Kann die Nacht nicht zwanzig Stunden dauern,
dass sie meinen nächsten Tag aufschiebt
und mir Zeit zum Atemholen gibt,
eh die wilden Schatten auf mich lauern?

Ja! Ich fühle mich nicht stark genug,
will verzichten auf das Tageslicht,
wenn ich dafür diese Hürden nicht
meistern muss. Ich weiss - ein Selbstbetrug,

doch ich habe keine andre Wahl:
Schon das Frühstück wird zum Henkersmahl
und die Mittagstafel zum Schafott …

Sieh, der Himmel färbt sich dämmerfahl,
Schatten mit dem ersten Sonnenstrahl!
Bitte - bitte! - hilf mir lieber Gott!

L.A.F. / gugol