1. #1
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    Der Kirschbaum

    Ich lehnte mich gegen den Kirschbaum,
    sah den blauen Himmel.
    Die Blätter hingen lächelnd an den Zweigen, verliebt in den Baum.
    Du, mit roten Strähnen in dem Haar
    immer noch vor meinen Augen.
    Meine Brust verengte sich,
    meine Tränen hörten nicht mehr auf.
    Ich lehnte mich gegen den Kirschbaum, sah die roten Früchte.
    Mein Verlangen nach zärtlichen Küssen auf die
    Lippe, ich blieb mit meinen
    Sehnsüchten.
    Geändert von Roro (15.05.2020 um 19:24 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Roro

    du fängst grade mit dichten an, wenn ich das richtig verstanden habe?
    Dann herzlich Willkommen hier und nimm dir die Ratschläge ruhig zu Herzen

    Was du mit dem Gedicht sagen willst, kommt bei mir an.
    Dein Gedicht würde sich bestimmt in einer festeren Form schöner zeigen und durch eine Reimstruktur gewinnt es an Qualität.
    Vielleicht hilft sogar ein durchgängier Rhythmus?

    Mir fiel grade beim Lesen auf: dass du die Zeitformen wechselst.
    Das kannst du zwar machen, aber es sollte dann auch verständlich sein, warum.

    Guck (den Rhythmus hab ich dir mal mit betont X und unbetont x angegeben):

    Zitat Zitat von Roro
    Ich lehnte mich gegen den Kirschbaum, sah den blaue Himmel.
    xXxxXxxXx, XxXxXx (bei blaue fehlt ein "n")
    Die Blätter hingen lächelnd an den Zweigen, verliebt in den Baum.
    xXxXxXxXxXx,xXxxX
    Du, mit roten Strähnen in dem Haar
    X,xXxXxXxX
    Scheinst immer noch vor meinen Augen. (du wechselst hier zur "jetzt" Form: "scheinst". Hier muss es glaube ich "immernoch" heißen)
    xXxXxXxXx
    Mein Brust verengte sich, (Mein fehlt ein "e", du wechselst wieder zur "Vergangenheit" "verengtE")
    XXxXxX
    meine Tränen hören nicht mehr auf. (Hier wieder ein Zeitenwechsel zur "jetzt"-Zeit mit "hören")
    XxXxXxXxX
    Ich lehnte mich gegen den Kirschbaum, sah die roten Früchte.
    xXxXXxxXx,XxXxXx (Hier wieder ein Zeitenwechsel zur Vergangenheit bei "lehnte", "sah")
    Mein verlangen nach zärtlichen Küsse auf die (das "Verlangen" schreibt man groß, es muss "KüsseN" heißen, n vergessen)
    XxXxXXxxXxXx
    Lippe, ich blieb mit meinen (hier hätte ich ein "." anstelle des "," gesetzt)
    Xx,xXxXx
    Sehnsüchte.
    Xxx
    Daraus ließe sich durchaus einiges machen, denn die Idee ist so reif wie die Früchte am Kirschbaum.

    Ich lasse es mir nicht nehmen und schlage dir eine etwas abgewandelte Variante vor, die dir zeigt, was in deinem schönen Gedankengang steckt und was daraus machbar ist:

    Saß unter der Kirsche und sah etwas Himmel,
    durch Blätter und Früchte, verliebt ins Geäst.
    Ich dachte an dich mit den rötlichen Strähnen
    und wähnte dich vor mir, so wahr wie in Echt.

    Mein Brustkorb verengte und Tränen entstanden,
    sah wieder den Kirschbaum, die Früchte in Rot.
    Die Sehnsucht nach zärtlichen Küssen der Lippen
    von dir kommt mir immer steh ich hier am Baum.

    Liebe Grüße
    Geändert von MiauKuh (15.05.2020 um 10:18 Uhr)

  3. #3
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    Hallo MiauKuh ja du hast richtig verstanden.
    Jetzt mit achtunddreissig habe ich anfangen Dichten. Ich checke nicht das mit diesen X ‘en.
    Butunlähner. hat sich auch viel mühe gegeben
    Das mit X‘n. Was ist betont und unbetont in einem Gedicht?

  4. #4
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    Hallo Roro,

    die Sache mit den "x'n". Hm ... jedes Wort besteht aus einer oder mehreren Silben und jedes Wort hat eine natürliche Betonung.

    Nur ein paar Beispiele:

    ge-hen Xx
    Af-fen Xx
    Merk-mal Xx
    zu-sam-men xXx

    Schreibt man Sätze, kann man die Wörter so anordnen, dass die xX wie ein Muster aussehen.

    Zum Beispiel sowas hier:

    xXxXxX
    xXxXxX
    xXxXxX
    xXxXxX

    Oder:
    XxXxXxXx
    XxXxXxX
    XxXxXxXx
    XxXxXxX

    Fang ruhig damit an.
    Wenn dich das interessiert, kannst du mal nach "Jambus" und "Trochäus" suchen im Internet.

    Wenn du im Rhythmus schreibst, hilft das beim Lesen von Gedichten ganz viel.
    Du musst das aber nicht so machen, es ist kein Gesetz.

    Liebe Grüße

  5. #5
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    Achso ja jetzt verstehe ich. Ich danke Dir viel mal.
    Liebe Grüsse
    Roro

  6. #6
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    Die Zeitform habe ich verbessert. Mit dem X‘en ich habe mir gemerkt ist nicht so einfach für mich braucht viel Übung.

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