wir nicht. Wir haben ja noch den Gürtel", "und die Silberlinge, komm lass uns abhauen".
Dieses Mal stellten wir, nach dem wir den Gürtel um unsere Leiber gelegt und fest geschnallt hatten, den Schnallenschalter auf die dritte Stellung. Kurz darauf lichtete sich wieder ein nebeliger Schleier und wir standen vor einem Stadttor das sich in einer riesigen Mauer aus Feldsteinen befand. Hinter uns 100 m weißer Sand und ein Meer. Einige mittelgroße, abgetakelte Schiffe standen an langen Seebrücken und weiter draußen lagen große Segler vor Anker.
Wir überlegten kurz , aber was konnte uns schon passieren, im Notfall könnten wir uns ja mit dem Zaubergürtel aus dem Staub machen.

"Wer da ?!" rief die Stimme eines Wächters hinter dem Holztor. " Freunde sind hier, ... der Herzog Bertram und ein Graf Heinrich !"
Es tuschelte drin ein wenig hin und her, doch dann öffnete sich das Tor. Einer der Wächter begleitete uns zum Wachhabenden. Dieser machte sich über unser junges Alter lustig aber als wir ihm einen Silberling gaben ließ er uns in die Stadt. " Noch eine Frage Herr, ...wie heißt eure Stadt ?"
" Das wißt ihr nicht ? Ihr seit in Dawhat Matrah, die Stadt des Sultans Said ibn Taimur"