Thema: Kühe

  1. #1
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    Kühe

    Kühe stieren. Würg!
    Wiederkäuer, begleitet
    vom Krähengekrächz
    Geändert von Anjulaenga (18.05.2020 um 15:32 Uhr) Grund: Rechtschreibung

  2. #2
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    Hm, mein Nichtfreund Tiefseefisch könnte hier einen indirekten Kommentar vermuten und Spamminimalnähe anläuten. Auch ein "z" würde er als Korrekturdesiderat monieren
    Vielleicht ist mindestens eine dieser Mahnungen nicht unbelastbar.
    Ausserdem finde ich bemerkenswert, dass dieses moderne Haiku mit einiger Freude und Eleganz die Metaebene Poetologie des Haikus einspielt und so recht reflektiert seine reflektierenden Bilder setzt
    Ein feiner 17er.
    greetse
    ww
    alis nil gravius, o nycticorax

  3. #3
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    Zitat Zitat von Willibald W Beitrag anzeigen
    Hm, mein Nichtfreund Tiefseefisch könnte hier einen indirekten Kommentar vermuten und Spamminimalnähe anläuten. Auch ein "z" würde er als Korrekturdesiderat monieren
    Nun mit dir zu krächzen fühlt sich gewiss richtiger an, als mit Nichtfreunden oder s zu krächsen. Warum genau aber sollte man den hocherfreuten und gewissenhaften Aufspürer solcher Korrekturdesiderate um seine wohlverdienten Glücksgefühle bringen?
    Habe lange drüber nachgedacht und es dann trotzdem geändert
    danke. A.

  4. #4
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    Ja, salvelinas Schmierfinkhaiku ist in der Tonlage ein wenig heftiger, dem Krähengekrächz im Haikuhgefild
    allerdings nicht unebenbürtig. Ich hoffe, dieses Doppellob ist dem Dichter genehm und dem anderen Dichter auch.
    alis nil gravius, o nycticorax

  5. #5
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    Es gibt schon merkwürdige Lobe, und ich teile sie gerne. Danke. Aber die Auseinandersetzung mit dem Schmierfink -Haiku findet natürlich an anderer Stelle statt. Obwohl angeregt durch einige Diskussionsbeiträge, will sich mein Gedicht nicht als zu bewertender Diss- Wettbewerb verstanden wissen oder eine irgendwie geartete Ebenbürtigkeit herausfordern. Krähen und Kühe sind nunmal oft zusammen anzutreffen, und die Szenerie darf ruhig unabhängig von Dreckspatzen oder Schmierfinken betrachtet werden.
    L.G.A.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Anjulaenga Beitrag anzeigen
    Kühe stieren. Würg!
    Wiederkäuer, begleitet
    vom Krähengekrächz
    Grüße,

    der haiku ist formell ok, aber wieso Krähengekrächz ? Konnte ich noch nie beobachten. Eher ein Fliegensurren

    naja, andere Landschaften andere Krähen. Oder sind die Fliegen so groß?

  7. #7
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    Lieber horstgrosse,

    es stellt in der Tat eine Naturbeobachtung dar, die ich von meinen Spaziergängen mitgebracht habe. Alfred Hitchcock lässt grüßen. Da mümmeln die Kühe friedlich vor sich hin, und manche Krähe landet sogar auf dem Rücken einer Kuh. Im Internet wirst du sicherlich mit entsprechendem Bildmaterial versorgt werden können. Es wird sogar das seltene Phänomen beschrieben, dass eine Kuh von den Aasfressern angegriffen und anfgefressen wird, habe ich aber selbst noch nicht beobachtet. Zum Erhalt der Singvögel (die bedrohte Feldlerche z.B. ) darf die Krähe sogar bejagt werden, obwohl sie selbst zu den Singvögeln zählt. NaBu hält die Bedrohung durch diese Nesträuber aber für nicht ausschlaggebend (max. 10-20 %) und macht die extensive Landwirtschaft dafür verantwortlich.
    Irgendwo verständlich aber völlig übertrieben scheint es uns da, wenn so ein aufgescheuchter Kuhbesitzer sich persönlich angefressen fühlt und im Anblick einer Krähe sofort die Schrotflinte zückt, um seine bedrohten Kühe zu schützen. Eine derartige natürliche Bedrohungslage hat nichts mehr mit den gewöhnlichen Schmeißfliegen zu tun, die die Kühe täglich nerven. Dabei will es plötzlich um etwas Existenzielles gehen, um nackte Angst, die uns innewohnt. Da sind schnell außer Kontrolle geratene Überreaktionen vorprogrammiert, wie Allergie z.B.. Und alles fühlt sich nur noch bedroht, die Lerche, die Kühe, der stolze Kuhbesitzer, die Krähe durch die Schrotflinte... selbst die Gabe unserer scharfen Naturbeobachtung ist bedroht, und verzerrt unsere Selbstwahrnehmung. Das Phänomen der Angst ist kaum in den Griff zu bekommen, es greift um sich, und mancher dreht einfach nur noch durch...
    L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (27.05.2020 um 09:50 Uhr)

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