1. #1
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    Die Sonne vor meinem Zimmer ohne Fenster

    Nun bin ich hier im Dunklen Zimmer.
    Das licht scheint schon lang nur noch in Gedanken.
    Nicht mal ein leises Flimmern.
    Nicht mal ein leichtes schimmern.
    Und so sitz ich hier, allein mit mir.
    Und merk wie ich mich langsam in der Dunkelheit verlier.
    So wie die Sonne vor meinem Zimmer ohne Fenster.


    Ich bin noch ein Anfänger und das Gedicht ist noch nicht fertig also bitte ich um hilfreiches Feedback um mich selbst zu verbessern.
    lg Nevian
    Geändert von Lummerland (16.02.2020 um 19:00 Uhr)

  2. #2
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    hallo Lummerland

    wenn es dir möglich ist, versuche auch Rechtschreibfehler und auch Groß-/Kleinschreibung zu Beachten, oder belasse deinen Text durchgehend in der Kleinschreibung, ich selber tue mich mit der Rechtschreibung leider auch sehr schwer, aber einige Dinge in deinem Text würde ich tatsächlich ausbessern

    Nun ist man hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht weilt schon lang nur noch in Gedanken fern.
    Nicht mal ein leises Flimmern.
    Nicht mal ein leichtes Schimmern.
    Und so sitz ich hier,()allein mit mir
    und merk wie ich mich langsam in der Dunkelheit verlier.
    So wie die Sonne vor meinem Zimmer ohne Fenster.

    nach komma stellen, würde ich immer ein Leerzeichen setzen, um dem Leser eine pause zu gewährleisten, zudem ist es optisch schöner wenn worte auch nach der Interpunktion optisch getrennt sind

    willkommen im Forum, zunächst gebe ich dir den rat dich auf eine sache zu konzentrieren
    in deinem text sehe ich reimworte und doch eine ungebundene Textform
    ansich nichts konkret verwerfliches, aber die Genres zu vermischen ist oft nicht sehr hilfreich, nicht für dich und auch nicht für den Leser
    dein reime muster abaaccd erinnert leicht an ein Rondell, dennoch denke ich dass es eher nicht der fall ist eines vor mir zu haben, womit bei mir schon die Verwirrung als Leser anfängt

    dein gedicht zeigt anfangs einen Kreuzreim (zimmer - fern - flimmern/ zeilenüberspringender reim) welcher dann in einen Paarreim (Flimmern- Schimmern/ nebenstehender zeilen reim) übergeht, allerdings geht nicht konkret hervor warum hier das Stilmittel des Kreuzreim einem wechsel unterzogen wird, auch der Kontext weist keine Notwendigkeit auf

    falls du dich entschliesst deinen text in gebundener form, (Strophenunterteilung, Reimemuster, Metrum) zu verfassen
    - alles begriffe die im Forum näher erklärt werden -
    gebe ich dir den rat deine worte für den anfang in kurzen sätzen zu formulieren die prägnant sind, aber sich gut zum ausbauen eignen und eventuell ein lyrisches, oder literarisches (ich/du/er/sie/es) einbeziehen

    als Beispiel ausgehend von deinem ersten satz

    Nun ist man hier im Dunklen Zimmer.
    Und so sitz ich hier,allein mit mir
    wer ist "man" und welchen bezug hat "man" zum späteren "ich und mir"?
    "man" ist sehr Personen unbezogen, wohingegen "ich und mir" schon klar definiert, dass es um mich, in form des lyr.ich geht
    das wort allein ist zwar klares Indiz dafür dass es nur um lyr.ich geht, aber der bezug wird erst im laufe der Handlung hergestellt, was später zu Verwirrungen im Kontext führen kann, falls es um mehr als 1 oder 2 abgesprochene Personen geht oder um dessen perspektive

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer

    (wer? was? wann? wo?) die 4 W-s helfen ungemein beim finden eines textes
    wer ist im text angesprochen? was passiert? wann findet alles statt? wo findet es statt?
    oft gibt es noch die frage nach (warum?) aber das ist meistens folge der Conclusio, bzw der Aufschlüsselung welches zum ende hin einem gedicht noch einmal gedanklichen tiefgang verleiht, oder den Leser zum nachdenken und assoziieren veranlassen soll.
    denn auch in einem gedicht gilt
    Einleitung/Eröffnung - Handlung - Klimax - Ableitung/Fazit

    Nun ist man hier im Dunklen Zimmer.
    Das licht weilt schon lang nur noch in Gedanken fern.
    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.

    was hier entstanden ist, gibt dem text Mehrdeutigkeit gleich zu beginn,
    licht scheint - kann aussagen dass es hell ist, oder auf ein Trugbild hinweisen, weil es nur den "anschein" vermittelt (es scheint zu sein)
    zudem präzisiert es deinen satz der aus vielen Füllwörtern besteht

    im text hast du jetzt 2 zeilen mit den worten "Zimmer und fern" die Tatsache wird oft mit einem einhergehenden Kreuzreim assoziiert, auf ihn wird tatsächlich sogar fast schon gewartet

    Nun ist man hier im Dunklen Zimmer.
    Das licht weilt schon lang nur noch in Gedanken fern.
    Nicht mal ein leises Flimmern.
    und die Erwartung erfüllst du sogar, allerdings wirkt der reim durch die Endung "zimmer - flimmern" tatsächlich etwas unrein
    das wort selbst ist ein reiner reim, ich rede nur von der Auffassung des lesers, durch die Endung des reimes auf "n"
    hier kommt etwas zum tragen das man Ästhetik nennt (Formulierung betreffend)

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.
    Es zeigt nicht mal ein leises Flimmern.

    ein interessanter zug wäre jetzt, einen Binnenreim (innerhalb eines satzes liegender reim) zu nutzen, die vorgabe dafür hast du sogar schon gegeben und es ist ein klasse Binnenreim sogar

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.
    Es zeigt nicht mal ein leises Flimmern.
    Kein Schimmern findet sich im Kern

    ich will dein gedicht nicht gänzlich umschreiben, ich will dir nur Denkansätze vermitteln, eventuell helfen sie dir dabei präziser zu werden was die Umsetzung eines textes angeht
    ich hoffe ich habe dir zumindest etwas geholfen damit und wünsche dir hier im Forum sehr viel spaß bei deiner wortfindung und dem ausleben deiner künstlerischen ader
    lg mythenfreund
    Geändert von Mythenfreund (16.02.2020 um 10:34 Uhr)
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  3. #3
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    Hey Nevian, dann lass mal sehen:
    Als Aussage deines Gedichts sehe ich kurz zusammengefasst: Draussen ist es hell, aber in mir drin genauso dunkel wie in dem Zimmer ohne Fenster, in dem ich mich befinde.
    Ich gehe mal Zeile für Zeile (Z) durch.
    Z1: Warum "man"? Danach schreibst du alles in Ich-Form. "ist" finde ich ein etwas langweiliges Verb und zusammen mit dem "nun" auch eher unpassend, denn "nun bin ich" setzt voraus, dass es davor anders war, aber das thematisierst du nicht. "dunklen" ist ein Adjektiv, also klein geschrieben.
    Ich sitze hier im dunklen Zimmer
    Z2: "weilt" Licht (Nomen, also gross geschrieben)? Und wenn ja, wo denn nun? Fern oder in Gedanken? Da sich fern auf nichts reimt, muss es hier nicht sein.
    Das Licht ist nicht mal mehr Erinnerung
    Das Licht ist meinem Denken/Fühlen fern

    Z3: ja ok, obwohl ich mich frage, wie denn im Gegenzug lautes Flimmern aussähe?
    Z4: Schimmern wie Flimmern gross geschrieben (substantiviertes Verb)
    Z5: würde ich das "und" streichen und eher kein Komma nach "hier"
    Z6: ok, Komma nach "merk". Wäre "fühl" oder "spür" vielleicht schöner?
    Z7: Die Sonne verliert sich doch nicht, sie wurde nur ausgesperrt. Hier hinkt mMn der Vergleich. Eigentlich braucht es diese Aussage auch gar nicht, denn ich kann mir als Leser die Umstände ja aufgrund von Titel und Z1 vorstellen. Vielleicht könntest du mit was Hoffnungsvollem enden?
    Jedoch ich weiss: Die Sonne scheint vor meinem Fenster


    Vom Aufbau her weiss das Gedicht nicht so recht, was es sein will. Gereimt oder doch nicht? Lange oder kurze Zeilen? Auch könnte der Lesefluss noch etwas mehr Beachtung vertragen, aber ich denke, bei einem ersten Gedicht geht nicht alles auf einmal und in diesem Fall würde ich dir raten, dich hauptsächlich um die verwendeten Wörter zu kümmern und darum, ob sie wirklich das aussagen, was du sagen willst. Jedenfalls aber ein Entwurf, an dem sich zu arbeiten lohnt. LG gugol

    P.S.: Hab zeitgleich mit Mythenfreund geantwortet, deshalb einiges doppelt gesagt.

    @ Mythenfreund
    wenn es dir möglich ist, versuche auch Rechtschreibfehler und auch Groß-/Kleinschreibung zu BEachten, oder belasse deinen Text durchgehend in der Kleinschreibung, ich selber tue mich mit der Rechtschreibung leider auch sehr schwer, aber einige Dinge in deinem Text würde ich tatsächlich ausbessern
    Wie wärs denn damit, wenigstens bei der Aufforderung mit gutem Beispiel voranzugehen?
    Geändert von Gugol (16.02.2020 um 10:45 Uhr)

  4. #4
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    wenn es dir möglich ist(,) versuche auch Rechtschreibfehler und auch groß/klein Schreibung zu BEachten, oder belasse deinen text durchgehend in der Kleinschreibung, ich selber tue mich mit der Rechtschreibung leider auch sehr schwer, aber einige dinge in deinem text würde ich tatsächlich ausbessern
    Wie wärs denn damit, wenigstens bei der Aufforderung mit gutem Beispiel voranzugehen?
    ich weiß nicht was ich darauf antworten soll
    es tut mir leid wenn mein Inhalt dadurch an Glaubwürdigkeit verliert
    ich habe mein bestes versucht mich darauf zu konzentrieren meine sätze zu formulieren
    ich bitte um Entschuldigung und ich wusste nicht das auch in meinen Kommentaren jetzt darauf wert gelegt wird
    ich werde mich zurück ziehen
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Mythenfreund Beitrag anzeigen
    hallo Lummerland

    wenn es dir möglich ist, versuche auch Rechtschreibfehler und auch Groß-/Kleinschreibung zu Beachten, oder belasse deinen Text durchgehend in der Kleinschreibung, ich selber tue mich mit der Rechtschreibung leider auch sehr schwer, aber einige Dinge in deinem Text würde ich tatsächlich ausbessern

    Nun ist man hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht weilt schon lang nur noch in Gedanken fern.
    Nicht mal ein leises Flimmern.
    Nicht mal ein leichtes Schimmern.
    Und so sitz ich hier,()allein mit mir
    und merk wie ich mich langsam in der Dunkelheit verlier.
    So wie die Sonne vor meinem Zimmer ohne Fenster.

    nach komma stellen, würde ich immer ein Leerzeichen setzen, um dem Leser eine pause zu gewährleisten, zudem ist es optisch schöner wenn worte auch nach der Interpunktion optisch getrennt sind

    willkommen im Forum, zunächst gebe ich dir den rat dich auf eine sache zu konzentrieren
    in deinem text sehe ich reimworte und doch eine ungebundene Textform
    ansich nichts konkret verwerfliches, aber die Genres zu vermischen ist oft nicht sehr hilfreich, nicht für dich und auch nicht für den Leser
    dein reime muster abaaccd erinnert leicht an ein Rondell, dennoch denke ich dass es eher nicht der fall ist eines vor mir zu haben, womit bei mir schon die Verwirrung als Leser anfängt

    dein gedicht zeigt anfangs einen Kreuzreim (zimmer - fern - flimmern/ zeilenüberspringender reim) welcher dann in einen Paarreim (Flimmern- Schimmern/ nebenstehender zeilen reim) übergeht, allerdings geht nicht konkret hervor warum hier das Stilmittel des Kreuzreim einem wechsel unterzogen wird, auch der Kontext weist keine Notwendigkeit auf

    falls du dich entschliesst deinen text in gebundener form, (Strophenunterteilung, Reimemuster, Metrum) zu verfassen
    - alles begriffe die im Forum näher erklärt werden -
    gebe ich dir den rat deine worte für den anfang in kurzen sätzen zu formulieren die prägnant sind, aber sich gut zum ausbauen eignen und eventuell ein lyrisches, oder literarisches (ich/du/er/sie/es) einbeziehen

    als Beispiel ausgehend von deinem ersten satz



    wer ist "man" und welchen bezug hat "man" zum späteren "ich und mir"?
    "man" ist sehr Personen unbezogen, wohingegen "ich und mir" schon klar definiert, dass es um mich, in form des lyr.ich geht
    das wort allein ist zwar klares Indiz dafür dass es nur um lyr.ich geht, aber der bezug wird erst im laufe der Handlung hergestellt, was später zu Verwirrungen im Kontext führen kann, falls es um mehr als 1 oder 2 abgesprochene Personen geht oder um dessen perspektive

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer

    (wer? was? wann? wo?) die 4 W-s helfen ungemein beim finden eines textes
    wer ist im text angesprochen? was passiert? wann findet alles statt? wo findet es statt?
    oft gibt es noch die frage nach (warum?) aber das ist meistens folge der Conclusio, bzw der Aufschlüsselung welches zum ende hin einem gedicht noch einmal gedanklichen tiefgang verleiht, oder den Leser zum nachdenken und assoziieren veranlassen soll.
    denn auch in einem gedicht gilt
    Einleitung/Eröffnung - Handlung - Klimax - Ableitung/Fazit



    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.

    was hier entstanden ist, gibt dem text Mehrdeutigkeit gleich zu beginn,
    licht scheint - kann aussagen dass es hell ist, oder auf ein Trugbild hinweisen, weil es nur den "anschein" vermittelt (es scheint zu sein)
    zudem präzisiert es deinen satz der aus vielen Füllwörtern besteht

    im text hast du jetzt 2 zeilen mit den worten "Zimmer und fern" die Tatsache wird oft mit einem einhergehenden Kreuzreim assoziiert, auf ihn wird tatsächlich sogar fast schon gewartet



    und die Erwartung erfüllst du sogar, allerdings wirkt der reim durch die Endung "zimmer - flimmern" tatsächlich etwas unrein
    das wort selbst ist ein reiner reim, ich rede nur von der Auffassung des lesers, durch die Endung des reimes auf "n"
    hier kommt etwas zum tragen das man Ästhetik nennt (Formulierung betreffend)

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.
    Es zeigt nicht mal ein leises Flimmern.

    ein interessanter zug wäre jetzt, einen Binnenreim (innerhalb eines satzes liegender reim) zu nutzen, die vorgabe dafür hast du sogar schon gegeben und es ist ein klasse Binnenreim sogar

    Nun sitz/bin ich hier im dunklen Zimmer.
    Das Licht scheint den Gedanken fern.
    Es zeigt nicht mal ein leises Flimmern.
    Kein Schimmern findet sich im Kern

    ich will dein gedicht nicht gänzlich umschreiben, ich will dir nur Denkansätze vermitteln, eventuell helfen sie dir dabei präziser zu werden was die Umsetzung eines textes angeht
    ich hoffe ich habe dir zumindest etwas geholfen damit und wünsche dir hier im Forum sehr viel spaß bei deiner wortfindung und dem ausleben deiner künstlerischen ader
    lg mythenfreund
    Danke Mythenfreund, die Tipps helfen mir das Gedicht nochmal zu überarbeiten und meine Fehler zu verbessern.
    Deine Tipps waren sehr Hilfreich.
    Danke!



    Hallo Gugol,
    Auch dir Danke für die Tipps trotz der Überschneidungen kann ich hiernoch einiges mitnehmen.
    Also Danke für die Verbesserungen.

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