Seite 18 von 18 Erste ... 8161718
  1. #256
    Registriert seit
    Dec 2013
    Ort
    Aus dem Wald
    Beiträge
    586
    Hallo,

    nun wird es allmählich klarer, was die Idee war. Meine Zeilen sollten zur Einführung gehören (Anrufung der Götter) - noch nicht zum Feiern des Sommers. Sie sind recht blass, verglichen mit dem "bunten, fröhlichen Kleid" der anderen Verse, die so geschmeidig daher kommen! Wirklich schön, alle!

    Ich wünsche ein gutes Gelingen! (Die Hymne wäre nichts für mich.)

    LG H
    "Wenn man das Leben nur auf eine Art betrachtet, gibt es immer einen Grund zur Sorge." Elizabeth Bowen

  2. #257
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    1.329
    Hi Freunde der Hexarei, ich habe einen Text der eigentlich ein Übungsbeitrag war um den sog. Mesomacer zu üben, ein Begriff, entlehnt von Kloppi, den ferdi vorstellte. Nun, "die Besinnlichen" wäre ein Mesomacer, eben xxXxx, da gäbe es sicherlich einiges was sich in einen derartigen WORTfuß finden ließe, ich machte mir Gedanken um diese einprägsame Betonung eines Sprechzuges zu üben, heraus kam dieses:

    der 8volle mesomacer:

    Dichter, Talentierteren wird . - der mesomacer - . ewig ein Ding sein,
    Doch: die Begabteren fordern, wie immer: Hexameter hexen!
    Sing virtuoseres noch, denn poetischer kann es kein andrer'.
    Bitte, o schreib!! das Entsetzliche springt auf die Bühne, gefährlich
    droht des Nachts anapästlicher Zorn, mir zitterts gewaltig!
    Singe Poet, dem verwunschenen Blut, dem Sünder Erlösung!

    Ich meine hier braucht es noch Feinschliff und Inspiration um das Dinges auf Hochglanz zu bringen, Grammatik, Syntax, was weiß ich. Wie "Mesomacer" selbst betont wird ist allerdings zweitrangig, ich habe diesen Begriff befohlen selbst ein Mesomacer zu sein, basta! Ansonsten würde einiges zusammenbrechen. Ich denke dieser Text würde auch eine besondere Textgestaltung vertragen können, sprich Schrifftarten und Symbole sind erwünscht. Ich bitte um Meinungen.


    Fietje Butenlänner

  3. #258
    Registriert seit
    Apr 2020
    Ort
    Bei Yan
    Beiträge
    764
    Zitat Zitat von Butenlänner
    der 8volle mesomacer:

    Dichter, Talentierteren wird . - der mesomacer - . ewig ein Ding sein,
    Doch: die Begabteren fordern, wie immer: Hexameter hexen!
    Sing virtuoseres noch, denn poetischer kann es kein andrer'.
    Bitte, o schreib!! das Entsetzliche springt auf die Bühne, gefährlich
    droht des Nachts anapästlicher Zorn, mir zitterts gewaltig!
    Singe Poet, dem verwunschenen Blut, dem Sünder Erlösung!

    Ich meine hier braucht es noch Feinschliff und Inspiration um das Dinges auf Hochglanz zu bringen, Grammatik, Syntax, was weiß ich.
    Hallo Fietje,

    ich dachte zuerst ja, was will er denn? Doch beim näheren Hinsehen entdecke ich doch eine ungewöhnliche Freiheit in der Benutzung der Satzzeichen:
    der 8volle mesomacer: wozu der Doppelpunkt?

    Dichter, Talentierteren wird . - der mesomacer - . ewig ein Ding sein,
    die Punkte bei den Gedankenstrichen??
    Doch: die Begabteren fordern, wie immer: Hexameter hexen!
    zweimal Doppelpunkt hintereinander!! Versende grammatikalisch waghalsig.
    Sing virtuoseres noch, denn poetischer kann es kein andrer'.
    Apostroph ja, aber weiter vorn
    Bitte, o schreib!! das Entsetzliche springt auf die Bühne, gefährlich
    nach dem "!! " wäre Großschreibung normal
    droht des Nachts anapästlicher Zorn, mir zitterts gewaltig!
    Singe Poet, dem verwunschenen Blut, dem Sünder Erlösung!

    Ich hoffe, ich konnte dir dienen.

    Gruß Lé.
    "Die Leute die den Reim für das Wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten."
    Georg Christoph Lichtenberg


  4. #259
    Registriert seit
    Dec 2017
    Beiträge
    120
    Hallo Butenlänner!

    "anapästlicher Zorn" ist kaum je "Mesomacer + Einzellänge", ich denke, das liest und hört man immer als Didaktylus?! Wenn du den Mesomacer hörbar machen willst - die Sache mit dem Nachstellen ist da wirklich sehr brauchbar:

    Droht nachts Zorn, anapästlicher, ...

    Hat auch mehr Kontrast zwischen leichten und schweren Versteilen; und es macht eine Hebung frei.

    Gruß,

    Ferdi

  5. #260
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    1.329
    Hi ferdi, hi Lé, danke für die schnellen Gedanken zu dieser "arrogant" klingenden Versübung, einer sonderbaren Hexametrie, dessen inhaltliche Grundlage ein "sinnfreies Sinnieren" bildete, was wie eine skurrile Rechtfertigung klingen mag, dessen Grundlage ein denkfreies Denken obläge. Frei sind die Gedanken, freier wie der Wille diese Beherrschen zu wollen, vlt. nützt diese Theorie dem Poetiker aus Absonderbaren Besonderes zu machen. Hier nun bezgl. eurer Anregungen und Verbesserungen ein revidiertes Fragment:

    8voll, der Mesomacer


    Ach! dem Vergessenen wird der Mesomacer ewig ein Ding sein,
    Doch dem Lebendigen rufen die Götter: "Hexameter hexen!
    Sing virtuoseres halt, denn poetischer kann es kein andrer.
    Manno, nun schreib!! Das Entsetzliche springt auf die Bühne, gefährlich
    Droht Nachts Zorn, zuviel des Poetiker Wahns, wir erzittern,
    Singe Poet, dem verwunschenen Blut, dem Sünder Erlösung!"



    Danke vorab, liebe Grüße

    Fietje

  6. #261
    Registriert seit
    Dec 2008
    Beiträge
    1.329
    Leute, ich habe Nachschub, was haltet ihr von diesen Distichien? Ich schrieb diese Verse als ich 2 Tage Dotcomurlaub nahm.

    Gestern, es fehlte mir Liebe, versprach ich dem Heiland zu dienen,
    dieser Figur an dem Kreuz, Ach, dem gekreuzigten Sohn
    Gottes, der für uns gestorben ist, ich kenne ihn seit meiner Kindheit.
    Überall sehen wir fürwahr Kruzifix hängen, die Kunst
    die man ihm widmete am Altar der sittlichen Kirchen
    prägte die Seele, mein Geist aber vertraute dem nicht!
    Ahnte ich doch schon früh, Rituale gab es schon immer.
    Allem und jedem gerecht spielte kein klangvolles Lied.
    Kirchenmusik fern jeglicher Anteilnahme erschien mir
    bloß fremdartig zu sein, Bach und Konsorten, o Graus,
    Schallten den Raum voll, preisgegeben ertrug ich den Wahnsinn
    traniger Pfeifen der lauthalsigen Orgel Gemüt.
    Heute verstehe ich anders die Töne, mich lehrte ein Dichter
    hören den holderen Ton, taub war mein jugendlich Herz.
    Einsam oft fror still mein trauriges Blut, mich sehnte nach Wärme.
    Heute begreife ich dich heiliger Jesus beim Wort.
    Heute, in Zeiten Coronas erlangen die Seligen Hoffnung.
    ♫ Always look on the bright side of love and keep cool. ♪

    Bitte nicht so zaghaft, ihr dürft mich mit Sand bewerfen. fietje

Seite 18 von 18 Erste ... 8161718

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Ist das ein Hexameter?
    Von Evermore im Forum Arbeitszimmer - Die Gedichte-Werkstatt
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 07.02.2012, 08:26
  2. Hexameter
    Von Irrer Physiker im Forum Arbeitszimmer - Die Gedichte-Werkstatt
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 23.11.2006, 00:26

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden