Liebe Stille, ich fürchte dich,
wird es still, fürchte ich mich,
werd ich still, packst du mich
liebe Stille, ich fürchte dich.

Bist du da, kommen die Gedanken,
Bist du da, komme ich ins Wanken.
Bist du da, denke ich an die Vergangenheit,
Bist du da, spüre ich die alte Zeit,

Oh Stille, liebe Stille, ich fürchte dich.

Bist du da, kommen die alten Bilder,
bist du da, sind sie auch wieder da,
bist du da, spür ich die alte Angst,
ist ein wenig Krach zu viel verlangt?

Liebe Stille, lass mich raus,
ich halt dich nicht mehr aus.

Nur ein wenig Ablenkung,
eine klitze-kleine Fernsehsendung,
oder Youtube-Koma, den ganzen Tag,
weil ich dich einfach nicht mehr hören mag.

Ich will doch einfach nur nicht mehr dran denken,
kannst du mir nicht Ruhe vor der Ruhe schenken?

Liebe Stille, ich fürchte dich,
dein gigantisch-Großes Gewicht,
du schwebst über mir, die ganze Zeit,
du bist das Gewissen aus der alten Zeit.

Zwanghaft schaffe ich mir neue Zeitvertreibe,
mache Sonntagstaichi oder Spontanfernreisen,
alles, um irgendwie vor dir zu fliehn,
doch du bleibst immer nah bei mir.

So sag ich dir, ich fürchte dich,
doch ich sag dir auch, ich stelle mich,
Und statt zu versuchen, dich auszuschalten,
werde ich versuchen zu lernen, dich auszuhalten.