zorn, wände der düstren kammer
zerbersten unterm gewicht des namenlosen
seelentiefe stiche, tag ein, tag aus
das aufsteigende echo einer nadel

widerhall einer blinden reflexion
gefangen im hochhaus des zombies
das schweigen zugezogener vorhänge
beobachtet aus gefolterten augen

obdachlose silhouetten, hoffnung
emotionale stagnation im job-center
arbeitsunfähig seit 1996, rastlos
widersprüche verbergen tatsachen

innereien besprühter laternen
die öffnung des süchtigen zum fahlen
lichter gedimmt wie morgengrauen
der süchtige schändet die wunde stadt

hautenge sucht, tattoos eines abgehauenen
bis träge anrückende sirenen vom tod
einer weiteren gefallenen fliege singen:
überdosis auf dem stahlboden des hochhauses

da wird menschlichkeit zu etwas vergangenem:
einer sprache der alten, kaum noch gesprochen