Prinzessin und Prinz oder König und Königin

Teil 1
Der Fluß

Der weiße Wolf Dualios hatte eine Freundin. Es handelte sich um eine schwarze Wölfin mit zwei Köpfen. Sie hieß Unity.
Kennengelernt hatte er Sie vor anderthalb Jahren im Urlaub. Sie saß auf einer Bank am Strand und bastelte etwas.
Wie Kerle nun einmal so sind, setzte er sich einfach daneben und sagte "Hallo". Er wurde mit einem schüchternen ebensolchen "Hallo" belohnt, fasste Mut und äugte neugierig, was Sie da wohl machte.
Aus grünen und roten Perlen bastelte sie eine Rose. - "Die ist für Dich" sagte die Wölfin plötzlich und der eingeschüchterte Wolf verstummte und wußte auf einmal nicht, war er derjenige, der den ersten Schritt gemacht hatte oder Sie!?, jedenfalls fühlte er sich auf einmal irgendwie unbehaglich. Leise wünschte er einen schönen Tag und ging seiner Wege.
Ein paar Tage später und ein paar unklare Gedanken weiter sah er die Wölfin wieder am Strand. Sie ging am Strand und ehrlich gesagt, Dualios hatte gehofft, daß er Sie da wiedersehen würde, war er doch auf der Suche nach einer Freundin. Irgendwie hatte es auch in ihm gegärt und so fasste er Mut, holte zu Ihr auf und sagte Hallo und "Wie geht's?"...
"Mh-hm" antwortete Sie und da er schon genau überlegt hatte, was er Ihr sagen wollte, falls er Sie wiedersah, (er versuchte natürlich, es beiläufig klingen zu lassen), erzählte er Ihr ohne Umschweife oder irgend eine Vorrede, wo er wohnte. "OK" war Ihre Antwort und Sie komplimentierte ihn auch gleich weg, da Sie zum Essen müßte.
Zwei Tage später war Dualios' Urlaub vorbei und er begab sich nach Hause. Ab und zu, aber wirklich nur ab und zu, da er schon viel erlebt hatte in der Beziehung, dachte er an die Wölfin mit den zwei Köpfen.

Zuhause streifte er mehr oder weniger wie immer unruhig, hieß er doch Dualios, in seinem Gebiet umher. Eines Abends viele Wochen später, er war gerade auf den Weg nach Hause eingebogen um schlafen zu gehen, stand Sie neben ihm.
"Na Heu!" entfuhr es ihm. Sie fragte mutig, ob er das nicht erwartet hätte? und er antwortrte spontan voller Freude über das Wiedersehen "Eigentlich nicht!", was nätürlich nur der halben Wahrheit entsprach, hatte er doch in den letzten Wochen zuweilen an Sie gedacht und dabei auch verhältnismäßig ehrlich gehofft, die schwarze Wölfin wiedersehen. - wie gesagt, er hatte schon einiges erlebt in der Beziehung...
So plauderten Sie über dies und das, er versuchte nätürlich, herauszufinden, wo Sie wohnte, was sie nur mit "relativ weit weg." beantwortete.
"Du weißt ja jetzt, wo du mich treffen kannst, vielleicht bin ich zufällig oder weil mir gerade langweilig ist da!?"
Nicht gerade zufrieden mit dieser Antwort war der kleine Wolf, dachte er ja immer gleich ans zusammenziehen, das Bett und das Heiraten, Kinder und überhaupt? - er hatte ja keine Ahnung!
Sie merkte natürlich sofort, auf was für einen Kumpel Sie sich da eingelassen hatte und erzählte ihm so dies und das, fügte später aber seiner fast schon peinlichen Neugier hinzu, das er davon ausgehen müsste, das nichts, was Sie ihm über Sich erzählte, stimmt.
"Puh!" dachte er und aus seiner für Sie gärenden Suppe fingen an, die ersten Blasen aufzusteigen.
Dies führte nun auch durch weitere gelegentliche Treffen, bei denen Sie den kleinen Wolf natürlich reizte, erforschte, auch ein wenig aushorchte und versuchte, ihm auch gelegentlich gut zuzureden - was bei ihm in seiner gärenden Suppe kaum ankam, dazu das er zuweilen sowohl im- als auch explodierte, innerlich wie auch verbal.
Sie verabschiedete Sich nun von ihm mit der Ansage, daß sie sich 3 Monate nicht sehen lassen wollte - sie müsste noch üben.

Er war erst ziemlich geknickt und hoffnungslos verliebt auch, sodaß er in dieser Zeit immer wieder Nachrichten am Traffpunkt hinterließ und nicht wußte, ob Sie doch ab und zu vorbeischlich. Jedenfalls wurde er irgendwie ruhiger und ihn überkam mit der Zeit ein ganz gutes Gefühl, daß er Sie überhaupt jemals wiedersehen würde.
So hoffte er auf eine geplante Reise an seinem Fluss entlang mit Ihr und überhaupt.

Noch 1 Monat


Fortsetzung folgt...