Thema: Bettler

  1. #1
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    Bettler

    Dem Bettler hilft der Reiche nicht.
    Nicht selten wurd er durch ihn reich.
    Er freut sich an des Bettlers Pflicht.
    Sein karges Leben ist ihm gleich.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans Plonka, ich habe einen Tag vor dir mein Gedicht
    'Der Tod eines Obdachlosen'
    ins Forum gestellt.
    Dein Gedicht 'Bettler' behandelt die gleiche Thematik.
    Deine Sozialkritik in nur vier Zeilen ist eine Meisterleistung der Aussagekraft.
    Ich hoffe, dass doch einige Leser aus ihrer Lethargie aufgescheucht werden.
    Es grüßt dich
    Alfredo

  3. #3
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    Lb. Alfredo,

    da habe ich wenig Hoffnung. Es gibt wenig echtes Verständnis, das auch zu Hilfen führt. Es liegt auch an der Politik die für den Wohlstand der breiten Masse nichts wesentliches tut. In Deutschland liegen die Renten im Durchschnitt bei ca. 800.- € dafür kann man keine gute Wohnung mieten.
    Deutschland hat Exportüberschüsse für die Gewinne der Produktionsmittelinhaber. Importe sind geringer weil die breite Masse keine Kaufkraft hat.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    lieber hans

    ich habe gerade dein schreiben hier durchgelesen. das sehe ich nicht ganz so. wieso ist der staat für
    den wohlstand der breiten masse verantwortlich? ich habe noch mit 75 jahren im geschäft meiner tochter gearbeitet.
    wir haben fürs alter alleine vorgesorgt. wenn einer bei uns 800 euro rente bekommt zahlt der staat noch 130 euro
    aufstockung dazu. davon kann man eine einigermaßen gute sozialwohnung mieten. zwar nicht in einer großstadt, wo die meisten hin wollen. mit dem geld kann man zwar keine großen sprünge machen. meine mutter hat mit zwei kindern in einem zimmer gelebt. sie ist aber nie auf den gedanken gekommen ,das der staat für sie etwas tun muss.
    wenn heute viele zu faul sind für ihre familie zu kochen,gemüse und obst giebt es im sommer preiswert zu kaufen.
    die das geld für zigaretten und alkohol ausgeben,oder ihre kinder ohne pausenbrot in die schule schicken?
    ihnen dafür geld in die hand geben damit sie sich was kaufen können?
    es tut mir leid,dafür habe ich kein verständnis.
    und warum müssen wir waren importieren ,nur weil sie ein paar cent billiger sind?
    wenn die bei uns hergestellt würden, hätte die breite masse auch was davon.
    das ist jetzt nur meine meinung ,andere sehen es sicher nicht so .es würde mich enteressieren , wie sie es sehen.

    viele grüsse margot

  5. #5
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    Lb. Margot,

    bei Dir liegt eine Prägung vor, welche die Menschen nach Wert und Schuld beurteilt, womit Du Dir eine bessere Wertigkeit gibst als vielen anderen. Diese Einstellungen (Prägungen) fördern auch diese großen sozialen Unterschiede. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass es keine Schuld gibt, denn alles ist eine zwingende Folge von Vergangenem und der Umwelt (Schicksal). Diese Erkenntnis wird bei der Tierdressur genutzt und hat sich da ausnahmslos erwiesen. Der Mensch ist dabei keine Ausnahme. Es ist nicht sicher, ob er im Durchschnitt das intelligenteste Tier auf der Erde ist. Ebenso intelligent oder intelligenter sind: • Goffinkakadu, Kapuzineraffe, Elefant, Delfin, Ameise, Graupapagei, Schimpanse, Rabe/Krähe, Waschbär, Buckelwal, Orang-Utan, Ratte, Tintenfisch, Taube, Schwein, Portia-Spinne.
    Der Staat sind wir alle, die wir uns von der Politik verwalten lassen. Von der Politik erwarten wir, dass sie alles so reguliert, dass eine gerechte Verteilung stattfindet. Bessere Zuteilung natürlich für mehr Leistung und gleichmäßige Zuteilung von Allgemeingut (Bodenschätze und von Vorfahren geschaffene Allgemeingüter. Sowie Entschädigung für Einschränkungen die durch private Nutzungen entstehen). Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre gut dafür geeignet). Die Politik wird diesen Erwartungen in keiner Weise gerecht. Denn sie dereguliert und fördert die sich im Privatbesitz befindliche Wirtschaft und damit auch leistungslosen Einkommen jeder Art, das dann auch noch geringer besteuert wird als Arbeitseinkommen. Mit Privatisierungen wurde das Volk bestohlen. Erst wurden Vermögenssteuer, der Spitzensteuersatz gesenkt und die Kapitalverkehrssteuer abgeschafft und Erbschaftssteuer gesenkt und dann konnten die schon Reichen von dem Ersparten unser Vermögen übernehmen.
    Sicher hast Du ein gutes Auskommen, dass durch gute Leistungen Deines Lebens begründet ist, doch nicht jeder hat dieses Glück und niemand von diesen Unglücklichen ist daran schuld, sondern es sind die gesellschaftlichen Umstände zu denen auch Prägungen wie oben beschrieben beigetragen haben.
    Hier habe ich nicht meine Meinung geschrieben, sondern von Erkenntnissen, die ich für Fakten halte, solange sie nicht widerlegt werden können.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (24.04.2020 um 10:51 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    lieber hans

    ich glaube,das du dir ein etwas falsches bild von mir machst.
    ich bin sehr sozial eingestellt. habe jahrelang gut erhaltene kleidung gesammelt,welche dann ein pater an obdachlose verteilte. ich arbeite auch ehrenamtlich schon acht jahre an einner tafel.
    ich bewerte die menschen nicht nach wert und schuld.ich will auch nicht besser dastehen wie viele andere.
    bei uns wurden einigen obdachlosen preiswerte wohnungen angeboten. damit verbunden auch noch andere vergünstigungen.
    was ist daraus geworden? sie haben die wohnungen nicht ongenommen
    und warum nicht? sie wolten lieber auf der strasse leben,da hätten sie keine verantwortung.für eine wohnung.
    es sind nicht alle so. du schreibst in einem kommentar an alfredo,das man den menschen eine perspecktive
    und anerkennuung bieten sollte ? das stimmt schon,aber wollen das einige auch?
    sie werden ja mit dem nötigsten versorgt.
    ich bin am brotstand bei der tafel. zu mir kommen dann die leute und wollen nur geschnittenes brot.wenn ich dann frage
    warum kein ganzes?? dann sagen sie, die scheiben werden zu dick. die nehmen dann lieber gar kein brot.
    ich frage dich ,sind die arm? wofür bekommt man anerkennug? ich meine, indem man versucht an seinen zustand etwas zu ändern.,wenn es möglech ist. und annerkennung bekommt einer nur,wenn er auch etwas macht.
    und das die geselschaftlichen umstände schuld sind, das einige auf der strasse leben.das ist es nicht nur
    da gehöhren immer zwei dazu. das mir die obdachlosen nicht leid tun,so ist es nicht..
    ich kaufe auch jedesmal,wenn wir bei der tafel sind einiges für die kinder dort,oder andere lebensmittel.
    und das ich nicht so schlecht gestellt bin wie andere,das war nicht nur glück,das war harte arbeit.
    das ist nur meine meinung.andere sehen es sicher anders.

    liebe grüsse margot
    Geändert von Margot (25.04.2020 um 22:52 Uhr)

  7. #7
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    Liebe Margot,

    Die Tafel, Kleiderkammern und ähnliche Hilfsdienste, bei welchem sich die Menschen untereinander helfen, entlasten den Staat, der dann die Umverteilung und Privatisierung von fleißig nach reich ohne jede Kritik weiter betreiben kann. Vor 50 Jahren hat es das nicht gegeben. Heute ist das pro Kopf Vermögen und Einkommen sehr viel höher. Die Politik hat jedoch dafür gesorgt, dass die Verteilung immer ungleicher wurde.
    Es sollte nicht erforderlich sein Almosen zu verteilen. Jeder sollte erhalten was ihm zusteht und das ist ein bedingungsloses Grundeinkommen und ein Recht auf einen Einkommensplatz, so wie Hilfe bei Krankheit.
    Es ist demütigend mit Almosen versorgt zu werden. Nicht jeder nimmt es an. Wer sich damit arrangiert, hat meist schon aufgegeben und nicht arbeiten zu wollen ist meist eine Schutzaussage für das nicht mehr in der Lage sein oder das Vermeiden wollen von weiteren Demütigungen bei der Arbeit oder nicht mehr für den Luxus der Reichen arbeiten zu wollen und sich nicht von Reichen ausbeuten zu lassen.
    Die Obdachlosen haben ein armes aber auch freies Leben. Es gibt Obdachlosenheime mit geringem Übernachtungsgeld. Es sind Massenquartiere, die nicht empfehlenswert sind und die Übernachtung im Freien wird oft vorgezogen.
    Der Obdachlose kann an seinem Zustand nichts ändern, es ist ihm nicht möglich und wenn doch, wird er es kaum erkennen. Der Einzelne unterliegt den Zwängen der Gesellschaft, er trägt nicht Schuld, sondern Verantwortung für sich und die Gesellschaft, auch wenn die Gesellschaft zu seinem Nachteil ist, soll er dann Verantwortungsvoll damit leben. In vielen Fällen ist er jedoch dann nicht mehr dazu in der Lage. Wenn dies der Fall ist, ist es seiner Umwelt (der Gesellschaft) zuzuschreiben, dass es so weit gekommen ist. Es ist für alle genug da. Jeder sollte bedingungslos so viel Grundeinkommen erhalten, dass er würdig davon leben kann, wenn er dann lieber auf der Straße lebt ist es seine Privatsache.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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