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Thema: Regen

  1. #1
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    Regen


    Regen


    Regen! Regenguss!................................Regen! Endlich wahr!
    Jubelnd tanzen die Bäume......................Wild tanzen die Bäume
    im stürmischen Wind.............................im stürmischen Wind.
    Geändert von Carolus (23.05.2020 um 16:09 Uhr)

  2. #2
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    Hei Carolus,

    Die Zeilen 2 und 3 sind, Haiku hin, Haiku her, einfach Spitze.

    Aber ... ,

    aber in Zeile 1 wäre Platz für die Wahrnehmung des Regens, nicht so sehr für die zweifache Nennung.

    Nur so eine Idee.

    Gruß Lé.

    P.S. Sorry für die Grenzüberschreitung im anderen Faden.
    Man hat mich ermutigt, zu glauben, ich lebte an einem absurden Ort auf einem unbedeutenden Planeten am Rande einer kleinen Galaxie in einem langsam erkaltenden Universum.

  3. #3
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    Ja. Und das mit dem Jubeln - das machen Haikühe nicht, die auf sich halten. Solche Gefühlsausbrüche überlassen sie der Vorstellungskraft des Menschen, der den Bäumen zuguckt, während die sich "bloß" im Wind schütteln.

    Bäume können von Natur aus rauschen, im Wind winken oder die Blätter strecken, aber "jubeln" können sie nicht. Das können nur Menschen, wenn sie das Brummen der Haikuh verstehen.

    salvelina

  4. #4
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    Soviel zum Thema "Haiku hin, Haikuh her" .

    Den "Freischwimmer" kann man ohne Beckenrand einfach besser machen.
    Sobald man ein Etikett draufklebt (Haiku, Sonett, Hexameter), zahlt man einen Preis.

    Gruß Lé.
    Man hat mich ermutigt, zu glauben, ich lebte an einem absurden Ort auf einem unbedeutenden Planeten am Rande einer kleinen Galaxie in einem langsam erkaltenden Universum.

  5. #5
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    Wer nur für sich denkt und eigene Vorstellungen hat, ist frei in allem und nur seinem Gewissen verpflichtet.

    Wer aber öffentlich auftritt und sich und seine Darbietungen unter ein Motto setzt, hat Verpflichtungen: Er sollte den vorgegebenen Takt halten, die Vorzeichen beachten und sauber intonieren können.

    Kann er's nicht, ist und bleibt er ein Pfuscher, der auf der falschen Bühne steht und auf einem Instrument herumkratzt, das er nicht beherrscht. Er macht nicht Musik, sondern Lärm, nach dem keiner gesucht hat.

    salvelina

  6. #6
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    Lieber Carolus,
    "beschwingt" fände ich besser!

    LG,Cara

  7. #7
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    Hallo Lé,

    herzlichen Dank fürs Reinschauen und deine Anregung, Habe diese gleich umgesetzt, hoffe, sie passt einigermaßen.

    Zur Orthodoxie über das Haiku fällt mir folgender Vergleich ein: Das klassische Ballet hat seine traditionellen Normen und Figuren. Zu seinen Anhängern gehört ein bestimmter Kreis von Menschen, die bei einer entsprechenden Aufführung ihre Erwartungen abrufen können. Da aber das Ballet in seinem Kern das Tanzen zu einer feststehenden Form entwickelt hat, kann eben nur die optimale Füllung und Ausführung ihrer "Normen und Figuren" ihre Zuschauer (häufig ältere Semester) überzeugen. Für die Weiterentwicklung des Tanzes und seine zeitgemäßen Themen und Ausdrucksformen trägt das klassische Ballett kaum etwas bei.
    Anders formuliert: Arrangiere ich als Musiker einen Jazzstandard in der herkömmlichen Form und Abfolge des Swings, entsteht allenfalls etwas
    Epigonales, aber keine Weiterentwicklung im Verständnis von Jazz. Soviel zum "Freischwimmer".

    Lieben Gruß
    Carolus

    (Zu einer Stellungnahme zu deinen Änderungsvorschlägen von "Abendspaziergang" bin ich wegen dringender Außenarbeiten nicht gekommen.
    Bitte um etwas Geduld.)

  8. #8
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    Es ist ein weit verbreitetes, immer wieder gern ins Feld geführtes "Argument" sehr weit von der Materie entfernter Laien, es gäbe Essen ohne Abwasch und Kunst ohne Können - es komme ja nur auf die "Idee" oder das "Talent" an und sonst nichts.

    Wie falsch das ist, beweist das Schicksal aller, die schon mal versucht haben sollten, ohne das elende Lernen und Üben beim Tanzen, beim Musikmachen, beim Jonglieren oder beim Schreiben auf einen grünen Zweig zu kommen. Sogar ein Kunstfurzer muss jahrelang üben, bis er sein Publikum hat.

    Das Schlimme bei der Sache ist, dass auch die größten Meister ihres Fachs ungehört bleiben, wenn ihre Kunst gerade nicht gefragt ist. Sie werden schlicht ignoriert. Schlimmstenfalls gelten sie als "entartet", wenn sie einem Regime nicht passen, bekommen Auftrittsverbot und müssen in der Mülltonne nach Essen suchen. Ihre Bücher und Bilder werden verbrannt.

    Wie? Neulich hat einer einen Sechser im Lotto gehabt und einen Haufen Geld damit gewonnen? Einfach so? Ja, solche Zufälle gibt's. Also auf, Leuz! Wozu noch lernen und üben? Geht Lottospielen! Das Glück wartet auf jeden am nächsten Eck!

    Oder nicht?

    salvelina
    Geändert von salvelina (23.05.2020 um 20:05 Uhr)

  9. #9
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    Wer ist der
    "Pfuscher, der auf der falschen Bühne steht und auf einem Instrument herumkratzt, das er nicht beherrscht."?
    Ist das der neue Umgangston im Gedichtforum?

    Carolus
    Geändert von Carolus (Gestern um 23:04 Uhr)

  10. #10
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    Hallo,

    der/die Salvelina ist einfach zu "gut" für die Welt und die Lifos. Er/sie setzt ja nicht einmal dich persönlich oder deinen Text herab, sondern gleich alle hier.

    Der Stil des "Forums" allgemein ist das sicher nicht. Da gibt es schlimmere Orte in dieser Landschaft.
    Es spricht aber aus meiner Perspektive auch nichts dagegen, solche Beiträge einfach durch die Moderation prüfen zu lassen.

    Gruß Lé.
    Man hat mich ermutigt, zu glauben, ich lebte an einem absurden Ort auf einem unbedeutenden Planeten am Rande einer kleinen Galaxie in einem langsam erkaltenden Universum.

  11. #11
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    Hallo Carolus,


    ja, Regen ist wirklich bitter nötig gewesen und ich kann mir auch leicht vorstellen, dass Pflanzen darüber Erleichterung verspüren. Dass die Bäume vor Freude im Wind tanzen und jubeln gehört auch nach meinem Verständnis nicht in ein Haiku. Um dennoch ausdrücken zu können, worum es dem Haiku/Senruyschreiber ging, könnte man die Imagination mit ins Spiel zu bringen. Ungefähr so:

    Regenschauer
    im Traum jubeln die Bäume
    Kein Tropfen zuviel


    Vielleicht wird deutlich was ich meine?

    LG,
    Mi
    Geändert von Miserabella (23.05.2020 um 19:07 Uhr)

  12. #12
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    Du solltest auf tatsächlich erhaltene Kritik sachlich reagieren, Carolus, statt irgendwelche, anderen gewidmete Satzteile aus dem Zusammenhang zu reißen und damit hausieren zu gehen, um dem verhassten Kritiker eins auszuwischen. Solche Schüsse gehen meist nach hinten los, weil sie kaum je sachdienlich sind.

    Ich sagte zu Posting #7 von L'étranger nicht bloß "Pfuscher, der auf der falschen Bühne steht und auf einem Instrument herumkratzt, das er nicht beherrscht", wie du mir böswillig unterstellst, sondern sehr bedacht auf seine Idee vom "Freischwimmen" anspielend Folgendes:
    Wer nur für sich denkt und eigene Vorstellungen hat, ist frei in allem und nur seinem Gewissen verpflichtet.

    Wer aber öffentlich auftritt und sich und seine Darbietungen unter ein Motto setzt, hat Verpflichtungen: Er sollte den vorgegebenen Takt halten, die Vorzeichen beachten und sauber intonieren können.

    Kann er's nicht, ist und bleibt er ein Pfuscher, der auf der falschen Bühne steht und auf einem Instrument herumkratzt, das er nicht beherrscht. Er macht nicht Musik, sondern Lärm, nach dem keiner gesucht hat.
    In dieser Zuschrift ist nichts enthalten, was dich dazu berechtigte, mich dergestalt anzupöbeln und einen kindischen Mobbing-Aufruf zu starten, der, wie man sieht, von manchen gleich begeistert angenommen wird.

    Ich wiederhole: Auch wenn's nicht so aussieht - eine Haikuh lässt sich nicht so mir nichts, dir nichts durch die Gegend treiben. Sie legt Wert auf strenge Regeln und ist nicht zuletzt deshalb ein so überraschend schwieriges Nutztier. Manche kommen nie mit ihr zurecht und werden ein um das andere Mal abgeworfen, andere von ihr willig rund um die ganze Welt getragen. Man muss halt wissen, wie mit ihr umgehen. Dann hilft sie dir, statt sich zu sträuben.

    salvelina
    Geändert von salvelina (23.05.2020 um 20:47 Uhr)

  13. #13
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    Dann zeig mal was von deinem Können! Ich glaube, nicht nur ich bin sehr gespannt, was denn so ein scharfzüngiger Kritiker selbst aus der Feder lässt.
    Zum Gedicht: Mir gehts auch so, dass ich die Emotionen der Bäume nicht optimal finde. LG gugol

  14. #14
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    Ich glaub nicht, lieber Gugol, man müsste erst bei dir oder anderen eine Aufnahmeprüfung im Eierlegen bestehen, bevor man berechtigt wäre, ein fremdes zu verfrühstücken und dabei festzustellen, dass es nicht mehr ganz frisch ist.

    Es soll immer wieder, schon vor der Corona-Zeit, Leute gegeben haben, die Sinfoniekonzerte besucht haben und sie kritisierten oder lobten, auch ohne dass sie dirigieren konnten wie der Furtwängler oder Geige spielten wie Hilary Hahn. Man muss kein Maestro sein, um Patzer als solche zu erkennen, und ich finde, es sei einem LiFo dienlich, nicht nur mit eigenem Gedöns anzukommen und das anderer links liegen zu lassen, sondern wohlmeinend dort Kritik anzubringen, wo sie sie einem angemessen und sinnvoll erscheint.

    Wenn du wirklich Interesse an salvelinas literarischen Ergüssen hast, könntest du im "Coronar-Tagebuch" blättern. Ich sorge für Nachschub, solange ich Lust dazu habe und solange man mich lässt. Eigentlich wollte ich das Tagebuch nicht in Scheibchen schneiden, sondern im Stück stehen lassen, aber das hat einem deiner Kollegen gar nicht gepasst, und er hat sich beschwert.

    Jetzt erscheint das Zeug nicht als Buch, sondern jeden zweiten oder dritten Tag als loses Blatt, und alle sind glücklich. Oder auch nicht? Du kannst gern einen Kommentar zu einer dieser Eintragungen abgeben; tu dir keinen Zwang an! Vielleicht könntest du ja eigene Gesichtspunkte einbringen, die nicht nur für mich, sondern auch für andere von Interesse wären?

    Hü! Nur zu!

    salvelina
    Geändert von salvelina (24.05.2020 um 10:04 Uhr)

  15. #15
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    @carolus

    Grüße, dein Haiku ist im Brennpunkt der Dichter.

    Ich hatte mich vor langer Zeit mit den Haiku befasst und habe mitbekommen, dass sich seine „Eigenschaften“ im laufe der Jahre drastisch verändert hat.

    Und ich glaube zum Nachteil.

    Früher war es eindeutig, ein Natur Bild oder 2,3. Durch fokussieren oder Weitwinkel.

    Aber, nach neuen Regeln würde ich sagen, er ist ok.

    Wobei: Zeile eins nicht der „Hammer“ ist. Die Dopplung, „Regen-Regenguss“ ist sehr fade.

    Die zweite Variante: „Regen! Endlich wahr!“ wäre schon besser.

    Funktionieren würde auch: „Regenguss endlich“

    „Strammer Regenguss“, wäre mein Favorit. Er suggeriert mit dem „tanzenden Bäumen“ das er sehr lebhaft ist.

    Zeile 2: „Jubelnd tanzen die Bäume“ ist sehr gut. Es braucht dann auch nicht die dritte Strophe mit der Erklärung: “im stürmischen Wind“. Ist doppelt gemoppelt, Der genaue Naturbetrachter weis was gemeint ist.

    Also fassen wir zusammen:

    Strammer Regenguss
    Jubelnd tanzen die Bäume

    Es fehlt Zeile drei. Was nehmen? Ist dein Natur Bild ein gezoomte „Aufnahme“ oder ein Weitwinkelbild.
    Ich würde den Weitwinkel nehmen.

    Also, durch das Bild flüchtet ein Tier. Aufgrund des stürmischen Wetters.

    Oder einen plötzlichen Blitz.

    Zeile drei:
    Ein Hase flüchtet. //Oder nimm ein Tier mit einer Silbe.

    ein Fuchs schnürt eilig

    .der Blitz wäre auch nicht zu verachten.

    Wie:
    Ein Blitz bannt das Bild

    Ok, Return

    Aber, es ist dein Haiku und ich will kein Klugscheißer sein. Ich wünsch dir was.

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