Thema: nebeltanz

  1. #1
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    nebeltanz

    wenn du mich einst suchst rede mit den steinen
    ich habe sie mein leben lang gesucht geschätzt
    und auch öfter mal übers wasser hüpfen lassen

    abends fliege ich als lichtblinder falter um laternen
    sitze als klagendes käuzchen auf manch kahlem ast
    oder bin der säuselnde wind in wiegenden weiden

    in vollmondnächten steige ich im nebelgewand aus
    feuchtem wiesengrund lade dich zum tanz und wir
    schauen uns augenlos an küssen uns ohne lippen
    Geändert von Perry (17.04.2020 um 21:34 Uhr)

  2. #2
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    Das ist in meinen Augen ein ausdrucksstarkes Prosagedicht,
    wundervoll die letzte Zeile.

    Gruß Lé

  3. #3
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    Hallo, Perry,

    kaum kann ich in Worte fassen, was mich so ergreift! Ich wünschte, ich könnte meinen Allerliebsten ebenso tröstende Worte hinterlassen, wenn ich gehe! Wir sind Teil der Natur, wir sind in allem …

    Und wieder hast du so schlicht geschrieben (ohne Satzzeichen, ohne Groß- und Kleinschreibung), und es stört mich nicht ein bisschen!

    Ätherisch zart, voll Liebe und tiefem Schmerz, voll Zuversicht, voll Helle und Trost!

    Danke für dieses schöne Gesicht!

    Hoya
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

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