Es war einmal -
Nichts.
Und da Nichts nichts zu tun hatte, schlief er, und wachte nicht wieder auf, denn er konnte träumen im Schlaf und da passierte wenigstens etwas, wenn auch nicht viel - im Gegensatz zu vorher, als er noch wach war und sich nur langweilte, weil ja eigentlich nichts war.

Und so träumte er von einem kleinen Funken, der ein bißchen größer wurde, und sich dann zu einer blaß schimmernden Seifenblase entwickelte, die ein bißchen waberte und dann platzte.
Dies wiederholte sich nun in seinem Traum unzälige male und Nichts wurde langsam fast so langweilig, wie vorher, als er noch wach war.
Da er aber durch seinen nun schon ewig andauernden Schlaf langsam ein geübterer Träumer wurde als kurz nach dem einschlafen, fing er an, mit den Seifenblasen zu spielen. Mal zerschnipste er sie vorzeitig, mal pustete er sie durch die Gegend. Auch fiel ihm bei einer genaueren Betrachtung auf, das er, da er ja Nichts war, sie und ihr innerstes bis ins allerkleinste Detail zu durchschauen vermochte. Dabei fiel ihm, als er eine dieser nacheinander entstehenden Seifenblasen länger betrachtete, auf, das sich immer wieder gar wundersames in den Blasen zutrug.
So entstanden darin kleinere Fünkchen, die mitunter von noch kleineren Bröckchen umkreist wurden. Davon gab es nun einige und er schaute Sie sich in seinem Traum genauer an und stellte fest, das es rote, gelbe, violette, orangene und schwarze gab, manche veränderten ihre Farbe, manche im- oder explodierten, manche wurden grün und blau und so weiter.
Auf diesen Bröckchen nun war so einiges los. Es wimmelte auf ihnen nur so vor lauter Kreaturen, die die eigenartigsten Dinge anstellten, ja manche flogen sogar in der Seifenblase umher. Dabei stellte er fest, das die komplette Blase immer dann zerplatzte, wenn eines dieser fliegenden Dinger gegen die Außenwand flog. Kurz gesagt: Nichts hatte seinen Spaß und träumt noch heute von unzählig vielen Seifenblasen, schön eine nach der anderen, und jede hat ihre eigene Geschichte mit einem grandiosen Showdown.