1. #1
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    Geisterbeschwörung

    O holder Wacholder, berauschender Gin,
    du Geist in der Flasche, ich lass dich dort drin!
    Entrinnst du, verliere ich Sinn und Verstand,
    kaum offen – besoffen, ich hab’s in der Hand.

    Bleib bloß in der Flasche, bezaubernder Dschinn!
    Drei Wünsche erfüllst du, doch lass ich dich drin,
    sonst steckst du am Ende noch jedem, was da
    in tausend und einer der Nächte geschah.
    Komische Lyrik ist der Hofnarr der Poesie

  2. #2
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    Hallo plotzn,
    ein gelungenes Gedicht, gut zu lesen und prägnant in der Aussage.
    Deine Zeilen sind ein Farbklecks in der grauen Wüste des Alltags.
    LG Alfredo
    Geändert von Alfredo (03.03.2020 um 13:55 Uhr)

  3. #3
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    Härrlisch, lieber Stefan,

    feinstes und vor allem geistreiches (!) Wortspiel mit orientalischem Touch und köstlichem Binnengereime (kaum offen-besoffen).

    Kurz und würzig, klasse!

    LG
    Rich

  4. #4
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    Servus Alfredo,
    fürs Klecksen wurde ich bisher noch nie belohnt - danke!

    Liebe Richy,
    orientalisch und würzig, was will ich mehr? Und dann auch noch ein 40%-tiges Lob zum Wortspiel!
    Könntest du bitte noch kurz die Arme verschränken und blinzeln, damit alle meine weiteren Wünsche auch in Erfüllung gehen?

    Danke Euch beiden und liebe Grüße!
    Stefan
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  5. #5
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    Hallo Plotzn, ändere Farbklecks in Farbtupfer.
    LG Alfredo

  6. #6
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    Lb. Plotzn,

    mir gefällt Dein Gedicht, auch weil es auf witzige Weise sehr gelungen gegen den Alkoholkonsum spricht.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  7. #7
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    Hallo Stefan,

    Dein zauberhaftes Gedicht sprang mir beim Herumstöbern direkt ins Auge. Die Wortspielerei hast Du perfekt in Szene gesetzt.
    Ob Gin oder Dschinn – der Geist bleibt dort drin. Obwohl ein Gin Tonic als Aperitif nicht zu verachten ist.

    Sehr gerne gelesen und geschmunzelt und an Tausendundeine Nacht gedacht.

    Deine tollen Ideen sind scheinbar grenzenlos.

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  8. #8
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    Servus Alfredo,
    danke, den Tupfer nehme ich auch gerne!

    Servus Hans,
    freut mich, dass es dir gefällt. Beim Alkohol (und insbesondere beim Schnapsbrennen) scheiden sich die Geister.
    Wie so oft ist es eine Frage der Dosis.

    Servus Dabschi,
    hach, das fehlt noch in der Chronik - die Geschichte vom Dschinn Tonic..

    Danke Euch Dreien und liebe Grüße!
    Stefan
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  9. #9
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    Zitat Zitat von plotzn Beitrag anzeigen
    O holder Wacholder, berauschender Gin,
    x Xx xXx xXxx X
    du Geist in der Flasche, ich lass dich dort drin!
    x X x x Xx x X x x X
    Entrinnst du, verliere ich Sinn und Verstand,
    xX x xXx x X x xX

    kaum offen – besoffen, ich hab’s in der Hand.
    x Xx xXx x X x x X

    Bleib bloß in der Flasche, bezaubernder Dschinn!
    x X x x Xx xXxx X
    Drei Wünsche erfüllst du, doch lass ich dich drin,
    x Xx xX x x X x x X
    sonst steckst du am Ende noch jedem, was da
    x X x x Xx x Xx x X
    in tausend und einer der Nächte geschah.
    x Xx x Xx x Xx xX
    Grüße, ein Amphibrachys, gut gemacht. da drauf trinken wir einen. Ja, und der Rest gelungen.

    tschüß

  10. #10
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    Schön, dass wir uns bezüglich der Hebungen und Senkungen einig sind

    Prost!
    Stefan
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  11. #11
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    Hallo plotzn,

    eine meisterhafte Geisterbeschwörung!
    Aber irgendwie auch ein bisschen schade, dass sie so prima gelang. Das hätte eine Neuauflage von "Bezaubernde Jeannie" werden können, nur dieses mal mit einem männlichen Pendant und wir Leser wären zu begeisterten Mitwissern dunkelster Geheimnisse geworden.

    Erheiterte Grüsse,
    Miserabella

  12. #12
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    Servus Miserabella,

    das mit der Neuauflage wird wohl nix - wenn ich die Arme verschränke und zu blinzeln anfange, wundere ich mich höchstens, wie schnell die freundlichen Herren mit der extra-langärmlige Jacke vor mir stehen.

    Und über die dunkelen Geheimnisse hüllt der Dichter den Mantel des Schweigens

    Dank Dir und liebe Grüße,
    Stefan
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