Die schnöde Angst beschleicht der Menschen Herzen,
sie fürchten sich vor Krankheit, frühem Tod.
Auch mir ists keinesfalls zumut zum Scherzen,
ich weiß um Siechtum, kenne ihre Not.

Das Gottvertrauen geht ganz rasch in Binsen,
mit Klopapier versucht er sich zu schützen;
die Maske vorm Gesicht verbirgt mein Grinsen -
was soll der ganze Kram uns wirklich nützen?

Nur einer, Baldur, geht mit stolzen Schritten
den Götterpfad entlang und zaubert Farben,
verwandelt die Natur und hört mein Bitten:
Lass uns, o Gott, im Jammertal nicht darben!

Der Frühlingsgott erhört mein stilles Flehen,
im Wiesengrund erblüht ein blaues Veilchen.
Die Hoffnung soll uns also nicht vergehen,
nun warte du, o Mensch, ein kleines Weilchen!

Bewahre ganz gelassen die Balance,
verlass dich auf die Kräfte der Natur
ergreife mutig und beherzt die Chance
zum Sinneswandel - seis ein bisschen nur!