Thema: Unerhörtes

  1. #1
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    Unerhörtes




    Ich suche nach dem Wort, ich suche dieses eine
    Den weißen Vogel trug nur Luft und dieses eine

    Er flog bei Tag und Nacht - das Herz schlug bis zum Halse
    Umwarb ihn dunkle Pracht so samten wie das eine

    Er gab den Schatten nach und filterte die Schäume
    Der Fächer streifte hin und her im Traum das eine

    Ob Wolken oder Sturm, er wählte nicht, er folgte
    Ob Flugshow oder Sturz erfüllte ihn das eine

    Und als der Vogel zog hinauf zum kalten Himmel
    Da schaute ich ihm nach - er sang für mich - das eine

    Ist Strafe und beglückt und überflügelt alle
    Wo Unerhörtes blaut, erblüht in uns das eine






    Vielen Dank an Miserabella, deren weiße Vögel in diesem Text mich inspiriert haben und natürlich auch Rumi und Rückert.
    Geändert von albaa (29.02.2020 um 19:21 Uhr)

  2. #2
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    das Herz schlug ihm im Halse ??

    Ich dachte bisher, es sclägt den Vögeln in der Brust...
    Love´s not Time´s fool W. S.

  3. #3
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    Hast du noch nie so ein kleine aufgeregtes Vöglein in der Hand gehabt?


    Aber gut: Ich habe es geändert. Es soll ja ein gefühlvoller Text sein
    Geändert von albaa (29.02.2020 um 19:49 Uhr)

  4. #4
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    so ist es besser ob es den Grün- und Gelbschnäbeln wirklich am Hals pulst. das weiß ich nicht.....

    es ist zu lange her, dass ich einmal ein aus dem Nest gefallenes Spätzchen in der Hand hatte....
    Geändert von Onegin (29.02.2020 um 19:47 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  5. #5
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    Ich weiß es eigentlich auch nicht, aber der weiße Vogel hat ja sowieso nicht wirklich etwas mit Vögeln zu tun.

    Danke für deine Hilfe!

    Lieben Gruß
    albaa

  6. #6
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    Danke für deine Hilfe!
    Das kannst Du nur ironisch meinen! Mit meinem Kurzkommentar bin ich "Unerhört" natürlich nicht gerecht geworden. Den altpersischen mystischen Dichter Rumi kenne ich nur über Goethes West-östlichen Divan. Das Bild vom Vogel, der auf das Eine zufliegt, könnte möglicherweise von Rumi selbst stammen oder wurde dir vielleicht über Rückert vermittelt. Dann meint es wohl den Flug der Seele zu Gott. Zu dieser Auslegung passt aber nicht so gut, dass das LI am Schluss hinter dem Vogel zurückbleibt. Sehr schön und vielleicht intuitiv "richtig" gemacht, ist das Enjambement in den letzten Versen. Damit entgehst du der Gefahr, dass das Ghasel leierig klingt. Schön auch, dass die Dunkeltöne sich am Ende aufhellen. Gott ist in der Mystik traditionell das Licht.

    Womit ich nicht so viel anfangen kann
    Er gab den Schatten nach und filterte die Schäume
    Der Fächer streifte hin und her im Traum das eine
    Die Verse fallen ein wenig aus dem Gesamtzusammenhang heraus. Dass du den armen Vogel auch noch zum Chemielaboranten im Nebenberuf gemacht hast "er filterte die Schäume" erscheint mir im Vergleich mit Rumi/Rückert eine etwas zweifelhafte Innovation zu sein.

    Was würde passieren, wenn du die oben zitierten Verse einfach streichen würdest? Möglicherweise würde das Gedicht an Prägnanz noch gewinnen.

    Sehr gerne gelesen,

    Gruß Onegin
    Geändert von Onegin (01.03.2020 um 12:53 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  7. #7
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    Lieber Onegin,

    Nein, die "Seele" ist nicht das gesuchte Wort. Es ist ein - sagen wir - mehr am Boden bleibender Vogel - also keine Mystik oder (religiöse) Verzückung! Es wäre auch unerhört mich da mit Rumis messen zu wollen, was gerade auch in dem Schäume-Fächer-Vers zum Ausdruck kommen sollte, den du leider nicht gut heißt.

    Den "streifenden Fächer" (aber ganz ohne Tusche) habe ich mit von Miserabella ausgeborgt, geht eher in Richtung:

    Das Wort ist ein Fächer! Zwischen den Stäben
    Blicken ein Paar schöne Augen hervor.


    aus Goethes West-Östlichen Divan "Wink".

    Zum Leiern noch: Alexandriner sind so ziemlich das schlimmste in diese Richtung. Ich weiß nicht, warum ich ausgerechnet den Alexandriner verwenden musste, noch dazu wo die Ghaseln mit ihren Wiederholungen des Reimwortes sowieso schon problematisch sind. Na ja, wie es scheint, bin (unbewusst) ich dem Derwischtanz dann doch nicht ganz entkommen.

    Herzlichen Dank für deine Gedanken!

    Lieben Gruß
    albaa




    Hallo Ferdi,

    Freut mich, dass du etwas damit anfangen kannst. Meinst du mit "nicht weggelassenem Reim" das zweite Reimwort bei Rumi/Rückert?

    Ja, das wäre grundsätzlich eine spannende Aufgabe für einen anderen Text - ohne das Eine - bei mir muss hier alles "kleiner" sein: "dieses" und "das" muss also reichen.

    Danke für deinen Besuch!

    Lieben Gruß
    albaa

  8. #8
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    Es ist ein - sagen wir - mehr am Boden bleibender Vogel - also keine Mystik oder (religiöse) Verzückung!
    das wird ja immer spannender....wo doch der Vogel hoch in den Himmel fliegt


    Rätselsprüche reimst du, albaa, uns zum Hohne
    dass Allah dir diese Mühsal lohne
    Doch uns Gläubigen sei jetzt dies Wort genannt
    verfemt-geliebte Formel, die uns unbekannt

    Sieh, selbst der Allerbarmer,
    der die Welt erschuf
    gab uns sein Wort
    und schenkte uns sein Buch ...

    Onegin
    Geändert von Onegin (02.03.2020 um 10:01 Uhr)
    Love´s not Time´s fool W. S.

  9. #9
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    Weder Allah noch Verse können mir das Wort entlocken - wenn ich es denn wüsste!


    Also, eigentlich gehört ja die Klammer bei religiös weg.

    Danke für die Verse!

    LG
    albaa

  10. #10
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    Ja, das wäre grundsätzlich eine spannende Aufgabe für einen anderen Text - ohne das Eine - bei mir muss hier alles "kleiner" sein: "dieses" und "das" muss also reichen.
    Warum so defensiv, albaa, wenn es immer nur um "das Éine" geht, dann ist es nur konsequent, dass "das Eine" auch immer nur mit dem "einen" Wort bezeichnet wird. Das halte ich für eine poetische Qualität deines Textes, ja davon hängt sie zu großen Teilen ab. Nichts wäre falscher, als sich das als Fehler kleinreden zu lassen.

    Gruß Onegin
    Love´s not Time´s fool W. S.

  11. #11
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    Liebe albaa,

    Zitat Zitat von albaa Beitrag anzeigen



    Unerhörtes

    Ich suche nach dem Wort, ich suche dieses eine
    Den weißen Vogel trug nur Luft und dieses eine

    Er flog bei Tag und Nacht - das Herz schlug bis zum Halse
    Umwarb ihn dunkle Pracht so samten wie das eine

    Er gab den Schatten nach und filterte die Schäume
    Der Fächer streifte hin und her im Traum das eine

    Ob Wolken oder Sturm, er wählte nicht, er folgte
    Ob Flugshow oder Sturz erfüllte ihn das eine

    Und als der Vogel zog hinauf zum kalten Himmel
    Da schaute ich ihm nach - er sang für mich - das eine

    Ist Strafe und beglückt und überflügelt alle
    Wo Unerhörtes blaut, erblüht in uns das eine






    Vielen Dank an Miserabella, deren weiße Vögel in diesem Text mich inspiriert haben und natürlich auch Rumi und Rückert.

    das Gedicht mit seinen wiegenden Versen, dem Rückertmodus und den Syntaxverschleifungen fasziniert. Und mit Mirabellas Rückschau auf ein glückliches Beisammensein, das vergangen doch weiterträgt.

    Die mögliche Trennschärfe der Begriffssprache ist der Alltagssprache oft eher fremd und nebensächlich. Hier in deinem poetischen Text wird der fließende Übergang zum bestimmenden Merkmal der Struktur, eine ghaselnahe Struktur (ohne die Kompletterfüllung, die Ferdi erwähnt).

    Ein versuchsweise analytischer Zugang muss nicht hanebüchen sein.

    (1) Kommunikations- und Wahrnehmungsraum

    Das Gedicht öffnet einen Wahrnehmungsraum. In ihm Instanzen: Ein lyrisches Ich, der weiße Vogel, das Wort (dieses eine).

    In der Kommunikationssituation findet sich ein erster Übergang:
    Das Präsens „ich suche“ scheint nicht unbedingt an die Sprechsituation (lyrisches Ich in seiner Relation zu Geschehen und Schreibvorgang) gekoppelt zu sein.
    Der weiße Vogel der dritten Strophe – eine Rückschau – auf seinem Flug zum „kalten Himmel“ hat für das Ich gesungen, das eine gesungen. Und das in der Vergangenheit.

    Andererseits scheint diese "Epiphanie des einen Wortes" in der Gegenwart gesucht und beschworen zu werden. Und die Beschwörung stellt sich im Lied erfolgreich ein.

    (2) Poetische Potenzen

    Dieses „eine“ kann sowohl das „Wort“ sein wie auch das „einzigartige Wort“ wie auch eine einende Instanz.

    Das „Unerhörte“, bereits im Titel als zentral ausgewiesen, hat sich offensichtlich ereignet.

    Seltsam polysem ist die Phrase „für mich“, sie kann den Adressaten, den Beglückten meinen, kann aber – ich scheue vor dem „aber“ – einen „inneren Vorgang“ meinen, eine präreflexive akustische und visuelle (Himmel, blauend) Wahrnehmung.

    Ein wenig wie das romantische „Zauberwort“ bei Eichendorff scheint es hier um eine Alleinheitserfahrung zu gehen, die sich in dem „Wort“ aufschließt und im Inneren des Wahrnehmenden „erblüht“. Aber nicht im Sinne von "Illusion" und "Verkennung von Wirklichkeit" verstanden werden muss

    Im mentalen Lexikon findet sich bei „unerhört“ einiges an Einträgen. Da ist das abwertende „empörend“, das hier natürlich nicht passt, da ist das „bisher noch nicht Gehörte“ und also das ganz Einzigartige. Und da ist auch das, was (bisher) noch nicht "erhört "wurde, noch nicht erwidert, jetzt aber bis zu einem gewissen Grad zumindest sich zeigt und sich hören und erleben lässt.

    Bei „in uns“ kann das Bewusstseinspotential der Menschen gemeint sein, das offen für die Magie des Wortes und das Wiegen der Verse sein könnte. Es kann auch als Referenz das Vogelwesen, das Wort, den Adressaten lyrisches Ich meinen. Und ja – gewiss auch dies alles zusammen.

    Ein bisschen stolperig, dieses Zwischenfazit: Bisher ersehnt, jetzt ist die Sehnsucht erhört, wenn wohl auch nicht gestillt, eine Verzückung und Beglückung und der Wusch nach Dauer oder Wiederholung.

    Das Gedicht will wieder holen. In einem Ausmaß so stark, dass auch Ambivalenzen („Strafe“) möglich sind.

    Seltsam und klar zugleich, dass den Vogel „Luft“ „trug“ (ein Singular, ein Präteritum) und – unter Verzicht auf die Kongruenz im finiten Verb eben auch „dieses eine“ ein Träger ist. Das finite Verb steht eben nicht im Plural. Die Luft und das Wort braucht man nicht als getrennte Entitäten klassifizieren.

    (3) Erotische Allusionen

    Eine Vereinigung, die ausstrahlt in die Syntax, den Bilderduktus, die Verse, die Strophen, den Schreibenden. Ein Lied generierend, ein Lied generiert sich. Das wir lesen können. Und das unser Bewusstsein und dessen Bildwelt aufschließt und begleitet.

    Der Goethe-Fächer der dritten Strophe deutet einen Liebeskontakt an, oder besser: eine visuelle Vorstufe zu einer Vereinigung, einer Zuwendung auf jeden Fall. Und so ist denn auch das "Liebeswerben" und der Wunsch, es möge erhört werden und wirken, präsent in der Tiefenstruktur bei albaa Gedicht. Und recht irdisch-überirdisch.

    Das Präsens der ersten Zeile und das überzeitliche (gnomische?) Präsens der letzten Zeile rahmen und öffnen die Überschau und so schaut man das "Unerhörte" in den Versen in dunkler Klarsicht.

    Natürlich keineswegs gut katholisch-eichendorffisch, sondern goethemäßig, oder schon eichendorffisch, aber eben nicht rechtgutgläubig.

    Nein, da ist eine schimmernde Flugmetaphorik, changierend, unscharf, oszillierend, und eine "unerhörte Begebenheit" zu erleben. Unser poetisches Bewusstsein spricht.

    Beste Grüße

    ww

    Geändert von Willibald W (17.03.2020 um 10:21 Uhr) Grund: Albaas Text eingefügt
    alis nil gravius, o nycticorax

  12. #12
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    Hallo Ferdi,

    Vielen Dank für deine Erläuterung anhand von Beispielen. Ich fürchte, ich habe mich unklar ausgedrückt. Überreim ist nicht Reim, schon klar.

    Obwohl mich irgendwie diese Reim-Überreim-Geschichte reizt, kommt mir diese doch sehr starre Form mir nicht unbedingt entgegen.


    Hallo Onegin,


    Zitat Zitat von Onegin Beitrag anzeigen
    Warum so defensiv, albaa, wenn es immer nur um "das Éine" geht, dann ist es nur konsequent, dass "das Eine" auch immer nur mit dem "einen" Wort bezeichnet wird. Das halte ich für eine poetische Qualität deines Textes, ja davon hängt sie zu großen Teilen ab. Nichts wäre falscher, als sich das als Fehler kleinreden zu lassen.
    Ich fand mich gar nicht so defensiv. Ich kann zu dem Ding durchaus stehen. Ferdi hat aber recht, es ist halt kein klassisches Ghasel.

    Hallo Willibald,

    Ich danke dir sehr herzlich für dein sehr einfühlsames Eintauchen und die viele, professionelle Arbeit! Ich fühle mich sehr geehrt!

    Lieben Gruß
    ablaa

  13. #13
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    Hi albaa,
    wenns metrisch nicht zu dolle aus dem Konzept springt empfehle ich für Z3 in Betracht zu ziehen:

    Er flog Tag und Nacht (das "bei" ist überflüssig) den gewonnenen Platz aus einer Silbe investieren in:
    das Herz schlug ihm bis zum Halse

    natürlich sind solche Texte als rätselhaft verklausulierend (sich nach außen einschliessend) sind mehr sonderlich populär. Häufig las ich Kritiken wie "altbacken" , der Predigtsprache nahe die ihre Bildsprache aus der sehr antiquierten Sprache der Bibel entnimmt etc. pp.
    Überhöhend moralisierend usw...etc.pp.

    Meiner Meinung nach kann so ein Text gelingen wenn er den Leser ahnend lässt worum es geht- also den Grad der Moralisierung und des Verklausisierens nicht so wählt, dass die meisten Leser ohne Antwort bleiben - da ist dann die Abwendung sehr nahe liegend.

    im Prinzip ist der Gegenstand des Textes ja gar nicht so kompliziert: eine durch mehrere prüfende Prozesse geläutertes Wort wird zu DEM Wort überhaupt...klingt m.M.n. auch ein bißchen naiv märchenhaft...aber dies ist ja Autorenfreiheit und nicht zuletzt auch Glaubenssache und sicher auch selektierend....denn des Rätsels Lösung (Welches Wort ist es?) findet sich mMn in den Anspielungen zu den Biblischen Bildern (den weißen Vogel...= Taube = heiliger Geist)

    Natürlich kann alles auch ganz anders sein...
    Aber den Titel würde ich nun doch Anregen wollen zu Überdenken...
    Beste Grüße
    gitano

    Handwerklich würde eine klangvollere oder rhythmisch- markantere Form das Anliegen unterstützen
    "Die Deutlichkeit ist die Höflichkeit in der Kritik."
    feiner Satz von M. Reich-Ranicki

  14. #14
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    Hallo gitano!

    Zitat Zitat von gitano Beitrag anzeigen
    Hi albaa,
    wenns metrisch nicht zu dolle aus dem Konzept springt empfehle ich für Z3 in Betracht zu ziehen:

    Er flog Tag und Nacht (das "bei" ist überflüssig) den gewonnenen Platz aus einer Silbe investieren in:
    das Herz schlug ihm bis zum Halse
    Also du meinst statt:
    Er flog bei Tag und Nacht - das Herz schlug bis zum Halse
    xXxXxX // xXxXxXx

    Er flog Tag und Nacht das Herz schlug ihm bis zum Halse

    XxXxX // xXxXxxXx

    Das wäre aber kein Alexandriner mehr und auch klanglich/rhythmisch keine Verbesserung.



    natürlich sind solche Texte als rätselhaft verklausulierend (sich nach außen einschliessend) sind mehr sonderlich populär. Häufig las ich Kritiken wie "altbacken" , der Predigtsprache nahe die ihre Bildsprache aus der sehr antiquierten Sprache der Bibel entnimmt etc. pp.
    Überhöhend moralisierend usw...etc.pp.

    Meiner Meinung nach kann so ein Text gelingen wenn er den Leser ahnend lässt worum es geht- also den Grad der Moralisierung und des Verklausisierens nicht so wählt, dass die meisten Leser ohne Antwort bleiben - da ist dann die Abwendung sehr nahe liegend.

    im Prinzip ist der Gegenstand des Textes ja gar nicht so kompliziert: eine durch mehrere prüfende Prozesse geläutertes Wort wird zu DEM Wort überhaupt...klingt m.M.n. auch ein bißchen naiv märchenhaft...aber dies ist ja Autorenfreiheit und nicht zuletzt auch Glaubenssache und sicher auch selektierend....denn des Rätsels Lösung (Welches Wort ist es?) findet sich mMn in den Anspielungen zu den Biblischen Bildern (den weißen Vogel...= Taube = heiliger Geist)

    Natürlich kann alles auch ganz anders sein...
    Aber den Titel würde ich nun doch Anregen wollen zu Überdenken...
    Wie meinst du das?



    Handwerklich würde eine klangvollere oder rhythmisch- markantere Form das Anliegen unterstützen
    Alexandriner können das nicht?

    Welche Form wäre deines Erachtens "klangvoller und rhythmisch-markanter"?

    Danke für deinen Besuch!

    Lieben Gruß
    albaa
    Geändert von albaa (08.04.2020 um 16:59 Uhr)

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