Thema: Auenwelt

  1. #1
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    Auenwelt

    nichts bewegt sich
    nur die langsame Sonne
    ber den Grten
    und im kurzen Gras
    ein winziger Wind

    lautlos klackern
    hinter den Fenstern
    der Homeoffices
    die Tastaturen
    sonntags im Exil

  2. #2
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    Lb. saegefisch,

    ein Situationsbild, dass sich auch durch Corona ergibt. Die Tastaturen sind heute sehr leise, doch wenn sie klackern knnen sie nicht lautlos sein. Bisher ist unser Exil meist freiwillig. Hoffentlich wird's nicht zum Zwang.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhltlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo Hans,

    danke fr die Rckmeldung und dss aufmerksame Lesen. ja, die lautlos klackernden Tastaturen sind ein Widerspruch in sich, ich lege gern Fragen in meine Texte. das ist so eine Fragestelle. ich selbst kann mir drei mgliche Antworten vorstellen, jedenfalls habe ich drei in das Gedicht hineingelegt:

    1. die Fenster sind zu, das Klackern ist nur drinnen zu hren, von drauen ist es lautlos, man kann es durch die Scheiben nur sehen.

    2. Sonntagsruhe: die Tastaturen stehen sonntags still, weil das Homeoffice an diesem Tag wieder Wohnzimmer sein darf, ich finde, lautloses Klackern passt im Zusammenhang gut dafr als Bild.

    3. und vielleicht als Bild fr das allgemeine Stillewerden, die Gedmpftheit der Stimmung, das Herunterfahren der Lebensbereiche, eigentlich unter den drei Varianten mein Favorit,


    lieben Gru und danke dir,
    sf

  4. #4
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    Stell dir vor der winzige Wind wrde die Tastaturen klicken lassen und wir htten wenigsten etwas getan um die Wirtschaft zu retten, damit das ganze Chaos nicht umsonst war und wir uns in unseren Toten erkennen mssen.
    Wie die zum Fetisch werden. In den ffentlichen Grten die wir ab jetzt den Geistern berlassen.

    MFG!
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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