Thema: Klares Signal

  1. #1
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    Klares Signal


    Klares Signal

    Die Pandemie zeigt einmal mehr:
    So wichtig sind wir Menschen nicht!
    Die Erde hat es mit uns schwer
    Zu wahren ihr Naturgesicht...

    Fast alles ist nun menschbedeckt,
    Was Erde kaum noch tragen kann.
    Die Menschheit hat noch nicht gecheckt:
    Vermehrung bleibt ein leerer Wahn...

    Sie sieht sich als die Schöpfungskrone
    Und macht sich alles untertan,
    Kommt damit zur Gefahrenzone,
    Weil sie bisher nicht anders kann.

    Und man zerstört den Himmel, Lüfte,
    Gewässer, Felder, Ackerböden.
    Das schafft uns doch nur eig'ne Grüfte
    Und trägt uns hin zu neuen Nöten.

    Die Pandemie zeigt nun die Grenzen
    Auch dem, der meint, er sei der Beste.
    Wenn wir vernichtend weiter glänzen,
    Dann bleiben von uns nur noch Reste...


    ©Hans Hartmut Karg
    2020

    *
    Geändert von Dr. Karg (22.03.2020 um 09:10 Uhr) Grund: Textkorrektur

  2. #2
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    Hallo Dr.Karg,

    sag das mal denen, gemeint sind Bachblütenteetrinker und Gutmenschen, die schon seit Jahren der Natur ins Handwerk pfuschen, weil sie meinen man müsse jeden Menschen dieser Erde retten...damit dann alle händchenhaltend bei glutenfreiem Stockbrot ums Lagerfeuer tanzen können. Dennoch bin ich der Meinung, man sollte das eine vom anderen trennen. Jetzt gilt es erst mal das Virus zu vertreiben, danach aber muss man sich dann aber auch all den anderen Themen widmen.

    Für all diejenigen, die immer noch nicht begriffen haben:


    Gerade wurde gelmeldet (ARD), dass in Deutschland immer mehr jüngere und junge Menschen auf die Intensivstation müssen. Sollte sich also niemand zu sicher fühlen. Gleichzeitig fordern hochrangige Regierungsmitglieder und Politiker aus der Opposition, dass wir schwerkranke Franzosen nach Deutschland holen, um sie auf unseren Intensivstationen zu behandeln. Also selbst heute, Monate nach Tag X, macht man weiter wie bisher. Ich wünsche keinem, dass er oder einer seiner Angehörigen "nur" deshalb stirbt...weil es an Intensivbetten und ärtzlichem Personal fehlt. Aber wenn es passiert, und es wird schon bald passieren, dann soll es weniigstens die erwischen, die eine solche Politik betreiben oder befeuern. Das Leben ist aber leider nicht gerecht.....

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Letzter Vers, lieber Karg, vielleicht doch - so wie sonst im Gedicht - einen Jambus. Gewollte Stolperstellen können, müssen nicht funktionieren:
    "Dann bleiben von uns wohl nur Reste."

    Nothilfe für BW-Nachbarn Frankreich:
    Hier der reale Hintergrund zu ADs Auslassungen der gewöhnlichen Art, jedenfalls zu der einen:

    Ministerpräsident Kretschmann habe - so die Zeitungsmeldungen - die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart sagt, es gehe um Menschen, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben würden.

    Der Südwesten habe derzeit genügend freie Beatmungsplätze.


    greetse
    ww
    Geändert von Willibald W (21.03.2020 um 17:20 Uhr)
    alis nil gravius, o nycticorax

  4. #4
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    Glaube nicht dass das Virus eines von deinen Selbstbestätigungsmechanismen ist. Was hier als klares Signal verstanden wird, könnte in seiner Komplexität nicht verwirrender sein weil die Frage nach jeglicher Zukunft offen bleibt. Vielleicht sind Himmel und Lüfte nur etwas zu beeindruckendes als dass es in das gesamttechnische Konzept der Weiterentwicklung einbezogen werden könnte und als ob sie verschwinden würde wenn einer was von Gräbern erzählt die wir uns selber schaufeln. Wir müssten kühl analysieren und nicht solchem aberglauben frönen wie es das Gedicht verbreitet. Du warst doch der erste Hamsterkäufer der um sich herum nur noch Gefahrenzone sieht und von diesem Standpunkt macht es Sinn. ansonsten aber nicht.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Terrorist,
    das Gedicht verbreitet keinen Aberglauben, sondern weist gerade darauf hin, dass unser Aberglaube darin besteht, dass wir meinen, wir wären die Krone der Schöpfung und auch in der Pandemiezeit nahezu unantastbar...
    Es ist in der jetzigen Situation wenig hilfreich, Mitmenschen Hamsterkäufe zu unterstellen, die man gar nicht wirklich kennt. Ich selbst bin seit zwei Wochen nur im Haus und ernähre mich von selbstgebackenem Brot, von Reis, Kartoffeln und Pasta. Das geht gut! Alle Vorräte schon lange im Haus!
    LG H. H. Karg

  6. #6
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Terrorist,
    das Gedicht verbreitet keinen Aberglauben, sondern weist gerade darauf hin, dass unser Aberglaube darin besteht, dass wir meinen, wir wären die Krone der Schöpfung und auch in der Pandemiezeit nahezu unantastbar...
    Es ist in der jetzigen Situation wenig hilfreich, Mitmenschen Hamsterkäufe zu unterstellen, die man gar nicht wirklich kennt. Ich selbst bin seit zwei Wochen nur im Haus und ernähre mich von selbstgebackenem Brot, von Reis, Kartoffeln und Pasta. Das geht gut! Alle Vorräte schon lange im Haus!
    LG H. H. Karg
    Macht natürlich keinen Sinn, wenn du schreibst, dass wir als Menschen nicht so wichtig sind. Oder gehörst du zu denen sich dadurch das Überleben verdient haben?

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  7. #7
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    Zitat Zitat von AndereDimension Beitrag anzeigen
    Hallo Dr.Karg,

    sag das mal denen, gemeint sind Bachblütenteetrinker und Gutmenschen, die schon seit Jahren der Natur ins Handwerk pfuschen, weil sie meinen man müsse jeden Menschen dieser Erde retten...damit dann alle händchenhaltend bei glutenfreiem Stockbrot ums Lagerfeuer tanzen können. Dennoch bin ich der Meinung, man sollte das eine vom anderen trennen. Jetzt gilt es erst mal das Virus zu vertreiben, danach aber muss man sich dann aber auch all den anderen Themen widmen.

    Für all diejenigen, die immer noch nicht begriffen haben:


    Gerade wurde gelmeldet (ARD), dass in Deutschland immer mehr jüngere und junge Menschen auf die Intensivstation müssen. Sollte sich also niemand zu sicher fühlen. Gleichzeitig fordern hochrangige Regierungsmitglieder und Politiker aus der Opposition, dass wir schwerkranke Franzosen nach Deutschland holen, um sie auf unseren Intensivstationen zu behandeln. Also selbst heute, Monate nach Tag X, macht man weiter wie bisher. Ich wünsche keinem, dass er oder einer seiner Angehörigen "nur" deshalb stirbt...weil es an Intensivbetten und ärtzlichem Personal fehlt. Aber wenn es passiert, und es wird schon bald passieren, dann soll es weniigstens die erwischen, die eine solche Politik betreiben oder befeuern. Das Leben ist aber leider nicht gerecht.....

    Gruß, A.D.

    Grüße, ihr Zwei.


    @AD


    Deinen Wortlaut hier kann ich lückenlos unterschreiben, lückenlos.


    @Dr. Karg



    Glückwunsch, das erste Gedicht was ich lese, wo der Rhythmus stimmt. Der Jambus kommt ohne hakeln durch, so macht es Spaß ein Kargsches Gedicht zu lesen. Beifall. Sogar die Hebungszahlen stimmen, acht und neun.

    Der Inhalt ist auch gelungen, ein sehr gut.

    Also großen Beifall.

    So, tschüß ihr Beide.

  8. #8
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    Hmmm... Der ausklang des gedichtes ist wie der inhalt sehr schwach aussagend. Am ende bleiben, wie jeder weiss, nicht mal reste sondern im besten falle die erinnerung.
    Die wirklich widerlichen satzumstellungen machen den text zudem undeutlich und wirken reimumbaut.
    Alles in allem sehe ich auch kein gedicht sondern wie immer eine unglückliche betriebsanleitung, wie man ein toller mensch wird.
    Allerdings fehlt... Wie in jedem anderen werk, die erklärung, was dann toller ist wenn alle besser sind.
    Aus diesem grund ist es für mich nicht mal interressant, sondern wirkt wie eine schlecht abgeschriebene parole vpn jemandem der was transportieren wollte.
    wissen zerstört... denken befreit

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  9. #9
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    heimlicheFeder,
    auch hier gilt: Wenn Ihr's nicht fühlt, Ihr werdet's nicht erraten.
    Das Gedicht ist kein Zuckerschlecken - und deshalb vielleicht so schwer annehmbar.
    Aber unsere Zukunft hängt auch damit zusammen, ob wir unsere Probleme erkennen und mit aller Bescheidenheit zu lösen versuchen - oder ob wir weiterhin auf den Putz hauen wollen...
    LG H. H. Karg

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