1. #1
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    Faschismus im Kontext zum Handeln staatlicher Stellen

    Wenn ein Mensch (Höcke), der noch nie irgendwo regiert hat, gerichtlich bestätigt ein Faschisten genannt werden darf, dann besteht das Risiko, dass das entstehende Gericht, das dies so entschieden hat, eher faschistisch ist, weil es im Gegensatz zu diesem Menschen nicht nur eine Meinung äußert sondern in Form eines für alle gültigen Urteils eine Handlung vollzieht. Mit dieser Handlung des Gerichts wird dieser Mensch vor allen und für den diskriminierenden Gebrauch aller gebrandmarkt. Das amtliche Freigeben des kollektiven "mit dem Finger auf einen zu zeigen", ja das regelrechte amtliche Ermuntern dazu, mit dem Finger auf einen zu zeigen kenne ich sonst nur aus der Nazizeit.
    ---------------------------------Signatur:

    Wohlstand (Konsum) versus Menschenleben. Jetzt können wir zeigen, was Menschsein ist. Ich bin für das Leben. Konsum ist nicht Leben.

  2. #2
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    Hi Zärtlichkeit!

    Nichts für Ungut, aber nach deinem Argument haben also auch in Italien vor dem 2. WK keine Faschisten die Macht übernommen, sondern normale Menschen, die von einigen wenigen Faschisten regiert wurden? Man muss nicht regieren oder regiert haben, um von einer faschistischen Ideologie überzeugt und damit im Wortsinne ein Faschist zu sein.
    So wie Höcke, der kleine Fascho.

    LG!
    Rick: What? Every hospital claims to have the best doctor in the gal(burp)axy. It's like those pizza places that claim to have the best pizza in the world. What- Do you think they have pizza contests? Have you ever been to a pizza contest?

  3. #3
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    Nichts für Ungut, aber nach deinem Argument haben also auch in Italien vor dem 2. WK keine Faschisten die Macht übernommen, sondern normale Menschen, die von einigen wenigen Faschisten regiert wurden? Man muss nicht regieren oder regiert haben, um von einer faschistischen Ideologie überzeugt und damit im Wortsinne ein Faschist zu sein.
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    Faschisten können nur welche sein, die es TATSÄCHLICH tun bzw getan haben. Das andere sind höchstens Sympathisanten von Faschisten. Warum nennen wir nicht gleich alles und jeden einen Faschisten bzw. faschistisch? Die wahren Faschisten wird es freuen. Für die muss man dann nämlich erstmal ein neues Wort erfinden.
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  4. #4
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    Hi Zärtlichkeit!

    Du sagst, "die es [...] getan haben." Frage: Was ist dieses "es"? Der Faschismus? Wie tut man denn den Faschismus?
    Du musst verstehen, dass Faschismus eine Ideologie ist. Wer sich entsprechend einer Ideologie verhält, ist Anhänger dieser Ideologie. Glaube ich an den Kommunismus, bin ich Kommunist. Glaube ich an den Faschismus, bin ich Faschist. Glaube ich an den Kapitalismus, bin ich FDP-Wähler.

    LG!
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  5. #5
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    Du sagst, "die es [...] getan haben." Frage: Was ist dieses "es"? Der Faschismus? Wie tut man denn den Faschismus?
    Du musst verstehen, dass Faschismus eine Ideologie ist. Wer sich entsprechend einer Ideologie verhält, ist Anhänger dieser Ideologie. Glaube ich an den Kommunismus, bin ich Kommunist. Glaube ich an den Faschismus, bin ich Faschist. Glaube ich an den Kapitalismus, bin ich FDP-Wähler.

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    Das sehe ich anders. Ein Anhänger einer Ideologie ist für mich nur jemand, der es tatsächlich tut. Zum Beispiel standrechtliche Erschießung (Faschist*in) oder Enteignung (Kommunist*in) ausführen bzw. als Regierender oder Befehlsempfänger von Regierenden anordnen oder sich als Frau bzw Mann mit Menschen solchem Handelns ins Bett legen.
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  6. #6
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    Standrechtliche Erschießungen haben die Nationalsozialisten auch verübt. Aber zwischen ihnen und Faschisten müssen wir ja eine Unterscheidung machen, nicht wahr?
    Deine Definiton eines Anhängers einer Ideologie ist leider immer noch zweifelhaft konstruiert und argumentiert. Beispiel: Es gibt Dutzende Berichte von "überzeugten Nazis", die aber weder in der Partei aktiv waren noch sonst irgendiwe mit dem Regime in Berührung kamen. Die haben sie nur gewählt. Und an deren Ideologie geglaubt. Wie würdest du solche Menschen dann klassifizieren?
    Wenn du deine Definition nur auf Befehlsträger und Ausführende beschränkst, dann kannst du das Wort "Ideologie" auch gleich streichen, weil dann nicht genug Leute dafür da sind.
    "Ideologie" heißt ja im Grunde "die Lehre einer Idee". Anhänger einer Ideologie müssen also lediglich die Lehren kennen und als solche akzeptieren, um als Anhänger zu gelten.

    LG!
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  7. #7
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    Standrechtliche Erschießungen haben die Nationalsozialisten auch verübt. Aber zwischen ihnen und Faschisten müssen wir ja eine Unterscheidung machen, nicht wahr?
    Deine Definiton eines Anhängers einer Ideologie ist leider immer noch zweifelhaft konstruiert und argumentiert. Beispiel: Es gibt Dutzende Berichte von "überzeugten Nazis", die aber weder in der Partei aktiv waren noch sonst irgendiwe mit dem Regime in Berührung kamen. Die haben sie nur gewählt. Und an deren Ideologie geglaubt. Wie würdest du solche Menschen dann klassifizieren?
    Wenn du deine Definition nur auf Befehlsträger und Ausführende beschränkst, dann kannst du das Wort "Ideologie" auch gleich streichen, weil dann nicht genug Leute dafür da sind.
    "Ideologie" heißt ja im Grunde "die Lehre einer Idee". Anhänger einer Ideologie müssen also lediglich die Lehren kennen und als solche akzeptieren, um als Anhänger zu gelten.

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    Nazi zu sein ist einfach praktisch ausgelebte Mordlust, nicht zu verwechseln mit dem Abgrenzen gegen Menschen aus anderen Kulturen, die sich ihrerseits genauso abgrenzen gegen Menschen anderer Kulturen (würden). Eine Ideologie ist hingegen der Glaube an bestimmte Zusammenhänge.
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  8. #8
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    Wie es nach deinem letzten Satz aussieht, śtimmst du mir jetzt doch zu, dass Faschismus eine Ideologie ist, und dass man auch dann Faschist ist, wenn man an sie glaubt. Vor allem, wenn man glaubt, durch totalitäre Abgrenzung würden sich alle Probleme lösen.

    LG!
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