Odysseus´ beschleunigte Heimkehr

Es schlich einst die Penelope auf den Olymp durch tiefen Schnee,
weil man die Nachricht überbrachte, daß dort Odysseus übernachte.
Doch leider fand sie nicht den Helden und ließ sich bei den Göttern melden.
„Oh, Zeus!“ – rief sie – „sei mein Berater, Telemachos braucht seinen Vater.
Ich selber, brauche meinen Mann, damit der mich beschützen kann.
Es kommen Typen schon in Masse, die wollen mich und meine Kasse.
Wär´ nur mein Gatte schon zu Haus, der würfe sie zum Tempel raus.“ –
„Ja, Zeus“, sprach Hera, die das hörte und die der Freier-Rummel störte,
„mir wird die Sache jetzt zu dumm, seit Troja treibt der Kerl sich rum.
Die Klopperei ist längst gegessen, wo ist Odysseus unterdessen?
Ich bin für Ordnung und Moral – schaff´ diesen Kerl nach Hause mal. -
Du bist schon wieder angesoffen und hast bei mir ´ne Rechnung offen.
Ein Blick ins Teleskop genügt, ob „Ody“ seine Frau betrügt.“
„Na, gut!“ – sprach Vater Zeus ergeben – „der Knilch kann jetzt mal was erleben.
So wie ich´s sehe, liegt der lang und breit auf einer Sonnenbank.
Von violettem Licht bestrahlt; ich hör´, wie er mit Troja prahlt.
Und ringsherum in Jeansgewändern, das junge Volk – das werd´ ich ändern.“ –
„Merkur, tu Dich doch mal bewegen – ein Telegramm an den Kollegen –
ich habe keinen freien Mann, ob er den Thor entbehren kann.
Der zeigt ihm, ohne daß er lange denkt, wo hier bei uns der Hammer hängt.
Auch lade Wotan höflich ein, demnächst doch mal mein Gast zu sein.“
Der Merkur tat wie ihm geheißen, schickt eine Nachricht zu den „Preißen“.
Und Thor erschien mit Donnerschlag und macht´ zur Nacht den Sonnentag.
Das Studio brannte lichterloh – der Steiß vom “Ody“ ebenso,
denn Thor, der hatte – wie erbeten – dem kräftig hinten reingetreten.
Nachdem er dies verwunden hatte, stand er daheim dann auf der Matte -
mit einem Haufen schmutz´ger Wäsche; die Freier kriegten furchtbar Dresche.
Telemachos und seine Mutter befanden: „Alles ist in Butter!“