1. #1
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    Bücherwürmchen

    Ich lese gern und lese viel,
    mach daraus manchmal ein Spiel.
    Fress mich einfach durch die Seiten,
    die mich durch jeden Tag begleiten.
    Selbst abends nach dem letzten Blatt,
    bin ich Bücherhungrig noch nicht satt.
    Im Taschenlampenlichterschein,
    verleib ich heimlich, mir ein weit'res ein.

    Hallo zusammen. Dies ist mein erstes Gedicht das ich hier einstelle. Ich hoffe es ist so in Ordnung und ich habe nicht viele Fehler drin.
    Liebe Grüsse Eure Enya
    Geändert von gewitterhexe (12.02.2020 um 18:31 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Gewitterhexe!

    Wenn man reimt, schreibt man manchmal einen Vers nur, um "an das Reimwort zu kommen"; für das Gedicht leistet der Vers dann aber nicht viel. Hier habe ich deinen V2 in diesem Verdacht, weil auf das "Spiel" ja gar nicht mehr eingegangen wird?!

    Darf ich dir für die zweite Hälfte einen Vorschlag machen?

    Selbst abends nach dem letzten Blatt
    bin bücherhungrig ich statt satt: (oder "ich, nicht satt:")
    Im Taschenlampenlichterschein
    verleib' ich mir ein Neues ein.


    Darauf komme ich, weil ein "Hunger" nicht "satt" sein kann, weil deine Kommas am Ende nicht stimmen, und weil ich es ganz passend fände, wenn das Gedicht bis zum Schluss dieses Bild des "Essens" durchhält.

    Ansonsten: Willkommen im Forum!

    Ferdi

  3. #3
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    Hallo Enya,

    ich finde es sehr bemerkenswert, dass Du Dich in Deinem jungen Alter schon für Lyrik interessierst.
    Dein Einstiegsgedicht gefällt mir gut.

    Da ich las, dass Du Dich über Tipps freust, komme ich gerne darauf zurück. Es gibt natürlich viele Reimschemen und Regeln in der Dichtkunst, die ich auch noch nicht kenne. Als ich anfing, Gedichte zu schreiben, beschäftigte ich mich zuerst mit dem Versmaß (Metrum) Jambus und Trochäus. Ich fand, dass man sich das gut merken kann. Dabei geht es um die Betonung der Silben.

    Der Jambus besteht aus einer unbetonten und betonten Silbe.

    Beispiel: Gedicht = Jambus

    Der Trochäus besteht aus einer betonten und unbetonten Silbe.

    Beispiel: Lyrik = Trochäus

    Dein erster Vers beginnt im jambischen Metrum. Wenn Du Dein Gedicht durchweg im jambischen Metrum schreibst, müsste es leicht verändert werden – allerdings ohne, dass es inhaltlich den Sinn verliert:

    Mein Vorschlag:

    Ich lese gerne, lese viel
    und mach daraus auch gern ein Spiel.
    Ich fress mich einfach durch die Seiten,
    die mich dann durch den Tag begleiten.
    Selbst abends nach dem letzten Blatt
    ist nicht mein Bücherhunger satt.
    Im Taschenlampenlichterschein
    steig heimlich ich ins Neue ein.

    Herzlich Willkommen im Forum und liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  4. #4
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    Hallo lieber Ferdi,
    Ein Spiel mache ich mir daraus wieviele Bücher ich am Tag oder in einer Woche Schaffe �� deswegen würde ich den Reim so lassen.
    Bücherhungrig finde ich gut.
    Mir ist das heimlich lesen noch wichtig.
    Ich habe es jetzt noch mal ein bisschen umgeschrieben.

    Lieber Dabschi,
    Auch dir erstmal danke für die Tipps.
    Zum Teil lesen sich die Satzstellungen etwas komisch.
    Ich hoffe das ich das so schreiben darf.
    Hast du vielleicht Lust mal zu schauen.
    Ich glaube ich habe jetzt oben überall Jambus und die letzten zwei in Trochäus? Richtig? Oder falsch?
    Oder muss das immer durchgängig ein Versmaßsein?
    Liebe Grüsse Enya

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