1. #1
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    Der Federboa Stier

    Die Kuh in ihrem Vogelnest
    schreit Kuhkuck und steigt munter,
    wobei sie dieses Nest verlässt,
    vom hohen Ross herunter.

    Der Habicht blökt: "Das gibt’s doch nicht!",
    und hebt bewegt den Rüssel
    "Das habich ja noch nie gesehn!"
    ein Sprung springt in die Schüssel.

    Die Schlange hüpft auf einem Bein,
    zum Federboa– Stiere,
    Die Weinbergschnecke weint zum Wein
    beim Karneval der Tiere.
    Geändert von Anjulaenga (12.02.2020 um 00:49 Uhr) Grund: Verbesserungsvorschlag leuchtendgrau

  2. #2
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    Du kannst doch nicht alles immer so realistisch darstellen. Sonst verursachen die Zeilen noch den Wunsch nach etwas Abwechslung um nicht immer dasselbe lesen zu müssen. Du hättest ja zum Karneval der Tiere mal die Verkleidung weglassen können, und wir hätten merken müssen welches Tier sich durch die ganze Veränderung am meisten resistent gegen Willkür gezeigt hätte. Also wie man es wo und wann am wenigsten glaubt.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Das ist ein berechtigter Hinweis, lieber Terrorist.
    Also ich glaube, wenn man es am wenigsten glaubt, wäre es am besten, zuallerst die Tiere wegzulassen, damit sich uns die dahinterstehende resistente Willkür überhaupt offenbaren kann. Und erst dann kann meinetwegen auch die Verkleidung wegbleiben, damit der nackte Wunsch auf Veränderung und Abwechslung entstehen kann,
    was meinst du?
    L.G.A.

  4. #4
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    Lieber Anjulaenga,

    das ist ja ein Durcheinander! In so einem Chaos fühle ich mich gleich wohl...

    Mir schwant, der Schwan wird auch schon wild,
    kein Ele fand er gründelnd.
    Er hebt die Kröten auf ihr Schild,
    die Panzerkräfte bündelnd.

    Zwei Kleinigkeiten noch:
    - das zweite "schreit" könnte man durch ruft, kreischt etc. ersetzen
    - Kuhkuck als Ruf der Kuh fände ich auch spaßig

    Liebe Grüße,
    Stefan
    Humorvolle Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  5. #5
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    Lieber plotzn,

    danke für deine originelle Replik.
    nebenbei wurde die Kleinigkeiten beseitigt, war doch ne Kleinigkeit
    L.G.A.

  6. #6
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    Hallo Anjulaenga,

    bitte entweder Federboastier oder Federboa-Stier.
    Und auch nicht mit Gedankenstrich und Leerzeichen dazwischen, wie bei deiner Pluralversion in der letzten Strophe.
    Danke.

    Gruß,
    leuchtendgrau
    Geändert von leuchtendgrau (31.01.2020 um 23:36 Uhr)

  7. #7
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    Liebes leuchtendgrau,
    Hatte zunächst etwas länger hinstieren müssen, um zu begreifen. " Stiere" ist hier nicht als Plural, sondern als Ausdruck dichterischer Freiheit gemeint. Habe dem Stiere jetzt ein Leerzeichen weggenommen, damit seine Federboa besser zur Geltung kommt. Danke für den kritischen Blick, A.

  8. #8
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    Okay, Einzahl.
    Trotzdem lese ich da immer noch "Federboa – Stiere" statt "Federboa-Stiere".
    Aber ist natürlich dein Gedicht und da darfst du schreiben wie du willst.

    Gruß,
    leuchtendgrau

  9. #9
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    Liebes leuchtendgrau,

    Nun, ich kann dieses tierische Problem verstehen, und ich finde es gut, das du dich dessen annimmst. Es gibt schließlich viele Stiere: Haustiere, Arbeitstiere, Lastentiere, und nicht zuletzt Tiere, die sich einfach mal Federboas umhängen. Ob diese Federboastiere mit gehörnten Ochsen verwandt sind, bleibt z.B. völlig im Auge des Betrachters, und für uns unlösbar...

    habs geändert, danke L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (12.02.2020 um 00:50 Uhr)

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