1. #1
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    Nur geträumt?

    "Nur geträumt?"


    Wenn Gedanken auf Reisen gehn,
    zu Träumen werden, bunt und schön,
    ich mich fallen lasse - ganz sacht,
    und eintauche in die Tiefen der Nacht.

    Hoch droben Diamanten am Himmelszelt -
    so funkeln die Sterne über Flur und Feld.
    Leise weißer Nebel aufsteigt -
    der ganze Wald ruhet und schweigt.

    Nur die Gedanken gehen auf Reise,
    werden zu Träumen in fantastischer Weise.
    Langsam wird sich bald der Mond erheben
    und der Wald erwacht zum Leben.

    Sonderbare Dinge im Walde geschehn,
    da seh ich Zwerge, Elfen und Feen.
    Sie tanzen im Reigen - leicht und geschwind,
    ihre Gewänder wiegen im feucht kühlen Wind.

    Diese Anmut - ich kann´s nicht beschreiben,
    wie gerne würd´ich ewig hier bleiben.
    Doch zieht´s mich weiter durch Wiese und Wald,
    die Luft ist klar, der Boden recht kalt.

    Ich spüre den Tau an meinen Füßen,
    in Gedanken will ich den Mond begrüßen,
    und gehe weiter durch Wiese und Feld,
    wie friedvoll ist diese nächtliche Welt!

    Seltsamer Zauber in der Luft - so klar,
    dieser Moment ist so wunderbar.
    Ich hab keine Angst - alles ist so vertraut,
    weil der Mond über mich wacht und schaut.

    Plötzlich, lief ich durch´s Gras noch eben,
    beginne ich nun ganz sachte zu schweben.
    Spüre, wie eine Hand mich leicht hebt
    und die Natur um mich herum - sie lebt!

    Ich schwebe nicht hoch, nur ein paar Meter,
    doch fühl ich mich leicht wie eine Feder.
    Es vermischen sich Realität und Traum,
    es ist so phantastisch, ich glaube es kaum.

    Nun schwebe ich höher über Wald und Flur,
    ich denke an Nichts - ich genieße es nur.
    Und langsam berühren meine Füße die Erde,
    ob ich mich morgen erinneren werde?

    Bald siegt die Müdigkeit über den Traum,
    ich falle in einen tief dunklen Raum.

    Am Morgen werd´ich wach im Bett,
    die Sonne blinzelt freundlich und nett.

    Und an meinem Fuße kleben Erd´und Gras, wer hätt´s gedacht-
    hab ich wirklich nur geträumt letzte Nacht?



    (leider diesmal ein total erfolgloser Wettbewerbsbeitrag - geringfügig überarbeitet, was auch nichts mehr nützt...)


    kA
    Blätter fallen - Menschen auch...

  2. #2
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    Lb. Saalenixe,

    wegen der häufigen Unregelmäßigkeiten der Metrik erscheinen mir diese beabsichtigt.
    Hierzu noch Vorschläge:
    der ganze Wald ruhet und schweigt.----------------der stolze Wald ruht sanft und schweigt.
    ihre Gewänder wiegen im feucht kühlen Wind.---Ihre Gewänder feucht wiegend im kühlen Wind.
    weil der Mond über mich wacht und schaut.-------weil der Mond über mich wachend schaut.

    Die Aussage und die Reime gefallen mir.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo Hans,

    vielen Dank für deine Vorschläge, ich werde diese überdenken und ggf in das Gedicht einarbeiten.

    Was die stolpernde Metrik angeht, naja, ich bin kein guter Schreiberling und Reimer - leider. Das Holter-Dipolter ist nicht beabsichtigt (wie du vermutest), es zeugt von Unkönnen und dem Versuch, was hinzubekommen, was man nicht wirklich kann.

    LG
    Saalenixe
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  4. #4
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    @Saalenixe


    Grüße,


    Erstmal was Wissenswertes. Googel mal unter: freie Rhythmen und wiki. So ähnlich ist dein Gedicht aufgebaut.

    Natürlich stecken noch paar kleinere Unpässlichkeiten darin. Und natürlich musst du dich einmal mit einem reinen Gedicht im Jambus probieren und dann in Trochäus. So habe ich angefangen. Am Anfang wie du jetzt, in freien Rhythmen und dann mit den „schwereren“ Vorgaben.

    Deine Fantasie ist gut, du hast auch einen langen Atem. (viele Verse im Gedicht, was aber nicht immer vorteilhaft sein kann)

    Na gut, alles dein Brot, oder eben nicht. Aber, alles machbar.

    Niemals werde ich das tun = Trochäus Xx Xx X x X großes X betonte Silbe
    Doch niemals werde ich das tun= Jambus x Xx Xx X x X kleines x unbetonte Silbe

    Erkennst du die Einfachheit?

    Tschüss.

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