Umfrageergebnis anzeigen: Welche Gedichte gefallen dir am Besten?

Teilnehmer
30. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
Multiple-Choice-Umfrage.
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  1. #1
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    Abstimmung Wettbewerb Mai/Juni 2020

    Hallo zusammen,

    erfreulicherweise erreichten uns zum Wettbewerb Mai/Juni 14 Gedichte, aus denen ihr jetzt eure liebsten auswählen könnt. Das waren wieder, nach 19 im letzten Wettbewerb, erfreulich viele. Jeder User darf in den nächsten 14 Tagen bis zu 2 Stimmen für seine Favoriten abgeben, also bis zum 12.06. 23:59, mit Ausnahme seines eigenen Gedichts, sollte er selbst eines eingereicht haben. Solltet ihr, warum auch immer, wissen, wer welches Gedicht geschrieben hat, dürft ihr hierfür natürlich auch nicht abstimmen. Schließlich ist es ein anonymer Wettbewerb. Alle anderen haben die freie Auswahl.

    Denkt daran, dass ein Wettbewerb zwar von den Gedichten lebt, aber auch nicht ohne Stimmen leben kann. Also stimmt ab, so gut und so viel ihr könnt, um einen gerechten Sieger zu ermitteln!

    Viel Spaß beim Lesen und Abstimmen!

    wünscht euch
    Eure Wettbewerbsleitung
    Geändert von WBL (30.05.2020 um 00:08 Uhr)
    Bitte beachte die Richtlinien der Wettbewerbe.

    Hier findest du die Sieger des letzten Wettbewerbs.

    Du findest einen Kommentar gut? Dann schlag ihn doch einfach zur Kritik des Monats vor!

  2. #2
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    Gedankenschweben

    Gedanken schweben im Geist,
    wie der Fallschirm einer Pusteblume.
    Gefühlte Leichtigkeit befreit uns,
    schenkt uns ein Lächeln, trägt uns
    durch Tage, die schwer wiegen.
    Wir versuchen sie zu halten,
    die leichten Gedanken,
    doch nicht immer
    gelingt es.

    Oft entschwinden sie, sind
    vergessen, verdrängt, verloren,
    doch wenn wir sie verschenken,
    finden wir sie in anderen wieder.

  3. #3
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    Pusteblümchen

    Ach wie lustig ist es, wenn ein Dirnchen
    kess sein Schnütchen spitzt und pustet.
    Hei, wie fliegen dann die weißen Schirmchen
    durch die Luft und höchstens, wenn die Kleine hustet,
    ändern sie geschwind, weil der Wind
    das Tempo jäh verschärft, des Fluges Richtung,
    landen weit entfernt auf einer Waldeslichtung.

    Unterm Schirm der Pusteblume hängt an einem dünnen Stäbchen
    der Samen einer dottergelben Wiesenblume, Löwenzahn genannt.
    Aus zerschnittnen Stängeln zaubern Kringel sich die Mädchen,
    haben bald die Wunderwerke auf ein Fädchen aufgespannt.

    Fasziniert von solchen Spielen blies ich auch,
    wölbte kunstvoll meine Zunge,
    pustete aus wohlgefüllter Lunge,
    ahmte nach der Mädchen Brauch.

    Nichts geschah, kein Pustezauber wollte mir gelingen,
    keine Schirmchen flogen von dem Blumenstängel.
    Ein Mädchen sprach: Du dummer Bengel,
    mit schiefem Maul wirst du ‘s nicht bringen!
    Bei Pusteblumen ist es wie mit andren Dingen:
    Blase gradeaus, puste sanft, und wie auf Engelsschwingen
    schweben hundert weiße Schirmchen
    in den Himmel, ja, so sprach das Dirnchen.

  4. #4
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    Süße Träume

    Sie liegt auf einer wunderschönen Wiese,
    die Hände hinter ihrem Kopf verschränkt.
    Die Sonne strahlt und eine leichte Brise
    umspielt die blonden Löckchen und sie denkt:

    „Ach schöner Traum, Du darfst nicht von mir gehen.
    Was wird aus mir, ich bin doch noch ein Kind.
    Ich möchte gern die Pusteblumen sehen
    und wie die Schirmchen tanzen mit dem Wind.“

    Ein Sturm zieht auf – schon wieder ein Gewitter.
    Der Vater zerrt sein Mädchen aus dem Traum.
    Er spielt mit ihr gern Liebe, die schmeckt bitter.

    Als Frau starb sie erhängt an einem Baum ...

  5. #5
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    Pusteblume 1

    Im Ahnen um nicht vorstellbare Weiten,
    gelingt es nicht, die Phantasie zu zähmen,
    das kann den letzten Rest Verstand uns nehmen,
    der Grenzen zeigt, die nicht zu überschreiten.

    Am Morgen meinte mancher, es sei Glück,
    wenn er erwacht wie immer voller Leben,
    doch anders könnte es sich auch ergeben,
    er käme aus dem Traum nie mehr zurück.

    Tagaus, tagein – mit Grübeln, auch in Nächten,
    bringt kein Ergebnis und nichts wird uns klarer,
    nicht eine von den Hypothesen wahrer,
    die endlich Licht zu vielen Fragen brächten.

    Wo ist die Zeit beim Rosenstrauch im Gras,
    als ich mit weitem Blick auf Wolken schaute,
    verspielt an einer Pusteblume kaute,
    die Zeit und Welt um mich herum vergaß.

  6. #6
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    Sommerromanze

    Schätzchen, die Wuschelfrisur, die du trägst, ist atemberaubend
    Sexy! Du zwinkerst mir zu, lachst in die Sonne und wippst
    Keck auf dem knackigen Stängel, dass Klatschmohns Töchter erröten.
    Hast du noch Puste? Dann komm, hol dir die Wuschelfrisur,
    Treibe die Fallschirmflieger hinaus über Felder und Wiesen!
    Nimm mich, lass mich vor Glück sterben, du windiger Kerl!

  7. #7
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    Blümchenfrage

    Ein Pusteblumensamen flog
    dereinst auf meine Hand,
    ich setzte ihn im Garten ein
    und hab ihn Klaus genannt.

    Zum Dank schenkt er mir jedes Jahr,
    ein sonnengelbes Blütenmeer
    und schickt er seine Samen aus...
    ein Teil von mir, fliegt hinterher.

    Im letzten Herbst da fiel mir auf
    mein kleiner Klaus ist ganz allein,
    drum pflanzte ich, halb links von ihm,
    das Löwenzähnchen Bärbel ein.

    Doch jetzt im Frühling ist's ne Plage
    die Beiden reden alle Tage,
    nur über Blätterstraffungskuren
    und Blütenschönheitskorrekturen.

    Nun grüble ich, mit finstrer Mine,
    ist Klaus vielleicht.... eine Klausine?

  8. #8
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    Pusteblume!

    Du bist für
    mich, was
    der Wettbewerb
    für Millionen
    deiner Kinder.

  9. #9
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    Löwenzahn und Pusteblume

    Löwenzahn und Pusteblume
    (der Vater mit dem Kind)


    Mir ist ihr Antlitz höchst erfreulich,
    mag es manchen auch verdrießen,
    wenn sie gelb und jungfräulich
    im Frühjahr schon beginnt zu sprießen.


    Sie wächst an allen Straßen
    mit ihrer Unkrautsherde,
    das nicht in kleinen Maßen,
    auf das alles ihres werde.


    Und erst ihr Maikleid, gräulich
    komplettiert doch Sommerwiesen
    und lässt den Himmelstraum, sanft bläulich
    vor Augen liebevoll zerfließen.


    Hör auf! Mit diesen Pollenschützen,
    dessen Fallschirme im Kaffee landen.
    Was sollen sie denn einem nützen?
    Ach, wenn sie nur verschwanden!


    „Papa, siehst du wie sie fliegen?
    Sie tanzen dort so wunderschön“
    ‚Allseits werden sie liegen,
    so Kind, lass sie bitte stehn … ‘


    Entzückt vom Kinderlächeln
    begann er doch zu schwächeln.
    Träume, die Gedanken sahn
    von Pusteblume - Löwenzahn.

  10. #10
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    Windkronen

    So pflück´ und halte sie nur in den Wind,
    denn pusten ist verboten, liebes Kind!

    Dein Atem weicht erst spurlos wie der Hauch,
    der unaufhaltsam sät und erntet auch

    Doch jedes luftige Schirmchen kann einmal
    erwachen brennend wie ein Sonnenstrahl

    Wo du dich freust am Pusteblumenland
    sind Löcher vielerorts hineingebrannt

    Dafür, sie einst zu schließen, bist du hier
    Die Traurigkeit ist dein Tribut dafür

    Noch bist du jung und schuldlos, liebes Kind,
    drum spiel mit Pusteblumen und dem Wind!

  11. #11
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    Fliege weit!

    Wilde, weiße Schattenpferde
    jagen leuchtend Regenbogen,
    vom leisen Lied der matten Erde
    wird Licht und Wasser angezogen.

    In ihrer Tiefe warten Träume,
    sind dort im Dunklen gut verborgen,
    umarmt von Wurzeln alter Bäume,
    behüten sie Rätsel und Geheimnis von Morgen.

    Ein kleines Traumkind ist entkommen,
    hat sich durch Schlamm und Matsch gewühlt,
    über Steine seinen Weg erklommen,
    hat in sich Mut und Kraft gefühlt.

    Sah aus wie eine kleine Sonne,
    so strahlend gelb im ersten Grün,
    war für die Bienen süße Wonne,
    verwandelt sich nach dem Verblühn…

    in filigranes Traumgeschehen,
    will auch so zart noch weiter ziehen,
    die Winde helfen, pusten, wehen,
    damit die Träume wieder blühen.

  12. #12
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    Der flüchtigen [...]

    Kränze aus Löwenzahn: Dein pechschwarzglänzendes Haar trägt
    Goldgelb. Leg mich in milchige Ketten! Göttin, dein Lächeln,
    blaue Lagunen im Meer, deine Augen, umspülen mich Glückskind.

    Küsse ich hungrig den Erdbeermund, rotwolkige Lippen,
    mehrt dein liebliches Seufzen mein Blut wie Löwenzahnaufguss.
    Bitteres Wintergemüt zu versüßen, bist du gekommen,

    Sonnengesprenkel zu streuen - ins Herz. Erfrischende Blüte
    schließe wärmend bei Nacht dich um mich, lass frei mich am Morgen!
    Reifen die Tage, genährt aus der Nacht, verschwebst du vor Sonnwend,

    Schöne, kein ewiger Schwur, traumflüchtige, kann dich noch halten:
    Bauscht weißleuchtend der Löwenzahn sein Liebesgespinst, reißt,
    schwärmerisches Gewölk, fort dich der leiseste Windhauch.

  13. #13
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    Bereit

    „Seid ihr erst groß und voll erblüht,
    verschönert ihr den Rasen,
    doch wird der Wind, eh das geschieht,
    euch in die Schirme blasen.

    Er trägt euch fort, geliebte Brut,
    zum fernen Unbekannten.
    Fallt ihr aufs Feld, ist alles gut,
    dort trefft ihr die Verwandten.

    Und landet ihr auf kahlem Stein,
    dann zwängt euch in die Spalten.
    Wir können sehr genügsam sein,
    so hört man von den Alten.

    Die Kinder haben Spaß daran,
    euch ausgereift zu pflücken,
    und weggepustet, fliegt ihr dann
    weit fort auf Windes Rücken.

    Nun geht es los, da kommt der Wind,
    viel Glück und reichlich Krume,
    das wünsch ich einem jeden Kind,
    ich, Mutter Pusteblume.“

  14. #14
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    Pusteblume 2

    Noch einmal fliegen!
    - Als Abschied -
    - Wie ein letzer Gruß-
    Würde so gern sagen...

    * * *

    ! ! !
    * * *

    @......@.......@
    ! ! !
    * * *

    * * *

    ...doch,
    Ich bin kein Samenkorn.
    Mit letzten Puste,
    schick ich meine Träume auf die Reise

    und wünsche mir, auf die Weise,
    das meine Seele im Himmel,
    neue Wurzeln schlagen kann.

  15. #15
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    das Spiel

    Der Frühling erwachte mit tausenden Boten und füllte die Lüfte mit vielerlei Noten.
    Nun sieh in die Ferne die nassdunklen Felder, die Fichten, sie treiben ihr Grün in die Wälder.
    So emsig die Schwalben sie bauen ihr Nest und die Löwenzahnblumen sie feiern ein Fest.
    Die Fallschirme steigen hinauf zu dem Himmel, sie flattern und tanzen ein wildes Getümmel.

    Ich setz mich ins Gras und betrachte das Spiel, könnte stundenlang harren es gibt mir so viel.
    Ich merke mein Geist schleicht sich rückwärts zur Jugend, die Welt war zu mager noch farblos die Tugend.
    Doch wandern wir alle verschlungene Pfade, das Leben bleibt launisch mal heiter mal fade.
    Und wenn ich mal gehe, ist alles Geschichte, es bleibt nur ein Grabstein und meine Gedichte.

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