1. #1
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    Spätburgunder

    Wein der dunkelrot und trocken
    Sonnenstrahl durch Gläser blitzt.
    Purpur Karmesin will locken,
    auf dem Tisch an dem Du sitzt.

    Seelentanzend Glück erschwingen
    Kitzelt mich am Ohr dein Haar.
    webst du Wunder aus den Dingen
    schmeckt mir dieser Wein sogar.

    Denn ich liebe fruchtig weißen
    lieblich sonnenkonzentriert.
    Schmeckt mir roter, will’s was heißen
    Ist mir nur mit Dir passiert.

    Meisen füttern ihre Jungen
    Hetzen sich, die Bande schreit
    Wind hat Trauerlied gesungen.
    Geht sie vor tötet die Zeit.

    Seh im Schnee den Vogel liegen.
    Froren Tränen zum Kristall.
    hast es gut, willst nicht mehr fliegen.
    Du spürst Wärme überall.

    Wein der trocken rot und dunkel
    Wintersonne malt durch Glas
    Rote Schleifen Sterngefunkel
    auf den Tisch, an dem sie saß.




    [Geändert durch krähe am 07-02-2004 um 21:38]

  2. #2
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    Smile

    Hi Krähe,
    schon wieder ich.
    Zu erst die Bilder. Das ist Dein Markenzeichen!
    Du achtest auch peinlich genau , dass es sich auch reimt,
    ohne Das Du das Gedicht "In die Knie" zwingst.
    Bin bereits weg auf anderer Seite
    Muss in Deinen Gedichten rumschnüffeln.
    Bis dann
    Illen
    Das Gedicht ist edlere Form der Erzählung...

    Meine Gedichte:
    Für Dich!
    Der Sonnenuntergang
    Der Truthahn
    Als ich ging...
    Die Sommerzeit
    Der Frühling
    Mein Traum

  3. #3
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    Mit trockenem Roten kannst Du mich jederzeit locken. Aber eine qualitativ gute Kritik folgt dann erst nach "Ausnüchterung".
    Dem Anschein nach bin ich zugleich in meiner Seele und außerhalb meiner Seele, weit ab von der Glasscheibe und dicht davor, gestorbener Steinbrech. Meine Begierde ist unendlich. Ich bin nur vom Leben besessen.

    Rene Char

  4. #4
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    Hallo

    Du wirst immer besser. Deine Metapher sind wirklich lesenswert.

    Das Reimschema hst du sauber durchgehalten, bis auf einen etwas abgenutzten Reim sehr schön gemacht. Mittlerweise kann man bei dir nicht mehr allzuviel kritisieren, schade eigentlich
    Tu was du willst, das ist das ganze Gesetz - Aleister Crowley

  5. #5
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    Wink

    Hallo Daemon_Wolf
    Ich danke für die lobenden Bemerkungen. Es wäre wirklich schade wenn du nichts mehr zu kritisieren finden würdest. Deine Kritiken sind immer sehr konstruktiv. Ich hoffe du hast vor lauter Akkordarbeit Zeit, mir den abgenutzten Reim zu nennen. (Daran siehst du, wie notwendig du noch bist.)


    Krähe


    Hallo Herbszeitlose
    Ich freue mich, das dir mein Gedicht aufgefallen ist. Auch von dir würde ich gerne noch einiges (kann auch Gutes sein) dazu lesen. Ich schiebe auch eine Flasche hinterher. *bestech* Auch auf die Gefahr, das dann die Ausnüchterung länger dauert. Auf dein Wohl! Du hast ja in der letzten Zeit sehr intensiv gepostet.Schweigen, Ade, Blütenfall, Sprachstörung. Fast alle wirken auf mich rätselhaft aber sehr schön.


    Krähe


    Hallo Illen,
    du "Sonnenuntergang" Schreiberin. Beeindrukt mich immer wieder. Deshalb freue ich mich besonders, daß dir meine gedichte gefallen.

    Krähe

  6. #6
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    Hallo krähe,
    nee, ich habe nicht viel gepostet, sind fast alles alte Gedichte, in denen mrsmerian "kramt".
    Ich lasse mich gerne mit Wein bestechen, aber auch bei mir muß es Roter sein, trockener Roter. Hoffe Du hast ihn vorrätig?
    Wie dem auch sei, ich habe Dir versprochen mich noch mal zu melden, also hier mein Kommentar:
    Sehr intensive Bilder mit gefälligem Inhalt, ich genieße sie intensiv. Besonders möchte ich die männliche Kompromißbereitschaft hervorheben, sehr ungewöhnlich, zumindest im RL, oder steckt da eine gewisse Absicht hinter?
    Spaß beiseite, zurück zur Lyrik. Soweit ich "formlose" Frau das beurteilen kann sind Deine Reime perfekt, zumindest liest es sich einwandfrei, einzige Stolperstelle Str. 4, Z. 3+4.
    Ansonsten fühle ich mich in Dein Werk emotional eingebunden und voller Intensität durch die Zeilen geführt.

    Lieben Gruß
    Herbstzeitlose

    Dem Anschein nach bin ich zugleich in meiner Seele und außerhalb meiner Seele, weit ab von der Glasscheibe und dicht davor, gestorbener Steinbrech. Meine Begierde ist unendlich. Ich bin nur vom Leben besessen.

    Rene Char

  7. #7
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    Der sprachliche Witz ist da, ein Thema daß sich nicht unbedingt an die nächste Kellertür nageln lassen will und auch ein breites Farbspektrum zwischen Rot und Rot. Trotzdem eine kleine Frage; magst du wirklich fruchtigen Weissen? Ich war mir immer im klaren das irgendjemand dieses Zeug(ja es stimmt, es gibt sehr leckere fruchtige Saale/Unstrut Weine mit bekömmlicher Säure, fruchtigem Körper und dem Hauch von Muskat im Abgang,.)trinken muss!Aber für Schädelweh war dein Gedicht einfach zu gut.
    ARTOFVOICE says NeveroddoreveN

    ich werde JAPANI(S)CH

  8. #8
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    Hallo Markus,
    Es gibt auch Eiswein, Trockenbeerenauslese, was ich besonders liebe Huxelrebe. Da muß man schon fast einen Teelöffel nehmen. Eigentlich wenn nicht mehr als eine Flasche leer geworden ist, dann will ich natürlich nicht mehr Auto fahren, aber fühle mich am nächsten Tag gut.
    Die Weine sind auch leider kein Ladenhüter. Aber ich weiß das ich unter Weinkennern eher als Aussenseiter gelte.
    Ich freue mich, daß dir das Gedicht aufgefallen ist und kann dir ruhig empfehlen, mal etwas der oben genannten Weine zu probieren.

    Krähe

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